Wien | Budapest

Budapest und Wien gelten als “Schwesterstädte”, die zu Zeiten der Donaumonarchie auch architektonisch gemeinsame Wege beschritten. Aber wie verlief die städtebauliche Entwicklung nach 1918, mit dem Aufkommen der Moderne?  Eine Antwort unternimmt die Ausstellung “Metropolen: Wien | Budapest” in der Reihe “Architektur im Ringturm”, die sich die Zeit zwischen 1918 und 1970 vorgenommen hat. Ausgewählte Stadtbildpaare in direkter Gegenüberstellung geben Auskunft über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Architektur und Kultur. Dabei darf auch ein Exkurs über die Donau, die die beiden Städte miteinander verbindet, und die Urbanisierung ihrer Flusslandschaften nicht fehlen.

Die aktuelle Schau versteht sich als Fortsetzung der im Frühjahr 2015 gezeigten Ausstellung über das architektonische Erbe der beiden Donaumetropolen Wien und Budapest aus der k. u. k. Gründerzeit. Die Ausstellung “Metropolen: Wien | Budapest” ist im Ausstellungszentrum im Ringturm (Schottenring 30, 1010 Wien) noch bis 8. Juni 2018 zum zu sehen. (kb, 24.3.18)

Budapest, Neue Häuser im Bau, alte vor Abbruch, 1970 (Bild: Fortepan 47356, Orig. Óbudai Múzeum)

Noch einmal das grüne Wien …

Sie haben es nicht nach Wien geschafft, um sich die Ausstellung “WIG 64 – Die grüne Nachkriegsmoderne” anzuschauen? Entweder, Sie buchen bis zum 31. August 2014 noch rasch eine Bahnfahrt, oder Sie schmökern sich durch den reich bebilderten Katalog. Denn das Thema lohnt: Die Gartenschau (WIG) zog 1964 über zwei Millionen Besucher nach Wien. Im neugeschaffenen Donaupark wurden Attraktionen vom Turmgewächshaus bis zum Donauturm geboten. Man wollte international mithalten und zugleich für die Bevölkerung dauerhaft “soziales Grün” schaffen. Dem Katalog zur Ausstellung gelingt ein anspruchsvoller Balanceakt: Er schwelgt in den Postkartenfarben der Zeit und liefert zugleich profunde Hintergrundinformationen.

Zu Beginn skizziert die Kulturwissenschaftlerin Martina Nußbaumer die WIG im Licht der Wiener Stadtplanung. Darüber hinaus interviewt sie Bewohner der “wilden” Siedlungen, die für den Donaupark weichen mussten. Aus der Geschichte eben jener WIG-Vorgänger berichtet die Landschaftsarchitektin Ulrike Krippner. Zugleich schildert sie die bauliche Umsetzung der WIG bis zu ihrer Eröffnung 1964. Nicht zuletzt wirft die Leiterin des Instituts für Landschaftsarchitektur Lilli Lička mit Bericht und Interview einen Blick auf die Entwicklung des Geländes nach 1964. Weitere Beiträge ordnen die WIG in ihre Zeit ein und fragen nach der Zukunft des Gartenschaugeländes. (kb, 10.8.14)

Krippner, Ulrike/Lička, Lilli/Nußbaumer, Martina, WIG 64 – Die grüne Nachhkriegsmoderne, Katalog, 10. April bis 31. August 2014, Wien Museum, Metro Verlag, Wien, 2014, 160 Seiten, broschiert, 28 x 21 cm, ISBN 978-3993001797.

WIG 64 – Die grüne Nachkriegsmoderne (Bild: Metroverlag)