Southern Modernisms

Porto, moderne Fassade (Bild: J. Moutinho)
Porto: Gesucht werden die „Ausreißer“ im gleichförmigen Bild der Internationalen Moderne (Bild: J. Moutinho)

Bereits seit Jahrzehnten wird der Moderne-Begriff kritisch diskutiert – auch für die Architektur und die bildenden Künste. Hier will die internationale Konferenz „Southern Modernisms: Critical stances through regional appropriations“ vom 19. bis zum 21. Februar 2015 in Porto/Portugal anknüpfen. Gesucht wird ein moderner Regionalismus jenseits des „kolonialen“ Internationalen Stils. Der Tagungstitel „Southern Modernisms“ meint dabei moderne Strömungen in der Populärkultur der südlichen Länder: von der Volkskunst bis zur Alltagsarchitektur.

Für die Tagung sind noch Vorschläge willkommen: 1. zur Eingrenzung von Begriffen wie Modernismus und Regionalismus, Volkskunst und Alltagsarchitektur; 2. zu Forschungen zu Gegensatzpaaren wie Zentrum und Peripherie, „hoher“ und Volkskunst, Ost und West, Nord und Süd; 3. zur Diskussion, ob moderne Kunst zwingend abstrakt und/oder rationalistisch sein muss; 4. zum Aufzeigen der politischen Seiten der modernen Kunstdiskussion (für den faschistischen Populismus in Südeuropa, die Widerstandskraft des Regionalismus, die kritische Rolle der Fotografie u. v. m.). Bis zum 19. Oktober 2014 können Vorschläge für eine 20-minütige Präsentation in Englisch (mit Titel, Daten zum Vortragenden, einem Abstract (max. 300 Worte), einem kurzen Lebenslauf) eingereicht werden unter: southernmodernisms@gmail.com. (kb, 22.9.14)