Andrea Palladio für Kinder

Um die Geschichte der Architektur – nicht zuletzt auch ihren Weg zur Moderne – zu verstehen, ist ein Blick in die Vergangenheit unabdingbar. Und um etwas über Architektur zu lernen, ist es eigentlich nie zu früh: Der Frankfurter Antaeus-Verlag startet seine neue Kinderbuchreihe „Architekten Kennen Lernen“ mit einem Band über den italienischen Renaissance-Baumeister Andrea Palladio (1508-1580). „Auf der Suche nach der idealen Villa“ erzählt aus Leben und Werk des Architekten; von seinen Anfängen als Steinmetz, den Reisen nach Rom, dem Bau des Stadthauses von Vicenza – der Basilica Palladiana – bis zu ebenjener „idealen Villa“: der Villa Almerico (1569), die heute als „La Rotonda“ weltberühmt ist.

Die lebendigen, leicht verständlichen Texte von Arne Winkelmann werden kongenial ergänzt durch die Illustrationen von Hauke Kock. Und schließlich gibt es zum Buch noch eine begleitende Hörspiel-CD. Der Palladio-Band hat 36 Seiten (Hardcover) und ist für Kinder ab 10 Jahren gedacht. Erhältlich ist er für 19,80 Euro im Buchhandel oder direkt beim Antaeus-Verlag. moderneREGIONAL hofft, dass diese Reihe so erfolgreich wird, dass sie irgendwann auch in der Spätmoderne ankommt. Wir hätten da ein paar Architekten-Vorschläge … (db, 30.1.18)

Andrea Palladio: „La Rotonda“ (Bild: Stefan Bauer, CC BY SA 2.5)

Eero Saarinens Industriebauten

Dass ein stilvoller öffentlicher Auftritt auch in Forschung und Entwicklung eine gewaltige Rolle spielen kann, haben die Amerikaner schon früh entdeckt. Großkonzerne ließen sich Ihre Zentralen und Funktionsbauten gerne von namhaften Architekten entwerfen – und wer besonders großes Augenmerk aufs Image legte, der beauftragte Eero Saarinen. Der gebürtige Finne war einer der renommiertesten Architekten der USA und zeichnete Verantwortlich unter anderem verantwortlich für Gebäude von General Motors in Warren/Michigan (1948-1955) und Deere & Company in Moline/Illinois (1959-63).

Ein neues Buch aus dem Antaeus-Verlag befasst sich nun mit den größten Industrieprojekten Saarinens: Zwischen 1948 und seinem Todesjahr 1961 war er für vier der größten Forschungs- und Entwicklungszentren der USA verantwortlich. Anhand eingehender Analysen und bisher unveröffentlichtem Plan- und Fotomaterial werden in der Publikation „Eero Saarinen. Bauten für Industrie und Handel: General Motors, IBM, Bell, Deere“  die Großprojekte als hervorragende baukünstlerische Leistungen gewürdigt. (db, 11.1.16)

Horst E. und Ingelore K. Ehlers, Eero Saarinen. Bauten für Industrie und Handel. General Motors, IBM, Bell, Deere, Antaeus-Verlag, Frankfurt am Main 2015, 144 Seiten, 30 x 23,5 cm, Hardcover, ISBN 978-3-9810809-5-7.

Amerika, Du hast es besser: Hier entwarf Eero Saarinen große Forschungs- und Industriezentren (Bild: Antaeus-Verlag)