Für Spontane: Konferenz „LeerGut“

Für Spontane: Konferenz „LeerGut“

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Bitte beachten: Anmeldeschluss ist MORGEN!

Die Konferenz „Leergut. Positionen zum Umdenken, Umprogrammieren und Umnutzen von Leerstand“, die vom 30. Juni bis zum 1. Juli im Eiermannbau in Apolda stattfinden wird, will nicht weniger bieten als dies: innovative und überraschende Beispiele für die Finanzierung, den Betrieb, die Gestaltung, aber auch Nutzung leerstehender Gebäude und brachgefallener Standorte in nicht wachsenden Regionen.

Ein Ziel, das aktueller ist denn je, müssen wir doch heute z. B. drängend flüchtende Menschen unterbringen oder bezahlbare Wohnungen für Bedürftige anbieten. Für Projektakteure und fachlich Interessierte versteht sich die Konferenz als Gelegenheit zur Information und Vernetzung. Neben internationalen Projekten und Impulsen wird die Thüringer IBA Prozesse zum Thema LeerGut vorstellen und einen Einblick in das IBA Initiativprojekt Eiermannbau geben. Eine temporäre Ausstellung zeigt darüber hinaus Thüringer LeerGut-Beispiele, Fakten zum Thüringer Leerstand und internationale Referenzprojekte zur Aktivierung leerstehender Standorte abseits der Metropolen. Die Teilnahme an der Konferenz, eine Veranstaltung der IBA Thüringen in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung, ist kostenlos, weitere Informationen und die Anmeldungsformalitäten (Anmeldeschluss ist der 23. Juni!) gibt es online. (kb, 22.6.16).

Für Spontane: Industriekultur in Polen

Für Spontane: Industriekultur in Polen

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„Industriada“ – das Festival entlang der „Straße technischer Kulturdenkmäler in der Woiwodschaft Schlesien“

Von Freitag auf Samstag wird in Oberschlesien das Finale des Festivals „Industriada“ gefeiert. An über 25 Locactions werden Gäste dazu eingeladen, die Industriekultur Polens kennenzulernen. So stellen u. a. Gliwice (Gleiwitz), Katowice (Kattowitz) und Zabrze die reiche und multikulturelle Seite ihrer Industriegeschichte vor.

Die Industriada wird bereits seit 2010 ausgerichtet. Sie vernetzt und belebt die 31 Orte entlang der „Straße technischer Kulturdenkmäler in der Woiwodschaft Schlesien“, die wiederum Teil der „Europäischen Route der Industriekultur“ ist. In den vergangenen Jahren hat es sich die Industriada zum größten Festival seiner Art in Europa gemausert: Während 2011 noch 29.000 Menschen teilnahmen, konnten 2014 schon 77.000 Gäste angesprochen werden. Auf dem Programm des diesjährigen Finales stehen u. a. Tanz, Konzerte und Ausstellungen. (kb, 10.6.16)

Bagger auf dem Mato-Gelände

Das Areal der ehemaligen Fabrik und Künstlerkolonie Mato in Offenbach wird zum Wohngebiet. Das Wiesbadener Wohnungsbauunternehmen Traumhaus plant, auf dem ausgedehnten Gelände mehrere Reihen- und Doppelhäuser sowie zwei Mehrfamilienhäuser zu errichten. Das denkmalgeschützte Eingangsgebäude soll erhalten bleiben, den übrigen Fabrikgebäuden rücken bereits die Bagger zu Leibe. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2016 geplant.

Die Tradition des Fabrikgeländes reicht ins Jahr 1921 zurück. Damals errichtete der Architekt Philipp Hufnagel im Auftrag der Zelluloidfarik Schmetzer unter anderem den markanten Torbau. Zur Weltwirtschaftskrise wechselte das Gelände den Besitzer, in der Folgezeit produzierte die Firma Mato hier gestanzte Metallriemenverbindungen. Ende der 1980er Jahre zog sie nach Mühlheim, auf dem brach liegenden Gelände gründete sich eine Künstlerkolonie. Diese Zwischennutzung erwies sich als langlebig, fast 20 Jahre war die „Alte Mato“ ein kreatives Zentrum Offenbachs. 2014 mussten die Ateliers nach dem Verkauf des Geländes schließlich geräumt werden. Letzte Impressionen vom Gelände gibt es hier. (jr, 11.11.15)

Der denkmalgeschützte Torbau der alten Mato bleibt erhalten (Bild: Julius Reinsberg)