Mackintosh Architecture

Charles Rennie Mackintosh (1868–1928) wird von den einen als vielseitiger Jugendstildesigner, von den anderen als außergewöhnlicher Künstlerarchitekt gefeiert. Doch erst ein Blick auf seine Laufbahn als Architekt, seine unverwirklicht gebliebenen Bauprojekte und seinen innenarchitektonischen Designs erschließen den ganzen Reichtum seines Schaffens. Im Glasgower Museum The Hunterian präsentiert die Ausstellung „Mackintosh Architecture: Context, Making and Meaning“ bis zum 4. Januar 2015 die Ergebnisse eines jahrelangen Forschungsprojekt.

Diese erste umfassende Schau zu seinem architektonischen Werk zeigt über 80 – teils noch unbekannte – Architekturzeichnungen, seltenes Archivmaterial sowie eigens erstellte Modelle und Filme.‌‌ Ziel der Ausstellung ist es, ein umfassendes Bild von Mackintosh zu vermitteln. Dargestellt wird das Umfeld seines Schaffens: das Büro John Honeyman & Keppie/Honeyman, Keppie & Mackintosh, das Netzwerk von Kunden, Vertragspartnern und Unterstützern. Gekrönt wird die Ausstellung durch einige Highlights aus dem Design für den häuslichen Gebrauch. (kb, 29.8.14)

Uhr von Charles Rennie Mackintosh aus dem Jahr 1917 (Bil: dalbera)
Uhr von Charles Rennie Mackintosh aus dem Jahr 1917 (Bil: dalbera)

Uhrendesign von C. R. Mackintosh aus dem Jahr 1917 (Bild: dalbera)

Mission: Postmodern

Heinrich Klotz, Gründer des Deutschen Architekturmusuems Frankfurt (Bild: F. van Arkel, 1988)
Der Kunsthistoriker Heinrich Klotz gründete 1984 das Deutsche Architekturmusuem Frankfurt/Main (Bild: F. van Arkel, 1988)

Dem Jahr 1984 widmen sich im Sommer 2014 gleich zwei Frankfurter Museen: das Museum Angewandte Kunst (MAK) und das Deutsche Architekturmuseum (DAM). Denn das DAM würdigt zu seinem 30-jährigen Jubiläum den Kunsthistoriker und Architekturtheoretiker Heinrich Klotz, der die Institution am Museumsufer 1984 gründete. Vom 10. Mai bis zum 19. Oktober 2014 präsentiert die Ausstellung „Mission: Postmodern. Heinrich Klotz und die Wunderkammer des DAM“ erstmals die Tagebuchaufzeichnungen von Klotz. Seine Tonbandaufnahmen vermitteln nicht allein einen Einblick in den Aufbau des ersten Architekturmuseums weltweit.

Darüber hinaus stand Klotz in Kontakt mit Architekturgrößen wie Hans Hollein, Rem Koolhaas, Richard Meier oder Robert Venturi. Eine „Wunderkammer“ versammelt nun die wichtigsten Werke, die Klotz bis 1989 für das DAM erworben hat: darunter ein Ölgemälde von Martin Kippenberger, eine Collage von Christo, weitere Zeichnungen, Modelle, Fotos u. v. m. So erschließt sich dem Besucher zugleich die damalige – von Zitaten und Ironie getragene – postmoderne Ausstellungspräsentation des Architekturmuseums. Begleitend lädt das DAM am 31. Mai 2014 zu einem wissenschaftlichen Symposion mit „Geburtstagsfeier“ ein. Stadtführungen zeigen die postmoderne Seite der Mainmetropole. Und zum 11. Juni 2014 will das MAK seine Ausstellung zur (Pop-)Kultur des Jahres 1984 eröffnen. (5.5.14)

Der Kunsthistoriker Heinrich Klotz gründete 1984 das Deutsche Architekturmusuem Frankfurt/Main (Bild: F. van Arkel, 1988)

Playboy Architektur

In den ersten Nachkriegsjahrzehnten konnte der interessierte Leser im „Playboy“ mehr entdecken als nackte Tatsachen. Immer wieder berichtete das amerikanische Herren-Magazin ausführlich über die neuesten Strömungen in Design und Baukunst. Über diese einzigartige Vermittlerrolle informiert die Ausstellung „Playboy Architektur 1953-1979“ der Kuratorin Beatriz Colomina in Kooperation mit der Princeton University und dem Bureau Europa. Nach Maastricht und Rotterdam ist die umfassende Präsentation noch bis zum 20. April 2014 im Frankfurter Architekturmuseum zu sehen. (8.4.14)

Tulip-Chair vom E. Saarinen im Playboy vom Dezember 1964 (Bild: Playboy Enterprises International, Inc.)