Garbsen goes „Generation Beton“

Garbsen goes „Generation Beton“

Garbsen, "Auf der Horst", 1960er Jahre (Bild: Stadtarchiv Garbsen)
Kindheit zu Aufbauzeiten: maßstäbliche dreistöckige Plattenbauten in Garbsen „Auf der Horst“ Mitte der 1960er Jahre (Bild: Stadtarchiv Garbsen)

Unser Fotowettbewerb „Generation Beton“ – suchen Sie das beste Foto Ihrer Kindheit vor einem modernen Bauwerk und stellen es heute nach – hat jetzt einen Spinn-off: In Garbsen stellt das Stadtarchiv historische Aufnahmen des dortigen 1960er-Jahre-Neubauviertels „Auf der Horst“ zur Verfügung.

Dafür haben wir eine Ausnahme gemacht: Normalerweise sind bei unserem Fotowettbewerb „Generation Beton“ nur eigene private Aufnahmen erlaubt. Für Garbsen können heutige Bewohner die Szenen ihrer Aufbaugeneration nachstellen. Hintergrund ist unser entstehendes Themenheft, das zum 15. August 2016 erschienen wird. Unter dem Motto „Spacedesign“ sind wir hier auf einen Stadtrundgang durch das dortige „Planetenviertel“, dessen Straßen nach den Gestirnen benannt wurden. Für die Hobbyfotografen in Garbsen und darüber hinaus bleibt es dabei: Am 15. August 2016 ist Einsendeschluss für die Lichtbilder, dann werden wir die schönsten Aufnahmen auswählen – und es gibt Preise, Preise, Preise … (db, 10.7.16)

Interesse? Historische Aufnahmen von Garbsen zum Nachstellen gibt es unter stadtarchiv@garbsen.de, alle Einsendungen bitte bis zum 15. August 2016 an: herausgeberinnen@moderne-regional.de., alle Informationen zum Wettbewerb gibt es bei uns. Als Preise locken drei Designkissen nach Architekturmotiven sowie fünf Buchpreise zur Architekturmoderne.

Betonpreis für TU Chemnitz

Gestiftet wurde die Auszeichnung 1974, als der moderne Baustoff Beton Vielen grau und unmenschlich erschien. Im Jahr 2014 wurde der Architekturpreis Beton nun – durch das InformationsZentrum Beton in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten – zum 19. Mal verliehen. Unter den Preisträgern findet sich der Umbau des Adolf-Ferdinand-Weinhold-Baus der TU Chemnitz. Errichtet wurde der 170 Meter lange Riegel 1970 durch den Dresdener VEB Iproplan. Im Oktober 2013 schlossen die Münchener Burger Rudacs Architekten den Umbau zu Gesamtkosten von rund 55,25 Millionen Euro ab.

“Mit seinen schwer aufeinander lagernden, plastisch ausgebildeten Betonkörpern”, so die Jurybegründung, “wirkt das Instituts- und Forschungsgebäude der TU Chemnitz fast wie ein Neubau.” Hierfür wurden der Zwischenbau – ehemals Teilbibliothek für Elektrotechnik – niedergelegt, der Hauptbau um zwei Geschosse reduziert und die charakteristischen Sonnenblenden der Fassade entfernt. Im Gegenzug verkleidete man den erneuerten Riegel mit Sandwich-Betonelementen in verschiedenen Grautönen und ergänzte ein Eingangsbauwerk sowie Fluchttreppenhäuser. Die Preisverleihung findet am 10. September 2014 in Duisburg statt. (kb, 18.6.14)

Der Chemnitzer Adolf-Ferdinand-Weinhold-Bau wurde 2013 umgebaut (Bild: Frank Schettler/TU Chemnitz)