Wien, Informatik-Mittelschule Kinkplatz (Bild: Manfred Seidl (Büro Richter), CC BY SA 3.0)

Schulretter!

Schulretter!

Wien, Informatik-Mittelschule Kinkplatz (Bild: Manfred Seidl (Büro Richter), CC BY SA 3.0)
In der Diskussion: die Wiener Wien, Informatik-Mittelschule Kinkplatz (Bild: Manfred Seidl (Büro Richter), CC BY SA 3.0)

Jetzt müssen wir uns hier schon um die 1990er kümmern … In Wien ist es soweit, dass ein, wenn nicht DAS Hauptwerk des österreichischen Architekten Helmut Richter zur Diskussion steht. Der 1941 in Graz geborene Baumeister und Hochschullehrer hatte sein Handwerk in Graz und Los Angeles gelernt, bevor er 1971 eine Professur in Paris annahm, um 1977 schließlich in Wien sein eigenes Büro zu eröffnen. 2014 verstarb Richter in seiner Wahlheimat im Alter von 73 Jahren. Zu seinem renommierten Werk gehören der Prototyp eines Fernsehsessels (1968) ebenso wie die Wiener Restaurants Klang I und II (1985/97) sowie Ausstellungsarchitektur für die Biennale in Venedig (1993).

Der imposante Stahl-Glas-Keil am Wiener Klinkplatz entstand von 1991 bis 1994. „Ich wollte eine Schule machen, bei der nicht gleich das Unangenehme, das bei Schulen immer so auffällt, sich bemerkbar macht“ – so Richter über sein Werk. So ist es nur folgerichtig, dass die Initiative „Rettet die Informatik-Mittelschule Kinkplatz von Architekt Helmut Richter“ für eben dieses Ziel kämpft. Aktuell hat die zuständige Magistratsabteilung der Stadt eine Untersuchung in Auftrag gegeben, wie mit dem Bau zukünftig umzugehen sei. Daher fordert die Initiative, das spätmodernen Schulgebäude des österreichischen Altmeisters unter Denkmalschutz zu stellen. (kb, 16.6.16)