Haus Schminke wird saniert

Im sächsischen Löbau findet sich eines der bedeutendsten Zeugnisse der klassischen Moderne: die Villa des Fabrikanten Fritz Schminke, die 1932/33 nach Plänen Hans Scharouns errichtet wurde. Das als Haus Schminke bekannte Bauwerk steht exemplarisch für die organische Architektur, die nicht nur Scharoun begeisterte. Im Jahr 2000 wurde der Bau nach denkmalgerechter Restaurierung der Öffentlichkeit als Museumshaus zugänglich gemacht. Heute zählt es mit dem Haus Le Corbusier in Stuttgart, der Villa Tugendhat in Brünn oder der Maison Jean Prouvé in Nancy zu den bekanntesten Musterhäusern der Moderne. Vor dem Bauhausjubiläum im Jahr 2019 soll die Villa noch einmal umfassend saniert werden.

Die Arbeiten konzentrieren sich auf Dach und Fassade des Baudenkmals. Die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Land Sachsen geförderte Maßnahme wird voraussichtlich 230 000 Euro kosten. Der Besuch des Hauses ist während der Sanierung nur eingeschränkt und nach Voranmeldung möglich, es soll jedoch einige Baustellenführungen geben. Der Abschluss der Arbeiten ist für August diesen Jahres geplant, so dass Haus Schminke 2019 dem erwarteten Besucheransturm frisch saniert entgegentreten kann. (jr, 23.3.18)

Haus Schminke, Löbau (Bild: Michael Sander, CC By SA 3.0)

bauhaus100 legt los

bauhaus100 legt los

Bauhäusler am Strand (Bild: Irene Bayer oder Marianne Brandt, 1926-27. Bauhaus-Archiv Berlin)
Bauhäusler am Strand (Bild: Irene Bayer oder Marianne Brandt, 1926-27. Bauhaus-Archiv Berlin)

Das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses, das 2019 ansteht, bestimmt schon seit Monaten die Tagungen und Medien. Jetzt geht es auch offiziell los: Die Geschäftsstelle von „bauhaus100“ wurde am 13. Juli in Weimar eröffnet. Damit wurden auch die Personen vorgestellt, die das Jubiläum steuern sollen: Dr. Sven Sappelt und Christian Bodach stehen künftig für die Programmleitung und zentrale Koordination. Für die Aktionen in Thüringen wird Andrea Dietrich verantwortlich sein.

In Weimar 1919 gegründet, 1925 nach Dessau umgezogen und 1933 in Berlin unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen, bestand die Hochschule für Gestaltung nur 14 Jahre. Doch in dieser kurzen Zeit entstanden Ideen und Netzwerke, die über Lehrer und Schüler des Bauhauses bis hinein in die Vereinigten Staaten, nach China, Israel, Japan, Mexiko und in die Schweiz ihre Wirkung entfalteten. Zum 100. Gründungsjubiläum sollen Geschichte(n) und Gegenwart des Bauhauses, seine Ideen, Werke und Wirkungen mit einem breit gefächerten Programm auf vielfältige Art und Weise vermittelt werden. Unter dem Motto „Die Welt neu denken“ will „bauhaus100“ in ganz Deutschland mit vielen regionalen, nationalen und internationalen Partnern „Impulse für die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen der Gestaltung und des Zusammenlebens geben“. (kb, 19.7.16)