Mülheim: Im Inneren des Betons

In Köln führt die Mülheimer Brücke über den Rhein, den Weg zu ihr ebnet rechtsrheinisch eine Rampe. Seit 1929. Doch diese Stahlbetonkonstruktion wird hier nicht mehr lange stehen, denn sie soll mit der Generalsanierung der Brücke abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Als Grund wird u. a. die Lochfraßkorrosion im Stahl angegeben. Zudem müsse die Konstruktion heute mit sehr viel höheren Belastungen etwa durch LKWs fertig werden, als es die damaligen Planer:innen vorgesehen hatten – und dem könne sie auf Dauer nicht mehr standhalten. Über die Rampe hinaus ist auch die linksrheinische Deichbrücke zum Abriss vorgesehen. Die eigentliche Hängebrückenkonstruktion aus dem Jahr 1951 (Walter Riphahn/Fritz Leonhardt) hingegen soll erhalten und instandgesetzt werden. Mit einer Streckensperrung müssen die Kölner:innen erst 2024 rechnen, 2026 will man mit den Arbeiten zum Abschluss gekommen sein.

Vor dem Abriss konnte sich interessierte Bürger:innen am 11. Juni 2022 noch einmal im Inneren der bestehenden Rampe umsehen. Unter ihnen war auch Raimond Spekking mit der Kamera unterwegs, um diese bald historischen Eindrücke festzuhalten. Seine Fotografien zeigen die über die Jahrzehnte hinweg erfolgten, verstärkenden Konstruktionen ebenso wie die wachsenden Schäden am Bestand. Als überzeugter Wikipedianer hat Spekking 53 seiner Aufnahmen unter Wikimedia Commons zur Verfügung gestellt. Damit sind sie nicht nur verlässlich auf lange Zeit gesichert, sie können auch unter Angabe der zugehörigen Creative Commons (CC BY SA 4.0) und des Bildnachweises (© Raimond Spekking) in Online-Formaten wie dem unsrigen genutzt werden. (kb, 13.6.22)

Alle Abbildungen: Köln, Rundgang durch das Innere der rechtsrheinischen Rampe der Mülheimer Brücke (Bild: © Raimond Spekking, CC BY SA 4.0, via Wikimedia Commons, 2022)