Schlagwort: Call for papers

Warum wird Architektur umgebaut?

Hannover, Kröpcke, Baustelle, 2011 (Bild: Landeshauptstadt Hannover)
Umbau im laufenden Betrieb: „Neugestaltung“ des Kröpcke-Centers in Hannover (Bild: Landeshauptstadt Hannover)

Umgebaut wird, seit gebaut wird – doch vor allem die Architektur der Moderne ist gerade akut von diesem immer rascher wiederkehrenden (gefühlten oder faktischen) Veränderungsdruck betroffen. Zum Thema „Umbau“ veranstaltet das DFG-Graduiertenkolleg 1913 „Kulturelle und technische Werte historischer Bauten“ vom 17. bis zum 18. März 2017 eine epochenübergreifende Tagung.

Zum einen spiegelt Architektur die gesellschaftspolitischen, ästhetischen und stilistischen Vorstellungen ihrer Zeit, dementsprechend wandeln sich die Ansprüche an Architektur mit einer veränderten weltanschaulichen Haltung. Zum anderen können sich auch Funktionsbedürfnisse wandeln und mit ihnen die dazugehörigen Bauwerke. Für die geplante Tagung werden unter dem Titel „Umbauten: Funktionswandel und weltanschauliche Anpassung“ noch Beiträge aus den Fachbereichen der Archäologie, Baugeschichte und Bauforschung, Denkmalpflege, Kunstgeschichte und benachbarten Disziplinen gesucht, die sich über die beschreibendende Analyse von Bauphasen hinaus mit dem Thema des Umbaus befassen. Eingeladen sind alle Studierenden im Master‐ oder Promotionsstudium sowie Post‐Docs, die ihr Forschungsprojekt mit Bezug zum Tagungsthema in einem 20-minütigem Vortrag vorstellen wollen. Sie können ihr Exposé (2.000 bis 3.000 Zeichen) und einen Kurzlebenslauf bis zum 1. November 2016 senden an: elke.richter@b‐tu.de oder anke.bluemm@b‐tu.de. (ps, 6.10.16)

Gesucht: Moderne Erinnerungsorte

Hannover, EXPO-Gelände (Bild: Harald Bischoff, GFDL oder CC BY SA 3.0)
Erinnern Sie sich noch an die EXPO? Dann erinnern Sie sich bestimmt auch noch an dieses „größte freitragende Holzdach der Welt“, das 2000 zum Wahrzeichen der Weltausstellung wurde und das Potenzial zu einem künftigen Denkmal birgt (Bild: Harald Bischoff, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Erinnerungen sind flüchtig, aber sie machen sich gerne an etwas fest. Für die Geschichtswissenschaft sind „Erinnerungsorte“ die Bezugspunkte in der gemeinsamen Identität einer Gruppe. Immer wieder sind es auch Gebäude, die im kollektiven Gedächtnis eine zentrale Rolle spielen. Und immer häufiger sind es Orte des 19. und 20. Jahrhunderts, der beginnenden und andauernden Moderne, denen mit den Jahren eine solche Rolle zuwächst.

„Erinnerungsorte von Niedersachsen und Bremen“ sind daher auch das Thema der Frühjahrstagung des Arbeitskreises für die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, die am 23. April 2016 in Hannover stattfinden wird. Bis zum 14. Februar können dafür noch Vorschläge für einen 20-minütigen Vortrag eingereicht werden bei: Dr. Wolfgang Brandes, stadtarchiv@badfallingbostel.de. Die Bewerbungen werden erbeten in Form einer inhaltlichen Skizze (1 Seite), die durch einen kurzen Überblick zur Person der sich bewerbenden Referenten (ebenfalls 1 Seite) ergänzt wird. Eine Rückmeldung auf die erfolgreichen Bewerbungen erfolgt Anfang März 2016. (ps, 30.1.16)

Wie sah der Sozialismus aus?

Suhl, "Centrum"-Warenhaus (Bild: Bundesarchiv Bild 183-H0913-0023-001, Foto: Dieter Demme)
Suhl, „Centrum“-Warenhaus (Bild: Bundesarchiv Bild 183-H0913-0023-001, Foto: Dieter Demme, 1969)

Die Erinnerung an den Sozialismus verbindet sich heute immer stärker mit dem alltäglichen Leben. Für die Tagung „Visual Cultures of Socialism – A Comperative Approach“, die vom 18. bis zum 20. März 2015 an der Universität Hamburg stattfinden wird, sucht der Fachbereich Geschichte noch nach Vorschlägen zum Thema: Was waren die Bildwelten jenseits der offiziellen politischen Inszenierung?

