Berlin, U-Bahnhof "Möckernbrücke" (Bild: Verena Pfeiffer-Kloss, 2014)

Höre ich die Ouvertüre zu Tannhäuser oder doch Zarathustra? Die Nähe von Zukunft und Vergangenheit ist irritierend, in der Gegenwart liegt dieser 1978 eröffnete Bahnhof jedenfalls nicht: Rümmler spielte hier mit dem Stationsnamen und zeigte Bühnenbilder aus Wagners Opern. Mit an Scheinwerfer erinnernden Leuchten und einem Fliesenspiegel, der an Vorhänge denken lässt. In der 1904 entwickelten Schriftart „Arnold Böcklin“ ließ er den Stationsnamen schreiben – ein Probe „R“ (wie Rümmler?) hing noch lange in seinem Arbeitszimmer. (vp, 15.12.18)

Berlin, U-Bahnhof „Richard-Wagner-Platz“, Entwurf Rainer G. Rümmler, 1973-75, Eröffnung April 1978 (Bild: Verena Pfeiffer-Kloss, 2014)