Gute Bücher kosten Geld, nicht nur beim Kauf im Fachhandel, sondern ebenso in der Herstellung. Geld, das Geisteswissenschaftler:innen selten alleine auftreiben können, um den Druckkostenzuschuss an den Verlag zu zahlen. Daher sammelt der Politikwissenschaftler Sen.-Prof. Dr. habil. Max Welch Guerra, seit 2003 Universitätsprofessor für Raumplanung und Raumforschung an der Bauhaus-Universität Weimar, auf dem Portal Kickstarter Unterstützung für sein Buchprojekt, das 2025 bei DOM Publishers herausgegeben werden soll. Thema ist der Städtebau im Nationalsozialismus.

Damit markiert das Buch gleich zwei Jahrestage – es erscheint 80 Jahre nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Und vor 25 Jahren hatte eine Forscher:innengruppe um den deutschen Städteplaner Harald Bodenschatz sich vorgenommen, den Städtebau in diktatorischen Systemen in den Blick zu nehmen. Erschienen sind seitdem Publikationen zur Sowjetunion unter Stalin, zu Italien unter Mussolini, Portugal unter Salazar und Spanien unter Franco. Nun soll das neue Buch sich um Deutschland unter Hitler und den Nationalsozialist:innen drehen. Das Besondere am Buchprojekt wird sein, dass Wissenschaftler:innen aus drei Generationen, aus verschiedenen Disziplinen und Ländern das nationalsozialistische Bauen nicht auf einzelne Monumentalarchitektur reduzieren, sondern es räumlich entfalten. Geplant sind entsprechend zwei Ausgaben, eine in Englisch und eine in Deutsch. Wer über Kickstarter Geld gibt, dem winken Dankeschöns von der Namensnennung im Buch bis zu Buchexemplaren. (kb, 18.6.24)

zum Unterstützungsaufruf geht es hier

Nürnberg, Parteitag, Zeltlager der Hitlerjugend, 1934 (Bild: historische Postkarte)

Nürnberg, Parteitag, Zeltlager der Hitlerjugend, 1934 (Bild: historische Postkarte)

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