Das Mondrian-Kleid wird 50

Mondrian-Kleid, Yves Saint Laurent (Bild: Eric Koch/Anefo (Nationaal Archief), CC BY-SA 3.0)
Das legendäre Mondrian-Kleid stellte Yves Saint Laurent 1965 der Modewelt vor (Bild: Eric Koch/Anefo (Nationaal Archief), CC BY-SA 3.0)

„Drei Löcher für die Arme und den Kopf, das ist alles“ – so soll sich der französische Unternehmer Pierre Bergé über das Mondrian-Kleid geäußert haben. Entworfen hatte es sein Lebensgefährte, der Modeschöpfer Yves Saint Laurent. Das Jersey-Minikleid mit dem strengen grafischen Muster wurde durch den niederländischen Künstler Piet Mondrian inspiriert. Alle Flächen in den Mondrianfarben Rot, Gelb und Blau wurden durch gerade schwarze Nähte verbunden.

Der fast architektonische Schnitt des Kleids – in der Fachsprache uncharmant auch „Sackkleid“ genannt – ignorierte den weiblichen Körper völlig: Er wurde zum puren „Gerüst“ für das künstlerisch angehauchte Muster. Nachdem Yves Saint Laurent seinen Entwurf 1965 in Paris vorgestellt hatte, machte er rasch Furore. Das Mondrian-Kleid schaffte es auf die Titelseiten der angesagten Gazetten wie „Elle“. Auf seiner letzten Modenschau präsentierte es Yves Saint Laurent 2002 selbst als einen seiner wegweisenden Entwürfe. Heute zeigen Museen wie das Metropolitan Museum of Art das Mondrian-Kleid als eine Schöpfung, die Modegeschichte schrieb. (kb, 27.1.15)

Neue Ordensgeschichte(n)

Sie waren den Mächtigen immer ein wenig suspekt. Auch im 20. Jahrhundert lebten Mönche und Nonnen nach ihren eigenen, teils noch mittelalterlichen Regeln. Das Institut für Theologie und Geschichte religiöser Gemeinschaften sucht noch ordensgeschichtliche Themen aus den letzten 200 Jahren. Denn vom 30. Januar bis zum 1. Februar 2015 findet die 15. Tagung des „Arbeitskreises Ordensgeschichte 19./20 Jahrhundert“ statt.

Für jedes Referat wird insgesamt eine Stunde zur Verfügung stehen, davon max. 30 Minuten für den Vortrag, die übrige Zeit für die Diskussion. Einen Schwerpunkt könnten – die Tagung 2014 fortsetzend – die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs bilden. Möglich wäre ebenso ein Blick auf das Zweite Vatikanische Konzil, das 2015 vor 50 Jahren endete. Vorschläge können bis zum 31. Oktober 2014 gesendet werden an: Prof. Dr. Johannes Schmiedel, jschmiedl@pthv.de. (kb, 24.7.14)

Fronleichnamsprozession vor St. Hedwig in Berlin (Bild: Bundesarchiv Bild 102_13518, 1932, CC BY SA 3.0)