The Image of the Modern City

The Image of the Modern City

Brasilia under construction, 1957 (Bild: Geofoto. Arquivo Publico do Distrito Federal)
Der Bau von Brasilia aus der Luft betrachtet, 1957 (Bild: Geofoto. Arquivo Publico do Distrito Federal)

Von Brasilia bis Boston, von Bukarest bis Chandigarh – bei vielen solch großen Gesten des modernen Städtebaus klafft eine Lücke zwischen Plan und Ergebnis. In der Rückschau lässt sich zweifeln am Hoffen auf Internationalität, auf die Schaffenskraft eines einzelnen Künstlers. Manche Utopie stolperte über die schiere Größe ihres Vorhabens, über die soziale oder ökonomische Wirklichkeit des konkreten Orts.

Was blieb, war das Bild, die Ikonographie der modernen Stadt, an der wir uns bei Planungsprozessen bis heute abarbeiten. Diesen Themen folgt die Vorlesungsreihe „Grand Gestures. Planning, Contingency & the Image of the Modern City I“ bis zum 30. Mai 2016 im Beseler eikones Forum (Rheinsprung 11, 4051 Basel). Diesem Thema wird sich im Schnitt alle 14 Tage um 18:15 Uhr ein Vortrag widmen: 4. April, Adrian Lahoud, „Fallen Cities: Architecture and Reconstruction“; 25. April 2016, Sarah Nichols, „Sonnenberg: Dark Days Ahead“; 9. Mai 2016, Kenny Cupers, „Le Corbusier and the Banlieues“; 24. Mai 2016, 20:00 Uhr (!), Keller Easterling, „Extrastatecraft“; 30. Mai 2016, Michael Kubo, „Speculation and Spectacle: Oil and Modernization in Kuwait“. (kb, 19.3.16)

Fritz Haller

Fritz Haller. Architekt und Forscher

Fritz Haller (Bild: Schweizerisches Architekturmuseum Basel)
Der Schweizer Architekt Fritz Haller wurde durch seine Baukasten- und Installationssysteme bekannt (Bild: Schweizerisches Architekturmuseum Basel)

Mini, Midi, Maxi – was nach der neuesten Rocklänge der 1960er Jahre klingt, war ein Baukastensystem aus eben jenem Jahrzehnt. Erfunden hat es der Architekt Fritz Haller (1924-2012), dem das Schweizerische Architekturmuseum Basel (SAM) vom 17. Mai bis zum 24. August 2014 eine Ausstellung widmet. Unter dem Titel „Fritz Haller. Architekt und Forscher“ gibt das SAM damit erstmals einen Überblick über Hallers wichtigste Projekte von der frühen Nachkriegszeit bis in die späten 1990er Jahre. Als Vertreter der sog. Solothurner Schule machte sich Haller über die Grenzen der Schweiz hinaus einen Namen.

Nachdem er zunächst mit Geometriemodellen experimentiert hatte, gelangte Haller in den frühen 1960er Jahren zu seinen berühmten Baukasten- und Installationssystemen MINI, MIDI und MAXI, die auch von anderen Architekten übernommen wurden. Mit der Firma USM entwickelte er zudem das erweiterbare Möbelsystem „USM Haller“, das seit 2000 im Museum of Modern Art in New York gezeigt wird. Begleitend zur Baseler Ausstellung, die am 16. Mai 2014 mit einer Vernissage eröffnet wird, finden Führungen, Exkursionen und am 16. August 2014 eine Konferenz zum Thema statt.