Sacre brut

von Karin Berkemann (18/3)

Es gibt sie noch, die schönen Fälle, mit denen Denkmalpfleger und Kirchenvertreter gleichermaßen glücklich sind: Aus der profanierten Christkönigkirche von Saarlouis wurde jüngst ein Kindergarten. Der brutalistische Bau ist nur einer von vielen bemerkenswerten modernen Gottesdiensträumen des Saarlands. Durch die Zusammenarbeit deutscher Architekten mit französischen Künstlern in der frühen Nachkriegszeit, durch die folgenden Siedlungs- und Industrialisierungsschübe entstanden hier Kirchen, die sich im bundesweiten Vergleich sehen lassen können. Viele von ihnen bekamen jedoch in den letzten Jahren den sozialen wie kirchlichen Strukturwandel der Region zu spüren: Manche haben eine Umnutzung erfahren, andere warten geschlossen auf eine Lösung oder sind endgültig abgerissen. So lohnt ein kleiner Blick auf die verbliebene, versunkene und verwandelte Kirchenlandschaft von Saarbrücken, Saarlouis und Co.

Vorzeigebeispiele

Schon 1954 wussten Dominikus und Gottfried Böhm für die Saarbrücker Kirche St. Albert virtuos mit Beton umzugehen. Mit einer eleganten Skelettkonstruktion umfasste und überfing das rheinische Architektenduo einen roten Ziegelbau auf ovalem Grundriss. Im Herbst 1944, wenige Wochen nach der Zerstörung der Vorgängerkirche, hatte der Gemeindepfarrer mit Dominikus Böhm mit der Planung einer neuen Kirche begonnen. Heute schätzen Gemeinde und Fachleute den außergewöhnlichen Bau gleichermaßen. Netzwerke wie „Resonanzen“ oder die „Straße der Moderne“ tragen dazu bei, Kirchen wie St. Albert bei Besuchern des Saarlands bekannter zu machen.

Auch in Saarlouis setzte der Trierer Architekt Günter Kleinjohann 1968 auf das formbare Material Beton: Doch statt einer filigranen Konstruktion schuf er einen hochgeschlossenen Quader mit charakteristischen Betonlamellen. Bis 2010 wurde die katholische Christkönigkirche aufgegeben, im selben Jahr kam sie unter Denkmalschutz. Nach einem Architektenwettbewerb und im Gespräch mit Kleinjohann konnte das Büro FLOSUNDK 2017 den Umbau zur Kindertagesstätte vollenden. Die notwendigen Räume wurden als hölzerne Boxen in den großen Saal eingestellt, deren „Dächer“ wiederum als Spielfläche für die Kinder dienen. An der Hangseite fügten die Architekten den notwendigen Ergänzungsbau sensibel auf Sockelhöhe an. Die Betonlamellen wurden in der Form der Holzeinbauten wieder aufgegriffen, wichtige Sichtachsen blieben erhalten und die Fassadenflächen unverkleidet.

Die Wandlung vom Gottesdienstraum zum Kindergarten ist inzwischen ein Klassiker: Für die Kommune besteht Bedarf, die kirchliche Seite freut sich über den sozialen Ertrag und den Symbolwert. Auch in Saarbrücken ging man für die 1957 geweihte Bonifatiuskirche 2013 diesen Weg. In der Landeshauptstadt sind ebenso andere Beispiele einer sozial-kulturellen Nachnutzung belegt: St. Martin (1964) wurde 2010 geschlossen und zum „Kunsthaus“ umfunktioniert. Die Markuskirche (1965) dient seit 2007 als Übungsraum für die Tanzsport-Gesellschaft Grün-Gold Saarbrücken. Und die Kirche St. Mauritius (1956) kann bereits auf 15 Jahre im Dienst der Musikhochschule zurückblicken.

Eine Stadt halbiert sich

Die Vielfalt im Umgang mit geschlossenen Kirchen spiegelt sich auf kleinem Raum in Neunkirchen/Saar. Noch in den 1950er und 1960er Jahren druckte man hier seine Neubauten stolz auf Postkarten, darunter etwa die Großwohnsiedlung Winterfloß im Stadtteil Wellesweiler. Immer häufiger werden solche Zeugen der Nachkriegsmoderne verändert, abgewickelt oder abgerissen. Der Umbruch der ehemaligen Neubaugebiete trifft auch die mit ihnen errichteten Kirchenbauten. Die 2015 geschlossene Pauluskirche beispielsweise, ein 1955 nach Entwürfen des Architekten Rudolf Krüger eingeweihter Bau, wurde vor Kurzem an eine koptische Gemeinde verkauft.

