Berlin, U-Bahnhof "Zwickauer Damm", Entwurf Rainer G. Rümmler, 1967-69, Eröffnung Januar 1970 (Bild: Entwurfszeichnung, Rainer G. Rümmler, Bildquelle: Landesarchiv Berlin, E-Rep 300-70 Nr.1(14))

Freiplastisch gestaltete Wände, ein Lichtschlitz zwischen Umfassungsmauer und scheinbar schwebendem Dach. Sogar ein skulpturaler Wasserspeier an der rückwärtigen Seite. Die Rede ist nicht von der berühmten Kirche Notre Dame du Haut in Ronchamp von Le Corbusier. Hier geht es um den U-Bahnhof „Zwickauer Damm“ in Berlin-Gropiusstadt – dessen Vorbild tatsächlich im Nordwesten Frankreichs zu liegen scheint: Der U-Bahnhof als Corbusier’sche Kirche. Höher konnte man damals kaum greifen. (rl, 9.12.18)

Trauriger Nachtrag: Eine der beiden plastisch durchgestalteten Betonwände des Berliner Künstlerpaars Paul und Ingrid Schultze-Seehof ist 2016 teilweise abgerissen und der Rest farblich „nachgestaltet“ worden. Die Urheberin wurde davon nicht in Kenntnis gesetzt.

Berlin, U-Bahnhof „Zwickauer Damm“, Entwurf Rainer G. Rümmler, 1967-69, Eröffnung Januar 1970 (Bild: Entwurfszeichnung, Rainer G. Rümmler, Bildquelle: Landesarchiv Berlin, E-Rep 300-70 Nr. 1 (14))