Postamt Spandau kommt weg

Postamt Spandau kommt weg

Berlin-Spandau,Klosterstrasse, Bild Ralf Salecker
1980 gebaut, 1995 verlassen: das Postareal an der Klosterstraße in Berlin-Spandau. (Bild: Ralf Salecker, www.unterwegs-in-spandau.de)

Gerade mal 15 Jahre war das Postamt in der Berliner Klosterstraße in Betrieb. Mitte der 1990er schlossen sich dann die Pforten des 1980 eröffneten Baus. Und seitdem liegt er in Agonie: Anfangs noch gut bewacht, sind Verfall und Vandalismus mittlerweile Tür und Tor geöffnet. Der Betonbau mit den charakteristischen roten Bändern war übrigens schon zu Zeiten der Schließung für den Abriss vorgesehen.

Die Post verkaufte das 14.000 Quadratmeter große Areal an einen Investor, der ein Einkaufszentrum errichten wollte – die zur gleichen Zeit realisierten „Spandau-Arcaden“ verhinderten das Projekt und so wurde die Post zum Spekulationsobjekt. Nach wiederholtem Besitzerwechsel soll es jetzt konkret werden mit der Neuplanung, und damit auch mit dem Abriss des Postgebäudes. Die neuen Eigentümer FAY Projects (Mannheim) und merz objektbau (Aalen) wollen zunächst für ihre Vision (irgendetwas zwischen „Wohnen, Kaufen und Freizeit“) Bebauungsvarianten entwickeln. Parallel soll vom Bezirk ein Bebauungsplan aufgestellt werden, zu dem noch in diesem Jahr die Bürgerbeteiligung vorgesehen ist – so zitiert der „Tagesspiegel“ Baustadtrat Carsten Röding (CDU). Demnach könnte 2020/21 die Neubebauung stehen. Oder wie das Online-Portal „Unterwegs in Spandau“ salomonisch titelt: „Die Postruine kommt weg! Nicht gleich, aber wahrscheinlich bald“. (db, 25.5.16)