In ganz Neunkirchen markierte das Jahr 2015 einen tiefen Einschnitt in die moderne Kirchenlandschaft: Von sechs protestantischen Gottesdiensträumen wurden drei geschlossen. Neben der Pauluskirche war dies die 1960 fertiggestellte evangelische Kirche im Kohlhof. Inzwischen ist die denkmalgeschützte „Zeltkirche“ – errichtet als Holzmontagesystem nach einem Entwurf von Helmut Duncker – verkauft und privat genutzt. Ebenfalls 2015 wurde die evangelische Friedenskirche, eingeweiht 1959, geschlossen. Der Bau soll, so 2018 die Aussage der Gemeinde, wohl abgerissen werden. Nicht mitgezählt wurde das bereits 2003 geschlossene und 2009 niedergelegte Evangelische Paul-Gerhardt-Haus im Lerchenweg.

Ähnlich stellt sich die katholischer Seite dar: In Neunkirchen-Wellesweiler musste St. Johannes der Täufer (1960) bereits 2009 einem Kirchenneubau weichen. 2015 verlor die 1960 geweihte Piuskirche die liturgische Nutzung. Ebenso erging es 2015 der 1954 fertiggestellten Kirche Herz Jesu. Der katholischen Gemeinde blieben am Ende zwei Gottesdienststätten: St. Marien und St. Vincenz. Und so ökumenisch hoffnungsvoll sich der oben genannte Verkauf der evangelischen Pauluskirche an die Kopten ausnimmt – vor Kurzem endete eine bereits lange Jahre bewährte Simultannutzung: Die 1958 geweihte, seit 1972 von Katholiken und Protestanten gleichermaßen bespielte Kirche St. Barbara wurde 2015 geschlossen und abgerissen.

Von der Bildfläche verschwunden

Die Suche nach einem solchen abgerissenen Kirchenraum gestaltet sich häufig schwierig. Allzu oft sind sein Name, seine Gestaltung und Geschichte schon von der Gemeinde-Homepage getilgt. Und wenn der Bau nicht von einem seinerzeit fleißig publizierenden Architekten stammt oder jüngst von einer Promotion gewürdigt wurde, wird man von außen selten auf eine untergegangene Kirche aufmerksam. Selbst wenn der Abriss erst rund zehn Jahre zurückliegt und der Bau einst das Ortsbild prägte – wie im Fall von St. Josef in Mettlach. Glaubt man Bildern aus der Bauzeit, schien der 1965 geweihte Bau einst die kleine Lutwinussiedlung fast zu sprengen. Seit dem Abriss der Kirche im Jahr 2005 sind ihre Spuren bestenfalls noch in der liebevoll zusammengetragenen Fotodokumentation eines örtlichen Heimatforschers nachzuschlagen.

Solche Veröffentlichungen sind eine Form des Trauerns und Gedenkens, das jede Gemeinde, jeder Anwohner, jeder Kunstliebhaber auf seine je eigene Weise angeht. Manche bergen und magazinieren Kirchenfenster, andere sammeln Bilder und Informationen online. Da werden Gedenktafeln angebracht, Grundsteine und Kreuze zur ehemaligen Mutterkirche oder zum neuen Gemeindemittelpunkt hin mitgenommen. Erinnerungen heften sich an Dinge – und mit den Dingen suchen wir unsere Erinnerungen vor dem Zugriff, vor der Zerstörung durch Dritte zu sichern.

