Vorschläge gewünscht!

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) schreibt für das Jahr 2020 wieder den Deutschen Preis für Denkmalschutz aus. Er ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland und wird seit 1977 jährlich vergeben. Die Auszeichnung richtet sich an Persönlichkeiten und Personengruppen, die sich ehrenamtlich dem Denkmalschutz widmen. Die Leistungen sollen in der Regel langfristig angelegt sein und in ihrer Bedeutung weit über sonst übliches Bürgerengagement hinausgehen. Vergeben werden: der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring, (geschaffen von Lisa Eckardt, Hanau), die Silberne Halbkugel, (geschaffen von Fritz Koenig, Landshut), der Journalistenpreis und der Internetpreis. Und spätestens hier möchten wir gerne nochmal darauf hinweisen, dass moderneREGIONAL 2018 eben jenen Internetpreis erhalten hat. Mit dem Schinkel-Ring wurden seit 1977 unter anderem Wolfgang Pehnt, Gottfried Kiesow und Julius Posener ausgezeichnet. Die Silberne Halbkugel erhielten z.B. Manfred Sack, Dankwart Guratzsch und Dieter Bartetzko.

Vorschläge für eine Auszeichnung können eingereicht werden werden vom Präsidium und den Mitgliedern des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, den Landesämtern für Denkmal- und Bodendenkmalpflege, den Intendanten der Hörfunk- und Fernsehanstalten sowie von den Chefredaktionen von Zeitungen und Zeitschriften. Vorschläge können bis zum 31. März 2020 an die Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Köthener Straße 2 in 10963 Berlin geschickt oder per Mail an Caecilie.Schueren@bkm.bund.de gesendet werden. (db, 21.1.20)

Straßburg 2018 (Bild: Karin Berkemann)

Der Deutsche Preis für Denkmalschutz geht an …

Das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz verleiht in diesem Jahr an insgesamt zwölf Personen bzw. Personengruppen den Deutschen Preis für Denkmalschutz, die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik. Den formschönen Karl-Friedrich-Schinkel-Ring erhält Dipl. Ing. Ernst Greten für sein Engagement bei der Restaurierung des Fagus-Werks in Alfeld (1911, Walter Gropius). Eine Silberne Halbkugel geht an den Besucherbergwerk Förderverein F60 e. V. für seinen Einsatz zum Erhalt der Abraumförderbrücke Lichterfeld. Mit je einer Silbernen Halbkugel werden ausgezeichnet Dr. med. Volker Kielstein für die Instandsetzung von Villa und Garten “Haus Schulenburg” (1914, Henry Van der Velde) sowie Dipl.-Ing. Patrice Wijnands, der die Überreste der Westbefestigungen (1938-40, “Westwall”) dokumentierte.

Unter den Journalistenpreisen haben einen Moderne-Schwerpunkt: Wiebke Keuneke (Deutschlandfunk) mit ihrem Radio-Feature “Zwischen Bulldozern und begehbaren Kleiderschränken – Das Bauhaus in Tel Aviv”, Max Fellmann und Daniela Gassmann (Süddeutsche Zeitung Magazin) mit ihrem Artikel “Die Letzten ihrer Art” über die baulichen Folgen der Gentrifizierung sowie Robert H. Schumann und Günther Wittmann (Medienwerkstatt Franken e. V.) für ihre Dokumentation “Sgraffito – Die Kratzkunst der Nachkriegszeit”. Weitere Silberne Halbkugeln erhalten die Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs e. V., die Stiftung Oldenburger Wall e. V. und die Schlosspatrioten Homberg an der Ohm e. V. Weitere Journalistenpreise werden überreicht an Joachim Frank und Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (Kölner Stadt-Anzeiger) sowie Herbert Stiglmaier und Frank Meißner (Bayerischer Rundfunk). Der Internetpreis wird in diesem Jahr nicht vergeben. Die Verleihung findet am 28. Oktober 2019 in Naumburg statt. Wir gratulieren allen Preisträgern! (kb, 7.8.19)

Alfeld, Faguswerk (Bild: Carsten Janssen, CC BY SA 2.0, 2007)