Jüdische Architektur in Hamburg

Ob es das gibt, speziell Jüdische Architektur – eine Baukunst, der man ansieht, dass sie von Jüd:innen für Jüd:innen geplant und errichtet wurde -, daran scheiden sich die forschenden Geister. Aber dass jüdischen Architekt:innen und jüdische Bauaufgaben einen prägenden, immer noch in der Forschung und öffentlichen Wahrnehmung stiefmütterlich behandelten Anteil an der deutschen Architekturgeschichte hatten und haben, das dürfte unbestritten sein. Zum Internationalen Denkmaltag 2022, am 28. April 2022, widmet man sich in der Hansestadt um 16.30 Uhr im Warburg-Haus (Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg) daher bereits zum dritten Mal dem Thema der Jüdischen Architektur speziell in Hamburg. Die Veranstaltung will von der Stiftung Denkmalpflege Hamburg zu ihrem eigenen 44. Gründungstag, dieses Mal in Kooperation mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden verschiedene Beiträge zum Thema bündeln, dieses Mal speziell zu den Architektinnen und Architekten.

Nach einer Begrüßung durch Irina von Jagow (Stiftung Denkmalpflege Hamburg) moderiert PD Dr. Andreas Brämer (Institut für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg) vier Vorträge. Zunächst spricht PD Dr.-Ing. Ulrich Knufinke (Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, TU Braunschweig/Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege Hannover) über “Synagogen in Architekturwettbewerben im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts – Augsburg, Berlin, Hamburg”. Anschließend referiert Dr.-Ing. Katrin Keßler (Bet Tfila) über “Jüdische Architekten und Architektinnen aus Hamburg”. Dipl.-Ing. Mirko Przystawik (Bet Tfila) fokussiert seine Ausführungen auf “Semmy Engel und Ernst Friedheim: Architekten für die Jüdische Gemeinde in Hamburg”. Nicht zuletzt porträtiert Dr. Roland Jaeger das Büro “Dr. Block & Hochfeld, die Architekten des Deutschlandhauses”. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, es besteht FFP2-Maskenlicht. Bitte beachten: Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich unter info@denkmalstiftung.de. (kb, 27.4.22)

Hamburg, Deutschlandhaus (Bild: historsiche Postkarte)