Im/Mobil

Will man sich als wahrer Connaisseur zu erkennen geben, sagt man nicht “Fahrstuhl” (also ob Möbelstücke außerhalb von Loriot-Filmen in die Höhe steigen könnten), sondern “Aufzug”. Denn es gibt sie, die Expert:innen, die sich – völlig zu Recht – intensiv mit der Geschichte der technischen Anlagen beschäftigten, die Menschen und Güter nach oben und unten befördern können. Doch immer mehr dieser Kulturzeugnisse werden außer Dienst genommen. Die Gründe dafür reichen von Brandschutzauflagen über Sanierungsstau bis zu schlichtem Desinteresse. Doch damit droht auch eine ganze Schicht der modernen Technikgeschichte verloren zu gehen. Unter dem Titel “Im/Mobil. Aufzüge, Rolltreppen und Hebewerke” veranstalten Robin Augenstein und Frank Schmitz von der Universität Hamburg daher am 20. und 21. Mai 2022 einen Workshop. Die Tagung zielt auf eine “synthetisierende Betrachtung”, die Ästhetik und Technik gleichermaßen in den Blick nimmt und damit gerade der Denkmalpflege neue Argumentationsebenen eröffnen will.

Zu Beginn kommen auf spezielle Orte und Personen bezogene Einzelbeispiele zur Sprache wie die Fahrtreppen und Laufbänder in Frankfurt (Markus Dauss), die Rolltreppen im Wien der Nachkriegszeit (Atreju Allahverdy) oder das Band als “Technologie der Verbindung” bei Hans Scharoun (Hanna Wiemer). Die Förder- und Sortieranlagen im Postbetriebsgebäude Basel II (Anne-Catherine Schröter) und das Phänomen des Spiral Escalator (Ngoc Tram Vu) beschließen den ersten Tagungstag. Am Samstag dreht sich dann alles um die vertikale Beförderung von Automobilen (René Hartmann), Schiffen (Leo Bockelmann) und Bergwanderer:innen (Klaus Tragbar). Abschließend werden übergeordnete Aspekte in den Blick genommen, von den gestalterischen Reizen der Aufzüge (Robin Augenstein) und Paternosteranlagen (Gundula Rentrop) über die Bewegungsachsen in Manchester (Erik Wegerhoff) und in anderen Metropolen (Ines Maria-Theresa Lange) bis zur Frage der konservierbaren Anteile einer Aufzugfahrt (Jan Dumno). (kb, 9.4.22)

Im Aufzug (Bild: PD, via pixabay.com)

Im/Mobil

Will man sich als wahrer Connaisseur zu erkennen geben, sagt man nicht “Fahrstuhl” (also ob Möbelstücke außerhalb von Loriot-Filmen in die Höhe steigen könnten), sondern “Aufzug”. Denn es gibt sie, die Expert:innen, die sich – völlig zu Recht – intensiv mit der Geschichte der technischen Anlagen beschäftigten, die Menschen und Güter nach oben und unten befördern können. Doch immer mehr dieser Kulturzeugnisse werden außer Dienst genommen. Die Gründe dafür reichen von Brandschutzauflagen über Sanierungsstau bis zu schlichtem Desinteresse. Doch damit droht auch eine ganze Schicht der modernen Technikgeschichte verloren zu gehen. Unter dem Titel “Aufzüge, Rolltreppen und Hebewerke” veranstalten Robin Augenstein M. A. und Dr. Frank Schmitz von der Universität Hamburg daher am 20. November 2021 einen interdisziplinären Workshop.

Zu den vorgestellten Beiträgen zählen Fahrtreppen und Laufbänder in Frankfurt (Markus Dauss) und die Rolltreppe als Erlebnisraum im Nachkriegswien (Atreju Allahverdy). Hannah Wiemer wendet das Tagungsthema auf Hans Scharoun an, während René Hartmann zu Automobilaufzügen und automatisierten vertikalen Parksystemen referiert. Den Nachmittag eröffnet Robin Augenstein mit einem Überblick über “mobile Repräsentationsorte”, deren Erhaltungsstrategien auf dem folgenden Podium vertieft werden. In der anschließenden Sektion stehen der “Spiral Escalator” (Ngoc Tram Vu) und die Seilbahnen bzw. -stationen der Tiroler Moderne (Klaus Tragbar) im Mittelpunkt. Nicht zuletzt widmet sich Leo Bockelmann dem Thema Schiffsfahrstuhl bzw. -hebewerk und Ines Maria-Theresa Lange referiert zu vertikalen und horizontalen Bewegungsachsen in der Metropole. Veranstaltungsort der Tagung ist die Universität Hamburg (Kunstgeschichtliches Seminar, Edmund-Siemers-Allee 1, Westflügel, Raum 221). Um Anmeldung wird gebeten unter: frank.schmitz@uni-hamburg.de. Es gelten die 3G-Regeln. (kb, 13.10.21)

Aufzug (Bild: CC0, via pxhere.com)

Im/Mobil

Will man sich als wahrer Connaisseur zu erkennen geben, sagt man nicht “Fahrstuhl” (also ob Möbelstücke außerhalb von Loriot-Filmen in die Höhe steigen könnten), sondern “Aufzug”. Denn es gibt sie, die Expert:innen, die sich – völlig zu Recht – intensiv mit der Geschichte der technischen Anlagen beschäftigten, die Menschen und Güter nach oben und unten befördern können. Doch immer mehr dieser Kulturzeugnisse werden außer Dienst genommen. Die Gründe dafür reichen von Brandschutzauflagen über Sanierungsstau bis zu schlichtem Desinteresse. Doch damit droht auch eine ganze Schicht der modernen Technikgeschichte verloren zu gehen. Unter dem Titel “Aufzüge, Rolltreppen und Hebewerke” planen Robin Augenstein M. A. und Dr. Frank Schmitz von der Universität Hamburg daher am 19. und 20. November 2021 einen Workshop. Die Tagung zielt auf eine “synthetisierende Betrachtung”, die Ästhetik und Technik gleichermaßen in den Blick nimmt und damit gerade der Denkmalpflege neue Argumentationsebenen eröffnen will.

Für die Fachtagung werden noch Themen und Beiträge gesucht – für eine Redelänge von je rund 30 Minuten. Vorschläge zu Einzelfallstudien sind ebenso willkommen wie Referate zu übergreifenden und methodischen Fragestellungen zu Aufzügen, Rolltreppen und Hebewerken der Jahrzehnte zwischen 1850 und 2021. Der wissenschaftliche Nachwuchs wird von den Veranstaltern ausdrücklich dazu aufgefordert, sich zu bewerben. Sollte im November diesen Jahres eine Präsenzveranstaltung in Hamburg möglich sein, werden Reise- und Unterkunftskosten anteilig erstattet. Interessierte können ihr Exposé (von rund einer halben Seite) sowie einen kurzen Lebenslauf, zusammengefasst in einem pdf-Dokument, bis zum 31. Mai 2021 senden an: frank.schmitz@uni-hamburg.de. (kb, 19.5.21)

Im Aufzug (Bild: PD, via pixabay.com)