In der Zusammenschau können all diese individuellen Schritte dabei helfen, einen wichtigen Teil der einstigen modernen Kirchenlandschaft an der Saar zumindest für die Forschung zu bewahren. Denn die wahre Schönheit, die wahre Bedeutung einer Böhm- oder Schwarz-Kirche erschließt sich erst im Vergleich mit den nicht minder schätzenswerten „normalen“ Kirchen jener Jahre. Eine Binsenweisheit, die der Denkmalpflege spätestens seit dem Ende des 20. Jahrhunderts vertraut ist: Unsere Vergangenheit ist an Burgen und Kirchen ebenso ablesbar wie an Fachwerk- und Tagelöhnerhäusern. Kirchbaugeschichte wurde nicht nur in Hochglanzarchitekturmagazinen geschrieben, sie fand ebenso – und wahrscheinlich mehrheitlich – in der Fläche, im Alltag statt.

Da geht noch was

Viele von einer Schließung betroffene Kirchen befinden sich noch im Umbruch, warten auf eine bessere Zukunft. Im letzten Jahr wurde etwa die Versteigerung des 2009 geschlossenen Klosters Heiligenborn (1952, György Lehoczky) in Bous anberaumt. Während diese imposante Anlage in ihrer Formensprache eher in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurückweist, trifft dasselbe Schicksal auch brutalistische Kirchenräume. St. Antonius von Padua, an der Grenze zwischen Völklingen-Fenne und Saarbrücken-Klarenthal gelegen, entstand 1965 nach Plänen des Architekten Konrad (Konny) Schmitz als selbstbewusst geometrischer Baukörper. Seit 2013 stillgelegt, steht die denkmalgeschützte Kirche seit Längerem zum Verkauf. Im besten Fall kann eine solche Atempause letztlich auch zum Guten führen, so wie bei der zu Beginn beschriebene Christkönigkirche von Saarlouis.

Titelmotiv: Saarlouis, Christkönigkirche als Kindergarten (Bild: Sven Paustian)

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Frühjahr 18: Bleu – Blanc – Brut

Mit großer Geste

Mit großer Geste

LEITARTIKEL: Marco Kany über die unterschätzte Saarmoderne.

Plattenbau à la française

Plattenbau à la française

FACHBEITRAG: Carsten Diez über das System Camus-Dietsch.

Sacre brut

Sacre brut

FACHBEITRAG: Karin Berkemann über Saar-Kirchen im Wandel.

Ein Habitat für Beamte

Ein Habitat für Beamte

FACHBEITRAG: Axel Böcker über einen besonderen Wohnturm.

Innere Angelegenheiten

Innere Angelegenheiten

PORTRÄT: C. Julius Reinsberg über europäische Räume.

Neue Schulen

Neue Schulen

FOTOSTRECKE: von Kerstin Renz und Marco Kany.

"Monsieur l'Architecte"

„Monsieur l’Architecte“

INTERVIEW: DW Dreysse über französische Grenzerfahrungen.

„Im Kopf weiterspielen“

Zu Hause beim Theologie-Professor Klaus Raschzok (18/2)

Als wir im fränkischen Neuendettelsau durch die Wohnungstür treten, ist der Fotograf zuerst etwas enttäuscht. Er hatte auf eine richtige Modellbahnplatte gehofft – mit Bergen und Gleisen und Zügen. Stattdessen hat Klaus Raschzok, Jahrgang 1954, seine Sammel-Leidenschaft über alle Zimmer verteilt. Auf Holzregalen und in Vitrinen warten ausreichend Loks, Bahnhöfe und Häuser, um mehr als eine Anlage zusammenzustellen. Sein Beruf als Universitätsprofessor lasse ihm leider zu wenig Zeit, erklärt Raschzok. „Ich komme meist nur dazu, die Dinge anzuschauen oder anzufassen. Aber ich habe in meiner Kindheit so viel ‚Bauerfahrung‘ gesammelt, dass ich im Kopf weiterspielen, weiterbauen kann.“

moderneREGIONAL: Herr Prof. Raschzok, es ist in Ihrer Wohnung nicht zu übersehen: Sie sind Modellbahnsammler.

Klaus Raschzok: Um genau zu sein: Ich bin ein Modellbahndilettant. Ein Spiel-Sammler, kein System-Sammler. Ich greife einfach aus Freude zu Modelleisenbahndingen, die Spielspuren zeigen. Diese V200-Lok hier von Märklin beispielsweise hat überall Farbabriebe. Man sieht, die ist mehrfach abgestürzt, die hat ein Kind in der Hand gehabt. Denn die Modelleisenbahn erzählt Geschichten, die Spuren hinterlassen, die sich in meiner Fantasie wieder zu Geschichten entfalten. Da ist eine kindliche Faszination im Kopf, in der Fingerkuppe, auch in der Nase da. Ich behaupte, ich kann eine Märklin-Eisenbahn von einer Trix oder Fleischmann am Geruch unterscheiden. Das ist ein Kindheitseindruck: Sie machen so eine Verpackung auf und das riecht nach Märklin.

mR: Mit dieser gut riechenden V200-Lok hat also alles begonnen?

