Buchvorstellung: Bauheft zum City-Hof

Zum 16. Februar 2015 erscheint eine neue Ausgabe der Hamburger Bauhefte im Schaff-Verlag. In der illustren, von Jörg Schilling herausgegebenen Reihe wurden schon prägende Bauten der hanseatischen Moderne behandelt – von den Esso-Häusern bis zum Brahms-Kontor. Im neuen Heft widmet sich die Architekturhistorikerin Sylvia Necker den City-Hof-Häusern. In der Nachkriegszeit bildeten sie die ersten Hochhausgruppe in Hamburgs Innenstadt: Bis 1957 wurde das Ensemble nach Entwürfen des Architekten Rudolf Klophaus (1885-1957) fertiggestellt.

Klophaus verband vier Hochhausscheiben durch Zwischenbauten. Die Fassaden wurden ursprünglich mit weißen Keramikplatten aus ihrer Umgebung herausgehoben, die man erst in den in den 1970er Jahren durch einen grauen Eternitbehang überdeckte. Seitdem hat sich die Situation für die moderne Häusergruppe, in der bis 2017 das Bezirksamt Hamburg Mitte logiert, nicht verbessert. Die City-Hof-Häuser stehen einmal wieder in der Diskussion. Das Bezirksamt plant den Auszug und mancher denkt laut über den Abriss der Hochhausgruppe nach. Doch als “Dokument der Nachkriegsarchitektur” stehen sie unter Schutz. Und werden – nun auch in gedruckter Form – als leuchtende Beispiele für Hamburgs Aufbruch in die Nachkriegsmoderne wiederentdeckt. Und am 16. Februar 2015 ist in Hamburg um 19 Uhr Buchvorstellung mit Sylvia Necker im Ladenbock C der City-Hof-Passage am Klosterwall 2-8. (kb, 8.2.15)

Im Februar 2015 erscheint das neue “Hamburger Bauheft” zu den City-Hof-Häusern (Bild: Schaff Verlag)

Wohin mit den City-Hof-Häusern?

Hamburg, City-Hof-Häuser (Bild:  Ajepbah/wikimedia commons, Lizenz CC-BY-SA-3.0_DE)
Hamburg, City-Hof-Häuser (Bild: Ajepbah/wikimedia commons, Lizenz CC-BY-SA-3.0_DE)

In der Nachkriegszeit bildeten sie die ersten Hochhausgruppe in Hamburgs Innenstadt: Bis 1957 wurden die City-Hof-Häuser nach Entwürfen des Architekten Rudolf Klophaus (1885-1957) fertiggestellt. Klophaus staffelte vier Hochhausscheiben hintereinander und verband sie durch Zwischenbauten. Vor allem die Einkaufspassage der City-Hof-Häuser begrüßten die Hamburger als moderne Bereicherung der Innenstadt. Die Fassaden wurden ursprünglich mit weißen Keramikplatten programmatisch aus ihrer Umgebung herausgehoben. Erst in den in den 1970er Jahren überdeckte man sie durch einen grauen Eternitbehang.

Seitdem hat sich die Lage für die moderne Häusergruppe in der bis 2017 das Bezirksamt Hamburg Mitte logiert, nicht verbessert. Unverdient: In Hamburg hatte sich Rudolf Klophaus schon in den 1920er durch seine sachlichen Backsteinbauten einen Namen gemacht. Seine City-Hof-Häuser stehen nun – einmal wieder – in der Diskussion. Das Bezirksamt plant den Auszug und mancher denkt laut über den Abriss der Hochhausgruppe nach. Doch als “Dokument der Nachkriegsarchitektur” stehen sie unter Schutz. Und werden in diesen Jahren als leuchtende Beispiele für Hamburgs Aufbruch in die Nachkriegsmoderne wiederentdeckt. Eine Sanierung der ursprünglichen Keramikfassade sei möglich, heißt es. Und im Oktober 2014 werden wieder Führungen angeboten: 8. Oktober um 18:30 Uhr, 19. Oktober 11 Uhr (Treffpunkt: Arno-Schmidt-Platz (vor der Zentralbibliothek am Hühnerposten)), um Anmeldung wird gebeten unter: cityhof.hh@gmail.com. (kb, 24.9.14)