Geklärt werden soll, was den Sozialismus wiedererkennbar machte: die Bilder und Dinge aus dem Alltagsleben und der Massenkultur des späten Sozialismus. Überregional vergleichend kommen hierfür die Sowjetunion und Osteuropa ebenso in den Blick wie China und Nordkorea. Der DDR und Jugoslawien wuchs als Grenz- und Mittlerländern zum Westen eine besondere Bedeutung zu. Die Konferenzsprache ist Englisch, eine Tagungspublikation ist geplant. Kurze Abstracts (bis max. eine Seite) für eine halbstündige Präsentation sowie ein kurzer Lebenslauf können bis zum 25. Juli 2014 gesendet werden an: monica.ruethers@uni-hamburg.de. (kgb, 8.7.14)

Call for Papers: „Rauf und runter“

Seligenstadt, St. Marien (Bild: D. Bartetzko)
Eine geschwungene Treppe erschließt in Seligenstadt die St. Marien-Kirche (Bild: D. Bartetzko)

Ohne sie geht gar nichts, zumindest nicht über das Erdgeschoss hinaus. Auch in der modernen Architektur ist die Treppe ein unverzichtbares, mehr als nur funktionales Bauteil. Die repräsentative Freitreppe der klassischen Moderne verkörpert ebenso wie das elegante Treppenhaus der Nachkriegszeit sprechend den Geist ihrer Bauzeit. Im 20. Jahrhundert eröffneten Gusseisen und (Stahl-)Beton für die Treppengestaltung neue Freiheiten. Und erst die Aufzugstechnik – vom Paternoster bis zum Fahrstuhl – machte den modernen Wolkenkratzer möglich.

Zum Thema „Rauf und Runter – Treppe, Fahrstuhl, Paternoster“ sucht moderneREGIONAL nach guten Fachbeiträgen. Das neue Online-Magazin veröffentlicht im Jahr vier Hefte zu verschiedenen Aspekten der Nachkriegsmoderne: von der Architektur über den Städte- und Gartenbau bis zu Design und Kunst am Bau. Über die Nachkriegsjahrzehnte hinaus schauen wir auch auf das gesamte 20. Jahrhundert. Für das kommende Themenheft sind AutorInnen aus den Fachbereichen Kunst- und Kulturgeschichte, Denkmalpflege, Architektur und Design zur Mitarbeit eingeladen.

Die Fachbeiträge werden max. 12.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen, Fußnoten werden nicht möglich sein, jedoch ausgewählte Literaturhinweise. Die Abbildungen sind zur Veröffentlichung durch die AutorInnen rechtegeklärt zur Verfügung zu stellen. Senden Sie Ihr Abstract (max. 1.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) für einen möglichen Beitrag und eine kurze Vita bis zum 31. Juli 2014 an: herausgeberInnen@moderne-regional.de.

Zwischen Wien und Kiew

Wien, Sezessionsgebäude (Bild: K. Berkemann)
Mit dem Secessionsgebäude errichtete sich die Wiener Moderne 1898 ihren eigenen Mittelpunkt (Bild: K. Berkemann)

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs führte auch in der Kunst und Literatur zu einem Epochenbruch. Während die Wiener Moderne damit ihr Ende fand, erlebte die ukrainische Kultur eine Wiedergeburt. Vom 20. bis 21. November 2014 findet an der Österreich-Bibliothek Kiew/Vernadskyj-Nationalbibliothek der Ukraine in Kiew die internationale Konferenz „Wiener Moderne/Ukrainische Avantgarde“ statt. Während die Wiener Moderne weit über die österreichisch-habsburgischen Einflusssphären hinaus wirkte, blieb die Ukrainische Avantgarde dagegen international weitgehend unbemerkt. Die Konferenz soll daher fächer- und nationenübergreifend dem wissenschaftlichen Austausch zu beiden Strömungen dienen.

Experten aus der Kunstgeschichte, Literatur-, Theater-, Musik- oder Kulturwissenschaft sind einladen, ihre aktuellen Forschungen zu präsentieren und über Anknüpfungspunkte zu diskutieren. Geplant sind jeweils 30-minütige Vorträge in deutscher, ukrainischer, russischer oder englischer Sprache. Abstracts (max. 350 Worte in Deutsch, Englisch, Russisch oder Ukrainisch) und eine kurze Information zur Person (max. 150 Worte) können bis zum 31. Juli 2014 gesendet werden an: abstract@ukrainische-avantgarde.org. Benachrichtigungen erfolgen bis zum 15. August 2014, ein Tagungsband ist geplant. (kgb, 14.6.14)