K. R.: Der Anfang reicht noch weiter zurück, er liegt bei meinem Großvater, der Schreiner war. Als ich ein Kindergartenkind von drei, vier Jahren war, hat er mir eine Holzeisenbahn gebaut. Meine erste richtige Märklin-Modelleisenbahn habe ich mit zehn Jahren von meinem Vater geschenkt bekommen – als Belohnung für das erste Probe-Vierteljahr im Gymnasium. Zu Weihnachten erstand mein Vater, der einfacher Postbeamter war, von einem Kollegen eine gebrauchte Märklin-Eisenbahn. Weil der Sohn des Kollegen sich mit 16 Jahren lieber ein Rennrad vom Erlös wünschte. Und dieser Kollege hat meinem Vater versprochen, mich bis Weihnachten in die Kunst des Modelleisenbahnbaus einzuführen. Wir fingen damit an, Gleisbildpläne zu zeichnen. Er hat mir die Installation der Schienen gezeigt und mich in die Grundlagen der Elektrotechnik der Märklin-Modelleisenbahnen eingewiesen. Und bis Weihnachten stand eine eigene tischgroße Platte für mich zu Hause. Ich hatte also einen Mentor, der mir eine unglaubliche Liebe zu den Dingen vermittelt hat. Das war sozusagen im Kaufpreis, im Gegenwert eines Rennrads, inbegriffen.

mR: Was hat Sie an der Modelleisenbahn begeistert?

K. R.: Dass ich die Dinge hier so zusammenstellen konnte, wie sie in Wirklichkeit oft nicht möglich waren. Wir sind in sehr beengten Wohnverhältnissen aufgewachsen. Aber auf der Modellbahnplatte hatte ich ein Dorf mit Wohnhäusern, wie man sie in meiner Kindheit gebaut hat. Wie sie die Eltern meiner Freunde bauen konnten. Und wie ich es immer bedauert habe, dass meine Eltern das eben nicht konnten. So baute ich mir selbst ein kleines modernes Dorf, in dem ich mich wohl gefühlt hätte. Es war wirkliche Lebenskunst, dass mein Vater mir diese Modelleisenbahn besorgt hat. Er schenkte mir damit – in der wohnlichen Enge meiner Kindheit – große Weite, ein Fenster zur Welt.

mR: Was war Ihr erstes Modell?

K. R.: Diese kleine Fünfziger-Jahre-Kirche von Faller, die ich hier mitgebracht habe. Sie erinnerte mich an die Kirche im Dorf meiner Großeltern. Sie war ein Stück Heimeligkeit, ein Stück Idylle. Das Modell war ein Volltreffer von Faller, weil es eine emotionale Qualität hat. Wenn sie stilrein wäre, hätte sie sich wahrscheinlich gar nicht so gut verkauft. Da ist zwar Modernes dabei. Aber es ist eine Standardkirche, wie sie sich damals jede Gemeinde vom örtlichen Architekt hätte bauen lassen können. Diese Modell-Kirche war bei meinem Mentor, beim Arbeitskollegen meines Vaters, nicht vorgesehen. Die habe ich von meinem eigenen Geld ergänzt. Nichts ahnend, dass sich meine Berufsentscheidung, Pfarrer zu werden und evangelische Theologie zu lehren, irgendwie auf geheimnisvolle Weise in diesem Stück abgezeichnet hat.

mR: Welchen Menschen begegnen Sie auf den Modellbahnbörsen?

