Die DSD öffnet die Schatulle

Die Wissenschaftliche Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) hat im Beisein des Vorsitzenden des Stiftungsrats und der fachlichen Mitarbeiter der DSD das Förderprogramm 2022 verabschiedet: Insgesamt werden 12,9 Millionen Euro Fördermittel für Restaurierungsaufgaben an 425 Denkmalen in ganz Deutschland ausgeschüttet. Erfahrungsgemäß kann die DSD im Jahresverlauf rund 100 weitere Projekte zusätzlich fördern. Die endgültige Zahl hängt jedoch abschließend ab von der Höhe der eingeworbenen Spenden, der tatsächlichen Erträge der treuhänderischen Stiftungen in der DSD sowie der Zuwendung der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Stiftung ist. Die unterstützten Denkmaleigentümer erhalten die entsprechende Post in diesen Tagen.

Zu den geförderten Bauwerken zählen wieder diverse Industrie- und Technikdenkmale des 20. Jahrhunderts, so unter anderem der Ringlokschuppen in Tuttlingen (1933) und die Tribüne der Trabrennbahn in Berlin-Karlshorst (1935). Die weiteren uterstützten Bauten sind überwiegend älteren Datums, darunter das Alte Kraftwerk Kaiserschleuse in Bremerhaven (1897), das Große Haus Glückert auf der Mathildenhöhe in Darmstadt (1901) oder das Kommandantenhaus der Festung Dömitz, das mittelalterliche Bauteile und solche aus dem 19. Jahrhundert aufweist. Die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat seit ihrer Gründung 1985 bundesweit insgesamt über 6.300 Denkmale mit rund 660 Millionen Euro retten helfen können. Die wohl größte Privatinitiative für die Denkmalpflege in Deutschland zählt rund 200.000 Förderer. (db, 12.5.22)

Berlin-Karlshorst, Tribüne der Trabrennbahn (Bild: Michael G. Schröder, CC BY-SA 3.0)