Berlin, U-Bahnhof "Kleistpark", Montage des Uhrturms auf der Straßenebene (Bildquelle: Landesarchiv Berlin, F Rep. 209, Nr. 6305, Foto: G. Metzger)

Kleist-Park? Ist das nicht was mit Garten, Grün, Natur? Raus aus der U-Bahn, beschwingt nach oben, dem Sonnenlicht entgegen. Und dann steht man – auf einem Straßenstern in Schöneberg. Immerhin gibt es hier eine tolle Standuhr. Wie der Schornstein eines Überseedampfers. Er war mal sonnengelb (Kleist-Park!), nun ist er dunkelgrau. Doch eher Großstadtdschungel als Arkadien. Also schnell wieder nach unten. Hier ist es, als hätte Rümmler die verkleideten Rundstützen vom „Haus des Lehrers“ im Bahnhof verteilt. Ihre silbrige Oberfläche bildet mit den stark monochromen Fliesen ein sensationelles Farbenspiel: Swingin‘ Sixties in Schöneberg. Wer braucht da schon Arkadien? (os, 23.12.18)

Berlin, U-Bahnhof „Kleistpark“, Entwurf Rainer G. Rümmler, 1967-69, Eröffnung Januar 1971, Montage des Uhrturms auf der Straßenebene (Bildquelle: Landesarchiv Berlin, F Rep. 209, Nr. 6305, Foto: G. Metzger)