Hermann Mattern

Carlsdorf, Haus Paepke Projekt Pilzkiosk (Bild: Mark Meusel)

Pilzkiosk für Haus Paepke

Schnittige Villen gibt es nicht nur in Hollywood, im Tessin oder im Grunewald: Im nordhessischen Hugenottendorf Carlsdorf befindet sich das für das Lehrerehepaar Paepke 1958 vom Hofgeismarer Architekten Prof. Hermann Mattern (1902-71) erbaute „Haus Paepke“: Ein Flachdachbungalow in der Tradition des Neuen Bauens, zeitgenössisch aufgepeppt mit Schmetterlingsdach und runden Fenstern, sich zum Garten hin zweigeschossig öffnend. Das große Grundstück in Hanglage zeichnet sich zudem durch seinen grandios angelegten Garten aus. Hermann Mattern, der zuletzt an der TU Berlin lehrte, gilt als einer der wichtigsten Landschaftsarchitekten des 20. Jahrhunderts.

Zum Tag des Offenen Denkmals öffnet der heutige Besitzer Mark Meusel das Haus Paepke regelmäßig für Besucher. Um diese künftig stilgerecht bewirten zu können und Ausflüglern eine besondere Einkehrmöglichkeit zu bieten, denkt er derzeit darüber nach, einen stilechten Pilzkiosk zu errichten. Die Vorlage hierzu bietet der berühmte, seit bald 60 Jahren lieferbare Modellbausatz von Faller. Derzeit eruiert Mark Meusel die Möglichkeiten einer Finanzierung. Bis zum 2019er Tag des offenen Denkmals dürfte es knapp werden, aber wer weiß: Vielleicht treffen wir uns 2020 ja auf eine Mokkamilch in Carlsdorf … (db, 5.6.19)

Carlsdorf, Haus Paepke Projekt Pilzkiosk (Bild: Mark Meusel)