Emil Otto Hoppé – Unveiling a Secret

Emil Otto Hoppé – Unveiling a Secret

Emil Otto Hoppé: The Sydney Harbour Bridge Under Construction, Sydney from North Sydney, 1930 (© 2017 Curatorial Assistance, Inc./E. O. Hoppé Estate Collection)
Emil Otto Hoppé: The Sydney Harbour Bridge Under Construction, 1930 (© 2017 Curatorial Assistance, Inc./E. O. Hoppé Estate Collection)

Der geborene Münchner Emil Otto Hoppé (1878-1972) eröffnete 1907 in London sein erstes Fotostudio und etablierte sich rasch auf dem Gebiet des Portraits und der topografischen Darstellung. Insbesondere in den 1920er und 1930er Jahren reiste Hoppé durch Europa und Übersee, wo er sehr erfolgreiche Reisebücher erarbeitete. Das Thema der Industrie, worauf sich die Ausstellung „Unveiling a Secret“ konzentriert, nimmt im Gesamtwerk von Hoppé eine zentrale Rolle ein. So erschien 1930 seine Publikation „Deutsche Arbeit“.

Hoppé sah die Industrie, ihre Produktionsformen und Mechanismen als zukunftsweisend, aber keinesfalls unkritisch an. Seine vielfach spannungsreichen Aufnahmen industrieller Architekturen in Außen- und Innenansichten, von Maschinen und denjenigen Arbeitern, die diese bedienen, führen eine prägende Zeitepoche vor Augen, deren Errungenschaften bis heute nachwirken. Mit dieser Ausstellung wird der Themenkomplex im Werk von Hoppé erstmals in der Breite vorgestellt und nach Jahrzehnten wieder in das Licht der Öffentlichkeit gerückt. Die Ausstelung – kuratiert von Urs Stahel in Zusammenarbeit mit der Fondazione MAST, Bologna und der E. O. Hoppé Estate Collection/Curatorial Assistance, California – wird vom 6. April bis 30. Juli 2017 zu sehen sein, die Vernissage wird am 5. April 2017 um 19 Uhr gefeiert. (kb, 17.3.17)

Ganz hohe Häuser

Ganz hohe Häuser

Die badische Wohnwand: Stefan Brückner portraitiert die ganz großen Häuser - zur Zeit kann man die Bilder in Bielefeld sehen (Bild: Stefan Brückner)
Die badische Wohnwand: Stefan Brückner portraitiert die ganz großen Häuser – zurzeit kann man die Bilder in Bielefeld sehen (Bild: Stefan Brückner)

Schön oder nicht schön? Wem gefallen Hochhaus-Kolosse, in denen der Mensch als Individuum verschwindet? Haben Architekten und Stadtplaner überhaupt den Auftrag, für Schönheit und Gefallen zu sorgen? Das Kulturamt Bielefeld widmet sich unter anderem diesen Fragen noch bis zum 5. Februar 2016 in der Kommunalen Galerie (Kavalleriestraße 17, 33602 Bielefeld) bei der Präsentation der Fotoausstellung „High Rise“.

Der Bielefelder Fotograf Stefan Brückner trägt mit seinen Fotos zu einem bewussten Blick auf die Hochhaus-Architektur der 1960er und 70er Jahre bei. Durch die Ausstellung seiner Fotos wird ein Diskussionsprozess eröffnet, der im Rahmen einer Sonderveranstaltung am 13. Januar 2016 in einem Vortrag und einer Podiumsdiskussion von Architektur- und Fotoexperten vertieft werden soll. (db, 24.11.15)

Dialoge. Fotografien von Hélène Binet

Dialoge. Fotografien von Hélène Binet

LevCorbusier, Kloster Sainte Marie de la Tourette, Eveux/Frankreich (© Hélène Binet, 2002)
Le Corbusier, Kloster Sainte Marie de la Tourette, Eveux/Frankreich (© Hélène Binet, 2002)

Die international tätige Fotografin Hélène Binet (* 1959) hält seit nunmehr 25 Jahren das architektonische Werk weltweit bekannter Architekten mit der Kamera fest:  Le Corbusier bis Peter Zumthor, von Ludwig Leo bis Zaha Hadid. Ihre Fotografien, vorwiegend schwarz-weiß, bestechen durch ihre präzise Licht- und Schatteneffekte im Raum. Binet arbeitet Strukturen und Material, Formen und Geometrien als etwas gänzlich Eigenständiges heraus. Damit entstehen Motive, die über eine pure Architektur-Abbildung weit hinausgehen.

In seiner aktuellen Ausstellung „Dialoge. Fotografien von Hélène Binet“ stellt das Berliner Bauhaus Archiv (Klingelhöferstraße 14, 10785 Berlin) Aufnahmen unterschiedlicher Bauten berühmter Architekten einander gegenüber – oder kontrastiert sie mit Landschaftsaufnahmen. Diese Dialoge heben das Besondere der jeweiligen Architektur hervor und eröffnen dem Betrachter zugleich vielschichtige Assoziationsmöglichkeiten. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Accademia di architettura in Mendrisio, Schweiz. Wegen des großen Interesses wurde die Ausstellung jetzt bis zum 26. Oktober 2015 verlängert. (kb, 11.9.15)