Im Berliner Gründerzeitstadtteil Prenzlauer Berg stellten sich Bewohner:innen und Fachleute in den 1980er Jahren immer drängender die Frage, ob und wie die historische Babauung erhalten werden soll oder ob sie, wie an anderen Orten der DDR zu dem Zeitpunkt in Umsetzung, durch Neubauten in postmodernisierten Plattenbauten ersetzt werden sollen. In der regen Debatte kam es lokal zu Konflikten, Beteiligungsformen und erstaunlichen Erfolgen für zivilgesellschaftliche Gruppen, die für die DDR bemerkenswert waren. Insbesondere in die Rykestraße lassen sich diese exemplarisch aufzeigen und nachvollziehen.
Am 9. und 10.4.2026 laden das IRS Erkner und das Museum Pankow daher zur Tagung „Stadterneuerung im Konflikt. Rykestraße und Prenzlauer Berg zwischen Abriss und Erhalt in der späten DDR“ in das Museum Pankow ein. Zu Beginn wird Dr. des. Kathrin Meißner von der Bauhaus-Universität Weimar am 9.4.2026 in einem Vortrag ihre Dissertation über Planungskonflikte zur Stadterneuerung in Prenzlauer Berg in den 1980ern vorstellen. Am 10.4.2026 kommen dann damals Beteiligte aus verschiedenen Planungsbereichen sowie der Bürgerinitiative Rykestraße zu Wort und miteinander ins Gespräch. Es moderieren Dr. Kai Drewes und Dr. Harald Engler vom IRS Erkner. Um Anmeldung wird gebeten. (pk, 13.3.26)

Vorschlag zur Umgestaltung der Rykestraße aus einem Entwurfsseminar am Bauhaus Dessau, Mai 1988 (Quelle: IRS Erkner, Wissenschaftliche Sammlung)