K. R.: Der typische Modellbahner ist leider in meinem Alter, 60, 65, oder älter. Aber noch viel spannender finde ich die Menschen, die mit gebrauchten Modellbahnen handeln. In Berlin habe ich beispielsweise den Herrn Herziger. Ein sehr vornehmer jüdischer Mitbürger, der seine Kundschaft immer erst abtastet, ob sie auch den hintergründigen jüdischen Humor nehmen kann. Dann wird er zum Geschichtenerzähler, spannt einen Bogen vom Stetl seines Vaters, der als Einziger den Holocaust überlebt hat, bis zu ihm, dem in Berlin der Nachkriegszeit geborenen Juden und begeisterten Modelleisenbahner.

mR: Es gibt eine jüdische Seite der Modellbahngeschichte?

K. R.: Darauf hat mich mein Herr Herziger dezent aufmerksam gemacht hat: Der Siegeszug der Firma Märklin setzte ein, als die jüdischen Modellbahnhersteller aus Nürnberg enteignet wurden. Bis 1934 war die Firma Josef Kraus Weltmarktführer, dann wurde der Inhaber enteignet. Seine Spuren verlieren sich in Theresienstadt oder Auschwitz. Und Märklin wurde der große Gewinner. Heute kostet ein unbespielter Märklin-Waggon unter Sammlern das Zehnfach von einem vergleichbaren Waggon dieser jüdischen Firma.

mR: Ersteigern Sie solche Stücke auch im Internet?

K. R.: Ich habe mir über die Jahre hinweg immer wieder die Freude gegönnt, Stücke gebraucht zu erwerben, die für mich in der Kindheit unerschwinglich waren. Dafür gehe ich in einen Laden und entdecke Dinge, die es dort in den letzten Jahren nicht gab. Mein Herr Herziger sagt dann immer: „Herr Prof. Raschzok, schauen Sie mal, das habe ich extra für Sie zurückbehalten.“ Das ist doch viel schöner, als es schnell bei ebay zu ersteigern.

mR: Sie haben zwei erwachsene Söhne von 32 und 34 Jahren. Haben sie Ihre Modellbahn-Begeisterung geerbt?

K. R.: In jedem Haus, in dem sie seit ihrer Kindheit gewohnt haben, hatte ich eine Modelleisenbahn aufgebaut und betrieben. Beide Söhne sind beruflich so stark eingebunden, dass sie das Modellbahnfieber noch nicht erfasst hat. Aber in ihrer Erinnerung ist Modellbahn etwas, was Vater und Söhne miteinander verbindet. Ich weiß noch, als unser Jüngster schon kurz vor 30 war, hat er sich gewünscht, dass wir einen Tag vor Weihnachten wieder im Keller weiterbauen an unserer gemeinsamen Modelleisenbahnanlage.

mR: Wollen Sie die Anlage hier in Ihrer neuen Wohnung wieder aufbauen?

K. R.: Wir haben uns für meinen bevorstehenden Ruhestand so eingerichtet, dass Platz für eine Anlage besteht. Die ist natürlich noch nicht gebaut. Aber da ist der Traum, die unvollendete Anlage fortzusetzen. Ich habe die Mahnung eines liebenswürdigen Händlers aus Eisenach im Ohr. Mike Wüst verabschiedet mich immer mit dem Satz: „Sie müssen auch damit spielen, mir sind schon viele Kunden zuvor weggestorben.“

Das Gespräch führte Karin Berkemann.

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Sommer 18: Modell Moderne

In Plastik sind alle gleich

In Plastik sind alle gleich

Daniel Bartetzko und Karin Berkemann über Miniatur-Welten.

"Im Kopf weiterspielen"

„Im Kopf weiterspielen“

Zu Hause beim Theologie-Professor Klaus Raschzok.

Falk Jaeger, * 1950

Falk Jaeger, * 1950

Der Publizist lernte Architektur mit Modell-Katalogen.

Oliver Elser, * 1972

Oliver Elser, * 1972

Der DAM-Kurator träumte von einer Abknipszange.

Rudolf Evert, * 1946

Rudolf Evert, * 1946

Der Anwalt schätzte schon früh präzise Abläufe.

Amandus Sattler, * 1957

Amandus Sattler, * 1957

Der Architekt wurde statisch früh herausgefordert.

Wolfgang Voigt, * 1950

Wolfgang Voigt, * 1950

Der Architekturhistoriker baute seinen eigenen Flughafen.

Außer Konkurrenz

Außer Konkurrenz

Zu schön, um sie nicht zu zeigen.