Gendarmenmarkt: Ostmoderne unter Schutz

„Aufgrund ihrer geschichtlichen, künstlerischen sowie städtebaulichen Bedeutung hat das Landesdenkmalamt Berlin die Bauten und die Platzgestaltung der 1980er Jahre des Gendarmenmarkts unter Denkmalschutz gestellt.“ In einer Pressemeldung gibt die Stadt heute bekannt, dass nunmehr auch dieses stadtplanerische Großprojekt der DDR-Zeit in den Blick genommen wurde – darunter mehrere Bauten am südlichen, östlichen und westlichen Rand des Platzes.

Die Bandbreite der frischgebackenen Kulturdenkmale reicht von den Domen des 18. Jahrhunderts über Schinkels Schauspielhaus und das Schiller-Denkmal von Reinhold Begas bis hin zu den Bauten und Maßnahmen am „Platz der Akademie“ – entstanden in den 1980er Jahren. Klaus Lederer, Bürgermeister von Berlin und Senator für Kultur und Europa, mi wird mit den Worten zitiert: „Der Gendarmenmarkt ist schließlich der bedeutendste Platzraum der Postmoderne in der DDR!“ Die 1976 begonnenen und bis in die 1980er Jahre ausgeführten Planungen umfassen den Wiederaufbau des Konzerthauses und der beiden Dome, die Neugestaltung der gesamten Freifläche ebenso wie hochwertige Neubauten, die so gar nicht dem Klischee grauer Ostplatte entsprechen. (kb, 5.2.21)

Berlin, Hilton am Gendarmenmarkt (Bild: Schotterebene, PD, 2007)