Offenbach: City-Center wird aufgehübscht

Berichteten wir noch 2015 von der Revitalisierung des Offenbacher City-Centers durch die Initiative “Upper City Center”, so sieht es heute für das ehemalige Einkaufszentrum schon wieder ganz anders aus. Die Investoren Michael Dietrich und René Rudolph, die der WasE-Firmengruppe angehören, wollen das City-Center kernsanieren, um zwei Etagen aufstocken und die Fassade erneuern. Auch die B-Ebene, eine hochgelegte Fußgängerzone, die im zweiten Geschoss an das City-Center anschließt und 2004 bereits teilweise abgerissen wurde, soll nun vollends verschwinden.

Das City-Center entstand in den 1970er Jahren im Zuge der Entwicklung des Offenbacher Marktplatzes durch Investor Karl-Heinz Reese. Mit den vier “hohen C” sollte er Offenbach zu Ansehen verhelfen: Offenbach-Center, Berlin-Center, Park-Center (zuletzt als Toys-R-Us bekannt) und City-Center. Doch die Gebäude konnten nie die hohen Erwartungen erfüllen. Das Offenbach-Center wurde bereits Anfang der 2000er Jahre durch den City-Tower ersetzt, das Berlin-Center im gleichen Zeitraum grunderneuert. Rund 20 Jahre später sind nun auch die letzten beiden “C” an der Reihe. Der Abbruch des “größten Balkons Offenbachs” hat bereits begonnen. (re, 12.7.21)

Offenbach, City-Center 2015 (Bild: Daniel Bartetzko)

Die wilden 70er in Oldenburg

Eine Sonderausstellung des Landesmuseums in Oldenburg nimmt die bunten Jahre in den Blick: „Demo, Derrick, Discofieber“ widmet sich den Jahren 1970 bis 1980 in der Bundesrepublik. Der Fokus ist breit gewählt – neben Politik, Kunst und Popkultur stehen auch Design, Alltagsgeschichte und Mode auf dem Programm. Die Schau ist bis zum 20. März 2016 im Oldenburger Schloss (Schlossplatz 1, 26122 Oldenburg) zu sehen.

Das breite thematische Spektrum wird mit einer entsprechenden Vielfalt an Exponaten abgedeckt. Viele davon stammen von privaten Leihgebern. Das Oldenburger Schloss wurde für die Ausstellung zur Seventies-Wunderkammer umfunktioniert und zeigt unter anderem zeittypische Kleidung, Hausrat, Technik, Spielzeug und Plakate. Den Auftakt bildet ein raumgroßer Setzkasten mit Design-Ikonen der Siebziger. Ein „Catwalk“ widmet sich der schrillen Mode des Jahrzehnts: Hot-Pants, Plateauschuhe, Hippie-Kleider und Folkloregewänder. Erinnerungen wird bei manchem auch das stilechte Jugendzimmer wecken, das mit Mustertapete und Flokati-Teppich aufwartet. Als besondere Highlights erwarten den Besucher Requisiten aus dem Bond-Film „Moonraker“ und Designobjekte des legendären Luigi Colani. (jr, 30.11.15)

Der Weltraum-Look war in der 70ern der letzte Schrei (Bild: Landesmusem Oldenburg, Sven Adelaide)