Berlin, U-Bahnhof "Siemensdamm" (Bild: Verena Pfeiffer-Kloss, 2014)

Bunker-Archäologie: Der massive Eingangspavillon zum U-Bahnhof „Siemensdamm“ spielt mit seinen gerundeten Formen auf die Verteidigungsbauten an, die im Zweiten Weltkrieg an der Atlantikküste entstanden. Just zur Planungszeit des U-Bahnhofs, im Jahr 1975, hatte der französische Philosoph Paul Virilio seinen Band „Bunker archéologie“ veröffentlicht. Mitten im Kalten Krieg verlieh Rainer G. Rümmler seinem Pavillon damit Zeichencharakter. Der Bahnsteig war als „Mehrzweckschutzraum“ durch Stahlbetontore verschließbar und konnte 4.500 Menschen Zuflucht bieten. (fs, 18.12.18)

Berlin, U-Bahnhof „Siemensdamm“, Entwurf Rainer G. Rümmler, 1976-79, Eröffnung Oktober 1980 (Bild: Verena Pfeiffer-Kloss, 2014)