Das neue Dortmund

Zwischen 1957 und 1961 plante der Architekt Will Schwarz (1907-92) für die Stadt Dortmund das Gesundheitshaus: einen Ort der Gesundheitsfürsorge, der eine Mütterberatungsstelle, einen Hörsaal, Labore und andere medizinische Einrichtungen unter einem Dach vereinte. Fensterreihen und Glasbaustein-Wände aus erhellen die Räume, die durch Wandreliefs, Mobiliar und architektonische Elemente zum Gesamtkunstwerk verschmelzen.

Die technische Ausstattung war auf dem neuesten Stand. Besonderes Augenmerk richtete Schwarz jedoch auf das Wohlbefinden von Besuchern und Mitarbeitern. Der Frankfurter Fotograf Gerd Kittel hat diese Baukonzeption im Bild festgehalten und würdigt die Formensprache im Ganzen wie auch in den liebevollen Details. Die begleitenden Textbeiträge stammen von fachkundigen Autoren von Dieter Bartetzko bis Andrea Zupancic. Der opulente Bildband erschien anlässlich einer Fotoausstellung im Museum am Ostwall zur Jahreswende 2014/15. Aktuell wird über die Zukunft des denkmalgeschützten Gesamtkunstwerks Gesundheitshaus diskutiert, da die Stadt eine Bündelung ihrer Dienste an anderer Stelle erwägt. (kb, 27.4.15)

Schilp, Thomas/Zupancic, Andrea (Hg.), „Das neue Dortmund“. Das Dortmunder Gesundheitshaus von Will Schwarz: Fotografiert von Gerd Kittel, Wasmuth-Verlag, 2014, 140 Seiten, 145 zumeist farbige Abbildungen, ISBN: 978 3 8030 0783 4.

Georg Kittel fotografiert das Gesundheitshaus (Bild: Wasmuth-Verlag)

Gesunde Fünfziger in Dortmund

Typischer können die Fünfziger nicht aussehen: Das Gesundheitshaus Dortmund. (Foto: Gerd Kittel)
Typischer können die Fünfziger nicht aussehen: das Gesundheitshaus Dortmund (Foto: Gerd Kittel)

1957-1961 wurde für die Stadt Dortmund eine Idee umgesetzt, die wie kaum eine andere den Gestaltungswillen einer neuen Zeit dokumentiert: das Gesundheitshaus. Der Architekt Will Schwarz (1907-1992) plante es als Ort der Gesundheitsfürsorge, der eine Mütterberatungsstelle, einen Hörsaal, Labore und andere medizinische Einrichtungen unter einem Dach vereinte. Fensterreihen und Glasbaustein-Wände aus erhellen die Räume, die durch Wandreliefs, Mobiliar und architektonische Elemente zum Gesamtkunstwerk verschmelzen.

Eine Ausstellung im Dortmunder Museum Ostwall würdigt nun bis zum 4. Januar 2015 dieses Meisterwerk der Wirtschaftswunderzeit. Der Frankfurter Fotograf Gerd Kittel hat den Bau im Bild festgehalten und würdigt die Formensprache im Ganzen wie auch in den liebevollen Details. Das Stadtarchiv Dortmund ergänzt diese Fotografien durch Pläne aus dem Nachlass von Will Schwarz. Anlässlich der Ausstellung bietet die Frankfurter Allgemeine Zeitung eine der Fotografien zum Kauf an. Diese Edition ist auf 100 Exemplare begrenzt. Von jedem verkauften Bild erhält das Stadtarchiv Dortmund 150 Euro, womit sie die wissenschaftliche Aufarbeitung des Will-Schwarz-Nachlasses unterstützt. (db, 7.10.14)