Berlin, Fehrbelliner Platz, Entwurfszeichnung für den Pavillon, R. G. Rümmler, um 1968 (Bildquelle: Landesarchiv Berlin, E Rep. 300-70-22)

Was leuchtet so rot bei Sturmnacht und Wind? Es ist der „Fehrbelliner Platz“, das Rümmler’sche Kind! Ein Affront war der fertige Pavillon Ende 1970, als sozialistisch wurde er geschmäht: West-Berlin habe einen Roten Platz erhalten, die regierende SPD wolle sich ein Denkmal setzen. Doch, so erkannte der Tagesspiegel am 4. Dezember 1970: „Muß nicht überhaupt heute die Farbe lauter sein, wenn uns die Ohren zu platzen drohen? Würde man ein Kind mit einem Luftballon schelten, weil der knallgrün vor blauem Himmel tanzt? Vielleicht liegt es auch am aufkommenden Winter mit seiner Schmucklosigkeit, daß der Farbklecks zur Augenzuflucht wird.“ (vp, 1.12.18)

Berlin, U-Bahnhof „Fehrbelliner Platz“, Entwurf Rainer G. Rümmler, 1967-70, Eröffnung Januar 1971 (Bild: Entwurfszeichnung für den Pavillon, Rainer G. Rümmler, um 1968, Bildquelle: Landesarchiv Berlin, E Rep. 300-70-22)