Neue Gespräche zum Dreischeibenhaus

Das Düsseldorfer Dreischeibenhaus ist frisch saniert: In das 94 Meter und 26 Geschosse hohe Baudenkmal, das 1960 als Verwaltungsbau für die – 1964 von Thyssen übernommene – Phoenix-Rheinrohr AG entstand, zieht wieder neues Leben ein. Die gegeneinander verschobenen, sechs Meter breiten Scheiben gaben dem Bau seinen Namen. Rasch wurde der Stahlskelettbau des Düsseldorfer Büros HPP mit Vorhangfassade zum Inbegriff einer eleganten weltläufigen Moderne. Als Thyssen-Krupp 2010 auszog, wurde das Hochhaus verkauft und über zwei Jahre – wieder vom Büro HPP – aufwändig saniert. Nach außen sollte (fast) alles beim Alten bleiben, doch nach innen wurden die Büroräume modernisiert und die Klimatisierung verbessert.

Man vergrößerte die Mieteinheiten, verband die alten Brüstungselemente und Fassadenkonstruktionen mit einer Dreifachverglasung und erhielt das Foyer weitestgehend im Originalzustand. Zwei DBZ-Werkstattgespräche informieren im Dezember über die Details dieses Sanierungsprozesses: Claudia Roggenkämper (Projektpartnerin HPP Architekten), Jörg Wagner (FOAMGLAS Hamburg), Hans-Günter Wegen (JUNG) und Wilhelm Mayer (TROX, Systemtechnik) tragen vor. Am 10. Dezember 2015 findet die Veranstaltung um 18.00 Uhr in Stuttgart (Universität Stuttgart, Keplerstraße 119), am 15. Dezember 2015 um 18.00 Uhr in Köln (TH Köln, Claudiusstraße 1) statt. (kb, 8.12.15)

Frisch saniert: das Düsseldorfer Dreischeibenhaus (Bild: Johann H. Addicks, addicks@gmx.net, GNU oder CC 3.0)

Dreischeibenhochhaus verkauft

Das Dreischeibenhochhaus vom Gründgens-Platz aus gesehen (Bild: Johann H. Addicks)
Das Dreischeibenhochhaus vom Gründgens-Platz aus gesehen (Bild: Johann H. Addicks)

Das Düsseldorfer Dreischeibenhochhaus wechselt den Besitzer: Black Spots Investments übernimmt das Bauwerk von der Momeni Gruppe. Die Sanierung, die die beiden Unternehmen in den letzten Jahren vorangetrieben haben, kostete um die 220 Millionen Euro. Um den Vorgaben des Denkmalschutzes und gleichzeitig den Kriterien moderner Energieeffizienz zu genügen, versah man die Fenster mit Dreifachverglasung und zog im Gebäudeinneren eine zweite Fassade ein. Diese Investition verspricht sich aber zu lohnen; die umfassende Modernisierung des Baus wurde im Juli 2014 abgeschlossen, inzwischen ist er voll vermietet.

Das Dreischeibenhochhaus wurde in den Jahren 1957 bis 1960 nach Plänen der Architekten Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg gebaut. Es gilt als einer der bedeutendsten baulichen Vertreter des Internationalen Stils in Deutschland. Bauherr war die zur Zeit des “Wirtschaftswunders” boomende Phoenix-Rheinrohr AG, später residierte hier der Thyssen-Konzern. Seinen Namen erhielt das Dreischeibenhaus aufgrund der charakteristischen Konstruktion: Der mit einer Vorhangfassade versehene Stahlskelettbau gliedert sich in drei gegeneinander versetzte Hochhausscheiben. Seit 1988 steht der Gebäudekomplex unter Denkmalschutz. (jr, 3.11.2014)