Wie Monopoly, nur antikapitalistisch: Die Berliner Initiative Haus Marlene Poelzig möchte das Thema „Umbau statt Abriss“ mit einem Gesellschaftsspiel sprichwörtlich an den Küchentisch bringen und knüpft damit an sein 2025 veröffentlichtes „Manifest Substanzgesellschaft“ an. Bei einem von Architects for Future geförderten Workshop am 7. September 2026 wurden erste Ideen entwickelt: Das Spiel soll eine Lücke in der baukulturellen Vermittlung schließen und unterschiedliche Szenarien im Umgang mit Bausubstanz erfahrbar machen. Im Zentrum sollen reale Entscheidungsprozesse stehen: von der Abrisslogik über Umbau und Sanierung bis hin zu Denkmalschutz und partizipativer Bestandsentwicklung. Der Abriss soll dabei als ökologisch, sozial und kulturell schlechteste Losung erfahrbar werden, wahrend die Werte und Potenziale des Bestands sichtbar werden sollen. So sollen gesellschaftliche Zusammenhänge erlebbar werden und zu einer neuen Wahrnehmung anregen.

Das Spiel soll einen niedrigschwelligen Zugang zu diesem komplexen Thema bieten und dazu einladen, Entscheidungen zu hinterfragen, unterschiedliche Interessen abzuwägen und Konsequenzen zu erleben. Und Spielspaß zu haben! Wer bei der Erstellung mitmachen möchte oder einfach nur Vorschläge und Ideen dazu hat, kann sich per Mail an die Initiative wenden: info@hausmarlenepoelzig.de . Das Manifest für den Baubestand der Initiative Haus Marlene Poelzig ruft zu Transformationen in Denkmalschutz, Denkmalpflege und Umbaukultur auf und fordert ein Umdenken im Umgang mit dem Baubestand. Es stellt Forderungen und Lösungsvorschläge vor und ruft dazu auf, diese auf einer breiten gesellschaftlichen Basis umzusetzen. Das Manifest kann hier unterstützt werden. (db, 16.9.26)

München, Abriss ADAC-Gebäude (Bild: Usien, CC BY-SA 3.0)

München, Abriss ADAC-Gebäude (Bild: Usien, CC BY-SA 3.0)

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