Soziale Stadtentwicklung Hamburg

Soziale Stadtentwicklung Hamburg

Hamburg, City-Hof (Bild: ahjepbah, CC BY-SA 3.0)
Noch ein Anlauf zur Rettung: Hamburg, City-Hof (Bild: ahjepbah, CC BY SA 3.0)

Rund 130 Teilnehmer kamen im Januar in Hamburg zusammen, um unter dem Motto „Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof – Bevor der Zug abgefahren ist!“ zu diskutieren. Vertreter des Bündnisses wie von sozialen Einrichtungen wie Caritasverband, dem Straßenmagazin „Hinz & Kunzt“ sowie Denkmalrat, fux e. G. und Mieterverein Hamburg machten deutlich, wie wichtig öffentliche Gebäude für soziale Einrichtungen in der City und insbesondere die vier Hochhäuser des Cityhofs am Klosterwall sind.

Die Forderungen des Bündnisses: Kein Verkauf des städtischen Geländes. Kein Abriss des Cityhofs. Umnutzung der ehemaligen Hörgeschädigten-Schule und des City-Hofs vorrangig für soziale Zwecke. In den kommenden Monaten soll noch einmal eine Kampagne zum Thema gestartet werden. Dafür wird zu einer Aktionsberatung am Donnerstag, den 23. Februar um 18.30 Uhr, in die HafenCity Universität (Überseeallee 16, 20457 Hamburg), eingeladen. Geplant ist, Aktionsvorschläge für die Kampagne zu diskutieren und vorzubereiten – verbunden mit der Aufforderung an den Senat, Abstand von Verkaufs- und Abrissplänen. Zum „Bündnis Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof“ zählen unter anderem: City-Hof e.V.; Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V.; Stadtteilinitiative Münzviertel; Gängeviertel e.V.; AStA der HafenCity Universität Hamburg; Berufsverband bildender Künstlerinnen und Künstler Hamburg e.V.; fux eG; Netzwerk „Recht auf Stadt“ Hamburg. Pressekontakt: Marco Alexander Hosemann (City-Hof e.V.), info@city-hof.org, 0172/5850666; Michael Joho (Einwohnerverein St. Georg), MichaJoho@aol.com, 0160/91481027. (db, 11.2.17)

Der (un)menschliche Maßstab

Der (un)menschliche Maßstab

Hamburg, City-Hof-Häuser (Bild: Ajepbah/wikimedia commons, Lizenz CC-BY-SA-3.0_DE)
Das ehemals strahlend weiß verkleidete Hochhausensemble beim Hauptbahnhof: die Hamburger City-Hof-Häuser (Bild: Ajepbah/wikimedia commons, Lizenz CC-BY-SA-3.0.de)

Immer noch wird um die Hamburger City-Hof-Häuser gerungen. Jüngst hatte sich sogar die ICOMOS – vor dem Hintergrund des laufenden Antrags auf UNESCO-Weltkulturerbe für das nahe Kontorhausviertel – für das 1957 von Rudolf Klophaus gestaltete Hochhausensemble stark gemacht: Mit der „ästhetischen Rehabilitierung“ (gedacht ist an die Wiederherstellung der ehemals weißen Fassadenverkleidung) des City-Hofs könne ein positives Signal in der Eingangssituation zur Stadt und für den Welterbeantrag gesetzt werden.

Immer wieder macht die „Initiative City-Hof“ mit Veranstaltungen auf ihren Kampf aufmerksam. Zum Hamburger Architektursommer wird vom 22. bis 25. Juli 2015 ein „Dreiklang aus Ausstellung historischer Fotografien vom City-Hof, performativer Führung“ – und nicht zu vergessen der Film „The Human Scale“ von Andreas Møl Dalsgaard – unter dem Motto „Der (un)menschliche Maßstab“ aufgeboten. Für die Veranstaltung der Initiative City-Hof, cobratheater.cobra und Flexibles Flimmern im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2015  (jeweils ab 17:30 Uhr, mit dazu passenden Speisen und Getränken, Eintrittspreis 10 Euro) werden noch Reservierungen entgegengenommen: reservierungen@flexiblesflimmern.de. (kb, 25.6.15)

ICOMOS: Paukenschlag für den City-Hof

ICOMOS: Paukenschlag für den City-Hof

Der Hamburger Cityhof: einst strahlend weiß, heute grau verblendet (Bild: Ajepbah)
Der City-Hof: einst ein strahlend weißer Neuaufbruch im Nachkriegshamburg, seit den 1970er Jahren grau verblendet (Bild: Ajepbah)

Die Hamburger „Initiative City-Hof“, die sich für das bedrohte Hochhausensemble am Hauptbahnhof einsetzt, spricht von einem „Paukenschlag“. Gemeint ist der Offene Brief, den das Deutsche Nationalkomitee von ICOMOS sowie der Bund Heimat und Umwelt heute an den Hamburger Bürgermeister richten: „Hamburg kann stolz sein auf seinen guten Ruf als internationales Zentrum der modernen Kontorhausarchitektur im 20. Jahrhundert: Die Freie und Hansestadt Hamburg sollte ihren Welterbeambitionen und Welterbekompetenzen auch in der nominierten Pufferzone und Welterbeumgebung uneingeschränkt Rechnung tragen.“

Damit beziehen sich die Unterzeichner auf den Antrag, die Speicherstadt und das Chilehaus mit Kontorhausviertel auf die UNESCO-Welterbeliste zu setzen. So käme auch den City-Hof-Häusern, die der Architekt Rudolf Klophaus – selbst mit einigen Inkunabel im Kontorhausviertel vertreten – 1956 gestaltete, ein besonderer Wert zu. Mit der „ästhetischen Rehabilitierung“ (gedacht ist an die „Wiederherstellung“ der ehemals weißen Fassadenverkleidung) des City-Hofs könne ein positives Signal in der Eingangssituation zur Stadt und für den Welterbeantrag gesetzt werden. Wer sich selbst in Bild machen möchte: Die nächste Führung durch den City-Hof gibts am 26. April 2015 um 15:00 Uhr. (kb, 16.4.15)