Kielstraße

Dortmund, Kielstraße (Bild: Tbachner, CC BY-SA 3.0)

Dortmund: Hochhaus kommt weg

Echt jetzt? Nachdem es bereits seit Jahren angekündigt war, geschieht es jetzt offenbar wirklich: Das Hochhaus in der Dortmunder Kielstraße wird abgerissen. Vor genau 50 Jahren wurde es gemeinsam mit einem identischen Wohnturm von der „Westfälischen Wohnstätten AG“ errichtet. Was 1969 die Dortmunder Nordstadt beleben sollte, scheiterte schnell – es entwickelte sich ein sozialer Brennpunkt. 1992 wurden die reichlich patinierten Gebäude privatisiert, und ihre Wege trennten sich: Den Turm in der Heiligegartenstraße übernahm die städtische „Degewo 21“. Er wurde saniert und aufgehübscht und zählt nun zu den beliebten Wohnlagen. Bis heute ist er voll vermietet.

Der Turm in der Kielstraße ging an eine Gesellschaft aus Heilbronn, die die 102 Wohnungen einzeln anbot. Das Ergebnis: eine Spekulationsruine mit insgesamt 44 Eigentümern, von denen etliche Kredite und Nebenkosten nicht mehr zahlen können. Eine Sanierung konnte nie durchgeführt werden, 2002 wurden im Gebäude aufgrund ausstehender Zahlungen Strom und Wasser abgestellt. Es blieb eine leergeräumte und zugemauerte Ruine. Nach 17 Jahren ist es der Stadt Dortmund nun gelungen, alle Wohnungen zu erwerben – die letzte Mitte Juni. Nachdem bereits mit der Entrümpelung begonnen wurde, soll nun auch ein Abriss-Zeitplan für das sogenannte „Horrorhaus“ bekanntgegeben werden. Die Urbexer-Szene hat bald eine Attraktion weniger … (db, 23.6.19)

Dortmund, Kielstraße (Bild: Tbachner, CC BY SA 3.0)

Hochhaus: Eigentümer gesucht

Dortmund, Hochhausruine Kielstraße (Bild: Thorsten Bachner, CC BY-SA 3.0)
Wo sind die Eigentümer? Etliche Wohnungen in der Dortmunder Kielstraße scheinen herrenlos (Bild: Thorsten Bachner, CC BY SA 3.0)

Die Stadt Dortmund verhandelt immer noch mit den diversen Eigentümern des sogenannten „Horrorhauses“ an der Kielstraße. Damit steht in Frage, ob das seit 2002 geräumte marode Wohnhochhaus – wie ursprünglich geplant – noch in diesem Jahr Eigentum der Stadt wird und abgerissen werden kann.

Es würden weiterhin Verhandlungen und Gespräche mit den Eigentümern über einen Immobilienverkauf geführt, so eine Stadtsprecherin. Insgesamt gebe es 44 Eigentümer, alle seien nicht ortsansässig. Die Stadt hatte lange versucht, sie alle ausfindig zu machen. Ein Projektteam befasst sich sowohl mit den Gesprächen mit Eigentümern und Gläubigern als auch mit den Perspektiven zu einer möglichen Folgenutzung des Grundstücks. Über einen Zeitpunkt für den Abriss des 1969 eingeweihten Baus mit mehr als hundert Wohnungen sei noch keine seriöse Aussage zu machen, heißt es jetzt. (db, 4.11.16)