Der Deutsche Preis für Denkmalschutz geht an …

Das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz verleiht in diesem Jahr an insgesamt zwölf Personen bzw. Personengruppen den Deutschen Preis für Denkmalschutz, die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik. Den formschönen Karl-Friedrich-Schinkel-Ring erhält Dipl. Ing. Ernst Greten für sein Engagement bei der Restaurierung des Fagus-Werks in Alfeld (1911, Walter Gropius). Eine Silberne Halbkugel geht an den Besucherbergwerk Förderverein F60 e. V. für seinen Einsatz zum Erhalt der Abraumförderbrücke Lichterfeld. Mit je einer Silbernen Halbkugel werden ausgezeichnet Dr. med. Volker Kielstein für die Instandsetzung von Villa und Garten „Haus Schulenburg“ (1914, Henry Van der Velde) sowie Dipl.-Ing. Patrice Wijnands, der die Überreste der Westbefestigungen (1938-40, „Westwall“) dokumentierte.

Unter den Journalistenpreisen haben einen Moderne-Schwerpunkt: Wiebke Keuneke (Deutschlandfunk) mit ihrem Radio-Feature „Zwischen Bulldozern und begehbaren Kleiderschränken – Das Bauhaus in Tel Aviv“, Max Fellmann und Daniela Gassmann (Süddeutsche Zeitung Magazin) mit ihrem Artikel „Die Letzten ihrer Art“ über die baulichen Folgen der Gentrifizierung sowie Robert H. Schumann und Günther Wittmann (Medienwerkstatt Franken e. V.) für ihre Dokumentation „Sgraffito – Die Kratzkunst der Nachkriegszeit“. Weitere Silberne Halbkugeln erhalten die Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs e. V., die Stiftung Oldenburger Wall e. V. und die Schlosspatrioten Homberg an der Ohm e. V. Weitere Journalistenpreise werden überreicht an Joachim Frank und Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (Kölner Stadt-Anzeiger) sowie Herbert Stiglmaier und Frank Meißner (Bayerischer Rundfunk). Der Internetpreis wird in diesem Jahr nicht vergeben. Die Verleihung findet am 28. Oktober 2019 in Naumburg statt. Wir gratulieren allen Preisträgern! (kb, 7.8.19)

Alfeld, Faguswerk (Bild: Carsten Janssen, CC BY SA 2.0, 2007)