Heute schon an morgen denken

Dieser Daumen gehört zu Martin Maleschka, so wie der übrige Inhalt des Titelmotivs. Denn auch in diesem Jahr hat er wieder seine schönsten Motive zu einem Kalender zusammengeschnürt. Für das Jahr 2020 stehen nun 12 DDR-Meisterwerke der baugebundenen Kunst aus diesen Standorten: Berlin, Chemnitz, Dresden, Greifswald, Leipzig, Ludwigsfelde, Magdeburg, Merseburg, Niederwürschnitz, Potsdam, Röbel/Müritz, Schierke und Zwickau. Und hier noch die Eckdaten: DIN A3 Hochformat, 14 Blatt (12 Monate plus je ein Deck- und Schlussblatt), 250g-Papier, matt, einseitig Vierfarbdruck, 20 Euro pro Kalender, 5 Euro versicherter Versand mit DHL – einfach eine Personal Message an Martin Maleschka via Facebook.

Und wer sein Weihnachtsgeschenk veredeln möchte, dem sei der mR-Unterstützershop ans Herz gelegt, denn hier gibt es die zehn schönsten Motive moderner Baukunst der DDR-Zeit in einer Dose. In der mR-Postkartendose „Maleschka“ finden sich Aufnahmen aus Berlin (Ost), Chemnitz, Greifswald, Magdeburg, Neubrandenburg, Potsdam, Ribnitz-Damgarten, Rostock und Wienrode. Gedruckt wurden die zehn Postkarten im DIN-A6-Format (10,5 x 14,8 cm) im Vierfarb-Offset-Verfahren auf 350-Gramm-Papier. Alles edel verpackt in einer klassischen Weißblechdose (15,5 x 11,5 x 1 cm) – individuell weiterverwendbar als Zeitkapsel oder Erinnerungsdose. Und obendrauf gibt es noch eine elfte Postkarte mit einem Motiv-Überblick, per Hand signiert von Martin Maleschka. (kb, 29.10.19)

oben: Martin-Maleschka-Kalender 2020; unten: Martin Maleschka siginiert für die Postkartendose „Maleschka“ (Bilder: Martin Maleschka)

Gesucht: Kunst am Bau

Bei den heutzutage geforderten Bau-Standards fällt ein lange selbstverständlicher Begriff leider mehr und mehr unter den Tisch: die Kunst am Bau. Egal ob Mosaike, Plastiken oder Wandbilder, vor allem das vergangene Jahrhundert hat eine einmalige Vielfalt an identitätsstiftenden Kunstwerken im öffentlichen Raum hervorgebracht. Deren Existenz ist nun durch rücksichtslose Sanierungsmaßnahmen, durch das schnöde Übersehen und Vergessen gefährdet. Gerade bei Gebäuden der 1950er bis 1970er Jahre, die noch nicht dem Denkmalschutz unterstehen, ist Gefahr im Verzug.

Der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) sucht daher für eine Publikation ausgewählte Beispiele, die glücklich bewahrt werden konnten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem bürgerschaftlichen Engagement: Wie konnte das Kunstwerk gerettet werden? Wer waren die Akteure? Die Vorschläge (einleitende Objektbeschreibung, Hintergrundinformationen, gerne auch Bilder) können bis zum 21. Januar 2019 eingereicht werden bei: redaktion@bhu.de. Für Nachfragen steht zur Verfügung: Kristin Gehm, 0228 224091. Die dann Ausgewählten sollten Kurztexte oder auch längere Artikel (bis zu ca. 20.000 Zeichen) bis zum 11. Februar 2019 mit entsprechendem Bildmaterial/Bildrechten vorlegen. Nach Fertigstellung der Publikation erhalten alle Autoren – und ausgewählte Multiplikatoren – ein kostenfreies Belegexemplar. (jm, 9.1.19)

Thale, Wandbild (Bild: JurecGermany, gemeinfrei, 2011)

Was bleibt … in Arnstadt

Sie kennen das Problem: Zu viele tolle Ausstellungen und zu wenig Zeit, an all die spannenden Orte zu fahren. Da haben wir eine gute Nachricht: Martin Maleschka reist mit seinen wundervollen Fotografien der Ostmoderne quer durch die Republik, und damit sehr sehr wahrscheinlich irgendwann auch in ihre Heimatstadt. Dieses Mal macht er in Arnstadt Station unter dem Titel „Was bleibt ist die Kunst. Kunst am Bau der DDR“.

Der Cottbuser Fotograf dokumentiert schon seit Jahren unermüdlich Kunst am Bau der DDR. Denn es ist nicht neu, hat aber leider noch nicht ganz den Weg gefunden aus den Herzen der Ostmodernisten in die Köpfe der Entscheider: Kunstobjekte der DDR-Zeit verschwinden im großen Stil aus dem öffentlichen Raum und landen im besten Fall im städtischen Depot. Grund genug, jetzt 40 ausgewählte Fotografien in Arnstadt (Terrassenwohnanlage Lohmühlenweg 31, 99310 Arnstadt) zu zeigen. Die Eröffnung wird am 5. Juni 2018 um 18 Uhr gefeiert, die Schau ist im Anschluss bis zum Herbst zu sehen und soll dan weiter wandern. Wenn Sie aber nicht mehr länger warten können oder wollen: Auf nach Arnstadt! (kb, 28.5.18)

Willi Neubert, Wandgestaltung in Halle-Neustadt (Bild: Martin Maleschka)