Berlin, U-Bahnhof "Rohrdamm", Bahnsteigebene (Bild: Verena Pfeiffer-Kloss, 2014)

Inmitten der Siemensstadt ist leicht zu erraten, was für die Gestaltung des U-Bahnhofs „Rohrdamm“ Pate gestanden hat: die reibungslose industrielle Fertigung der dort ansässigen Firma. Auf der Hintergleiswand bewegen sich Speichenräder, Zangen greifen rohrartige Kleinteile, darüberliegende Leitungen verbinden alles zu einer großen Maschinerie. Und noch mehr: Eine röhrenhafte Lampe verläuft entlang der Bahnsteigkante, aufgehängt an einem großdimensionierten Raumfachwerk aus zusammengesteckten Rohren, mehr Dekor als Funktion. Bei so viel Rohr ist klar: Hier ist der Stationsname Programm. (gl, 2.12.18)

Berlin, U-Bahnhof „Rohrdamm“, Entwurf Rainer G. Rümmler, 1976-78, Eröffnung Oktober 1980 (Bild: Verena Pfeiffer-Kloss, 2014)