Grüße aus Köln (mit Gewinnspiel)

Bevor sich das Portal „koelnarchitektur.de“ in die Sommerpause verabschiedet, sendet dessen Redaktion noch ganz nostalgisch postalisch Grüße und ein kleines Gewinnspiel: Man hat eine erste Serie von Postkarten mit Kölner Architekturmotiven drucken lassen, die für die Stadt am Rhein und ihre Architektur (und natürlich auch für ihr Architekturportal) werben sollen. Es wurden vier religiöse Bauten mit Fotografien von Uta Winterhager ausgewählt, davon zwei nachkriegsmoderne und zwei zeitgenössische.

Wer mehr daüber wissen will, kann auf „koelnarchitektur.de“ nachlesen: die Klinikkirche St. Johannes der Täufer von Gottfried Böhm aus dem Jahr 1965 in Köln-Sülz („Auf dem Weg zu Gottfried Böhm“), die Kirche der Katholischen Hochschulgemeinde St. Johannes XXIII von Heinz Buchmann und Josef Rikus in Köln-Sülz aus dem Jahr 1968 („Kirchenschatz“ und „Kirchengeschichten: St. Johannes XXIII“), die Immanuel-Kirche der Brückenschlag-Gemeinde von Sauerbruch Hutten in Köln-Stammheim („Kölns neue Kirche“) aus dem Jahr 2013 und die noch im Bau befindliche DITIB-Zentralmoschee vom Paul Böhm in Köln-Ehrenfeld („Die Kölner Moscheengeschichte“). Ach ja, das Gewinnspiel: Die ersten fünf, die an redaktion@koelnarchitektur.de einen netten Gruß schicken, bekommen von eben dieser je zwei Sets der neuen Postkarten (Postadresse angeben!). (kb, 27.6.15)

Postkartenserie von „koelnarchitektur.de“ (Bilder: Uta Winterhager)

Mit Le Corbusier in die Stille

Es sind „die“ modernen Kirchen schlechthin: die organisch geformte Wallfahrtskirche in Ronchamp und – nicht weniger folgenreich – die kantige Klosteranlage Sainte Marie de la Tourette. Der schweizerische Architekt Le Corbusier (1887-1965) hat mit seiner Formensprache nicht nur im Profanbau seine Spuren hinterlassen, sondern auch gleich mehrere Generationen von Kirchenbauern geprägt. Vom 23. Mai bis zum 26. Juli 2015 widmet sich nun – begleitend zum Kirchentag – eine Ausstellung dem Thema: „Stille und Frieden – die Sakralbauten von Le Corbusier“ ist im Haus Mies van der Rohe (Am Weissenhof 20, 70191 Stuttgart) zu sehen. Veranstaltet wird sie vom Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier/Freunde der Weissenhofsiedlung.

Zur Vernissage am 21. Mai um 19 Uhr hält – nach einem Grußwort von Arne Fentzloff, Vorstand Freunde der Weissenhofsiedlung – Reinhard Lambert Auer, Kunstbeauftragter der Landeskirche Württemberg – den Kurzvortrag „Neuer Kirchenbau“,Hanna Kölbel, Cello,  Kottos von Iannis Xenakis. Am 17. Juli informiert Arthur Rüegg um 19:30 Uhr in der Weissenhofwerkstatt im Haus Mies van der Rohe (Am Weissenhof 20, 70191 Stuttgart) mit seinem Vortrag Bild-„Architektur“ über den Fotoreporter und -künstler René Burri, der als fotografischer „Chronist“ von Le Corbusier gilt. Wegen der geringen Platzzahl, wird um Voranmeldung gebeten: 0711 2579187, info@weissenhofmuseum.de. (kb, 19.5.15)

Bis ins Detail stilbildend: die Wallfahrtskirche in Ronchamp (Bild: Wladyslaw, GNU oder CC BY SA 3.0)

Kirchenwettbewerb für NRW

Wir könnten es eine „große Herausforderung“ nennen oder eine „gewaltige Aufgabe“. Kurz: Es steht schlecht um die Zukunft vieler Kirchenbauten (wie gehabt: zu wenige Mitglieder und zu wenig Geld erzeugen zu viele Spar- und Fusionswellen) – und das trifft (mal wieder) vor allem die Baukunstwerke der Nachkriegsmoderne. Doch dagegen will der folgende Wettbewerb etwas unternehmen: Mit „Kirchen und ihre Zukunft. Sanierung – Umbau – Umnutzung“ sucht die Wüstenrot Stiftung gute vorbildhafte Beispiele, wie „Kirchengebäude und Gemeindezentren als öffentliches Bekenntnis und sichtbarer Teil eigener kultureller Identität erhalten werden können.“

Es gebe unterschiedliche Wege, wie Kirchengebäude an aktuelle und zukünftige „Herausforderungen“ (hatten wir ja schon) angepasst werden: sanieren, umbauen oder umnutzen. Ziel des Wettbewerbs sei es, eine Übersicht gelungener Beispiele zu erstellen und damit die Bandbreite möglicher Strategien aufzuzeigen. Gesucht werden Projekte, die nach dem 1. Januar 2000 in Deutschland fertiggestellt wurden und einen „substanziellen Beitrag im Sinne der Wettbewerbsaufgabe“ leisten: „wegweisend, innovativ und nachhaltig“. Alle Unterlagen sind bis zum 15. Juli 2015 einzureichen, die Ergebnisse der Jury werden im Dezember bekanntgegeben. (kb, 16.5.15)

Bis zum 15. Juli können sich Projekte beim „Kirchenwettbewerb“ um Preisgelder von insgesamt 50.000 Euro bewerben (Bild: Wüstenrot Stiftung)