DDR Moderne Cottbus

DDR Moderne Cottbus

Cottbus (Foto: Martin Maleschka)
Cottbus und seine Ostmoderne, gesehen durch das Auge des Architekten und Fotografen Martin Maleschka (Foto: Martin Maleschka)

Unter der Schirmherrschaft von Frau Ministerin Dr. Martina Münch öffnet die Cottbuser SPD (Mühlenstraße 17) ihre Geschäftsräume für den Architekten und Fotografen Martin Maleschka. 2005 griff der gebürtige Eisenhüttenstädter zur Kamera und begann das festzuhalten, was im Verschwinden begriffen war – Wohnbauten, Gesellschaftsbauten und Kunst am Bau der DDR. Was als Hobby neben dem Architekturstudium begann, wurde zu Profession und Kunst.

Diese Ausstellung „DDR Moderne Cottbus“ ist ein Plädoyer für den Erhalt der Architektur und baugebundenen Kunst der DDR-Zeit in Cottbus. Gezeigt werden etwa 25 Fotografien in schwarzweiß, die Maleschka in den vergangenen Jahren gemacht habe sowie (s)eine künstlerische Umsetzung des ehemaligen Krebs-Wandbilds des Cottbuser Künstlers Horst Ring (am Giebel der Wohnhausscheibe Görlitzer Straße) mit dem Dämmstoff Styrodur. Die Ausstellungseröffnung wird am 12. April um 18.00 Uhr in der Geschäftsstelle der SPD gefeiert. Im Anschluss ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Geschäftsstelle zu bis zum 26. April zu sehen, der Eintritt ist kostenfrei. (kb, 8.4.17)

Endmoräne 25

Endmoräne 25

Cottbus, Kunstmuseum Diesekraftwerk (Bild: HeCaBre, CC BY SA 3.0 de)
Einer der Ausstellungsorte: das Kunstmuseum Dieselkraftwerk in Cottbus (Bild: HeCaBre, CC BY SA 3.0 de)

Seit 1991 bespielt die Künstlergruppe „Endmoräne“ verlassene Orte mit raum- und themenbezogenen Arbeiten und lädt dazu jährlich in- und ausländische Künstler zur gemeinsamen Sommerwerkstatt ein. In alten Kirchen, Schlössern, Ställen, Kasernen oder Bahnhöfen hat der Verein, der sich nach dem Fachbegriff für eiszeitliche Ablagerungen benannt hat, schon „residiert“. Nun begeht das Projekt sein 25-jähriges Jubiläum mit der Ausstellung „Endmoräne 25 … und die wunderliche Welt dreht sich weiter“.

Nach einem Vierteljahrhundert Projektgeschichte fiel zum Vereinsgeburtstag die Wahl auf Cottbus. Der Braunkohleabbau hat die Umgebung erschüttert, bewegt und einschneidend verändert: Cottbus ist reich an Industrievergangenheit – von der Kohle bis zur Textilproduktion. Ausstellungsort ist das ehemalige Museum der Natur und Umwelt, eine ehemalige Wollgarnspinnerei (1928), samt Retrospektive „25 Jahre ENDMORÄNE“ im dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk (1928) Cottbus (Uferstraße/Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus). Zur Ausstellung erscheint ein Jubiläumskatalog sowie die DVD „25 Jahre ENDMORÄNE“. Nach der Vernissage am 25. Juni 2016 um 15.00 Uhr ist die Präsentation bis zum 7. August 2016 geöffnet. (kb, 18.6.16)

Gleich in Cottbus

Gleich in Cottbus

Martin Maleschka
So dekorativ kann Platte sein (Foto: Martin Maleschka)

Gute Fotos kann man nicht oft genug ankündigen: Wieder gibt es eine Ausstellung des jungen Architekten Martin Maleschka zu sehen. Maleschkas Fotografien  wurden seit 2014 u. a. bereits in Eisenhüttenstadt oder Erfurt präsentiert. In Weimar flankierte eine seiner Präsentationen die Tagung „Denkmal Ostmoderne II“ der Bauhaus-Universität – um nur einige Orte zu nennen. 

Nun ist bis zum 30. Dezember 2015 in Cottbus (Hubertstraße 6, Mayerwittig Architekten  Stadtplaner GBR) seine „Mini-Ausstellung“ mit dem Namen „Gleich“ zu sehen. Dieses Mal spürt Maleschka den geometrischen Spuren im seriellen Bauen der Ostmoderne nach. Teils fügt er seine verfremdeten Aufnahmen zu neuen Mustern zusammen – und öffnet gerade damit den Blick für Vorurteilsbeladenes oder scheinbar Vertrautes. Seine Ergebnisse können in Cottbus während der Büroöffnungszeiten werktags zwischen 9.00 und 16.00 Uhr besichtigt werden. (kb, 25.11.15)