Arno Fischer, Berlin, Gasometer, Ost-Berlin, 1962 (Copyright: Arno Fischer, Ostkreuz)

Sibylle in Berlin

„Sibylle“ war DIE Frauenzeitschrift der DDR. Benannt nach ihrer Gründerin Sibylle Boden-Gerstner, erschien sie ab 1956 im „Verlag für die Frau“ in Leipzig. Die Modefotografie sollte eine soziale, dem Menschen zugewandte Perspektive präsentieren, die Bilder zeigten einen eher dokumentarischen Stil – und immer wieder waren auch moderne Archtiekturen als „Hintergrund“ zu sehen. Bis 1995 erschienen jeweils sechs Ausgaben im Jahr. Mit einer Auflage von 200.000 Exemplaren trug die Sybille maßgeblich zum damaligen Frauenbild und zur Reflexion der gesellschaftlichen Verhältnisse bei.

Die Ausstellung „Sibylle“ ist vom 7. Juni bis zum 25. August 2019 in Berlin im Willy-Brandt-Haus zu sehen. Über zweihundert Werke zeigen die Entwicklung der Zeitschrift und der Modefotografie in der DDR. Im Mittelpunkt stehen die dreizehn Fotografen Sibylle Bergemann, Arno Fischer, Ute Mahler, Werner Mahler, Sven Marquardt, Elisabeth Meinke, Roger Melis, Hans Praefke, Günter Rössler, Rudolf Schäfer, Wolfgang Wandelt, Michael Weidt, Ulrich Wüst, die den fotografischen Stil des Magazins entscheidend prägten. Die Ausstellung bildet eine Kooperation mit der Kunsthalle Rostock, wurde konzipiert von Dr. Ulrich Ptak und in Berlin ergänzt von Ute Mahler. Begleitend erscheint ein Katalog im Hartmann Projects Verlag. (kb, 7.6.19)

Arno Fischer, Berlin, Gasometer, Ost-Berlin, 1962 (Copyright: Arno Fischer, Ostkreuz)