Schlagwort: Kunstgeschichte

Sozialismus und Kunstgeschichte

Dresden, "Der Sozialismus siegt" (Bild: Erich Braun, CC BY SA 3.0)
Der Sozialismus und die Kunst, eine Geschichte voller Missverständnisse: der Schriftzug „Der Sozialismus siegt“ im „wiederaufgebauten“ Dresden (Bild: Erich Braun, CC BY SA 3.0)

Osteuropa hat in der Forschung gerade Konjunktur – dennoch gibt es noch weiße Flecken auf der Landkarte wie die Rolle des sozialistischen Kunsthistorikers: ihren Aktivitäten an den Hochschulen, im Ausstellungswesen und in den Massenmedien.

Die dazugehörige Veranstaltung: „Art History and Socialism(s) after World War II: The 1940s until the 1960s“ wird vom 27. bis zum 29. Oktober 2016 im Institut für Kunstgeschichte in Tallinn – in Kooperation mit dem Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig und dem „Chair of Art History of Eastern and East Central Europe“ an der Humboldt Universität Berlin – stattfinden. Die Konferenz behandelt Themen die Rolle Moskaus in der Entwicklung der marxistisch-leninistischen Kunstgeschichts-Diskussion, nationale Schulen in den „sozialistischen Staaten“, das Verhältnis zur Moderne in der stalinistischen Ära u. v. m. (kb, 6.7.16)

Sozialismus und Kunstgeschichte

Dresden, "Der Sozialismus siegt" (Bild: Erich Braun, CC BY SA 3.0)
Der Sozialismus und die Kunst, eine Geschichte voller Missverständnisse: der Schriftzug „Der Sozialismus siegt“ im „wiederaufgebauten“ Dresden (Bild: Erich Braun, CC BY SA 3.0)

Osteuropa hat in der Forschung gerade Konjunktur – dennoch gibt es noch weiße Flecken auf der Landkarte wie die Rolle des sozialistischen Kunsthistorikers: ihren Aktivitäten an den Hochschulen, im Ausstellungswesen und in den Massenmedien. Die dazugehörige Veranstaltung: „Art History and Socialism(s) after World War II: The 1940s until the 1960s“ soll vom 28. bis zum 29. Oktober 2016 im Institut für Kunstgeschichte in Tallinn – in Kooperation mit dem Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig und dem „Chair of Art History of Eastern and East Central Europe“ an der Humboldt Universität Berlin – stattfinden. Die Konferenz sucht nach Themen wie: die Rolle Moskaus in der Entwicklung der marxistisch-leninistischen Kunstgeschichts-Diskussion, nationale Schulen in den „sozialistischen Staaten“, das Verhältnis zur Moderne in der stalinistischen Ära u. v. m.

Einsendungen (Titel und Abstract: rund 400 Worten, Biographie: rund 150 Worten, Kontaktdaten als rtf-, doc- oder docX-Format), werden bis zum 25. Februar 2016 entgegengenommen unter: Kristina Jõekalda, kristina.joekalda@artun.ee. Die dann ausgewählten Beitragenden werden voraussichtlich von der Anmeldegebühr freigestellt, erhalten ihre Reisekosten erstattet. Für 2017 und 2018 sind Folgetagungen in Berlin und Leipzig geplant. (kb, 15.1.15)

Architektur im Film

Architektur im Film (Bild: transcript Verlag)
Architektur im Film (Bild: transcript Verlag)

„Ein Raum will nicht allein gesehen werden, er will auch körperlich empfunden sein, man muss ihn durchschreiten können.“ schrieb der Filmemacher und Kunsthistoriker Hans Cürlis 1924. Die Möglichkeit dazu sah er mit dem Medium Film gegeben, das hier im Vergleich zur Fotografie einen Quantensprung versprach. Die Begeisterung für das Medium teilten viele Vertreter der kunsthistorischen Zunft. Ein jüngst erschienener Sammelband untersucht Geschichte und Perspektiven dieser Euphorie und nimmt das breite Spektrum „Architektur im Film“ in den Blick.

Nicht nur die Kunstgeschichte, auch die Architektur zeigte sich in der Zwischenkriegszeit vom Avantgardemedium Film fasziniert. Besonders die Vertreter des Neuen Bauens popularisierten damit ihre Bauprogramme und Raumkonzeptionen. Im Nationalsozialismus erlebte der Architekturfilm einen regelrechten Boom, nach 1945 verschwand er in der Nische. Erst 30 Jahre nach Kriegsende begann die Kunstgeschichte, sich erneut für den filmischen Blick auf Architektur zu interessieren. Dieses Interesse hält bis heute an und wurde durch den Aufstieg der neuen Medien um viele Facetten erweitert. Der von Christiane Keim und Barbara Schrödl herausgegebene Sammelband untersucht die historischen und theoretischen Verflechtungen von Film, Architektur und Kunstgeschichte und zeigt Perspektiven für die zukünftige Entwicklung auf. (jr, 5.10.15)

Keim, Christiane/Schrödl, Barbara, Architektur im Film. Korrespondenzen zwischen Film, Architekturgeschichte und Architekturtheorie, transcript Verlag, Bielefeld 2015, 244 Seiten,
ISBN 978-3-8376-2598-1.

Die Kunsthistoriker und der Weltkrieg

Gasangriff im Ersten Weltkrieg an der Ostfront (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-F0313-0208-007)
Auch Kunsthistoriker meldeten sich (anfangs) begeistert freiwillig an die Front (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-F0313-0208-007)

1917 folgerte Wilhelm von Bode (1845-1929), Generaldirektor der Königlich Preußischen Museen: „Inter Arma Silent Musae“. Eine gleichnamige Vorlesungsreihe widmet sich vom 29. April bis zum 15. Juli 2015 mittwochs zwischen 18 und 20 Uhr am Berliner Institut für Kunst- und Bildgeschichte (Hauptgebäude der HU, Unter den Linden 6, ikb-sekretariat@culture.hu-berlin.de) dem Ersten Weltkrieg. Denn auch die meisten Kunsthistoriker standen dem Kriegsausbruch wohlgesonnen gegenüber. Doch zerteilten die Fronten auch Forschungszusammenhänge, wuchsen die Begehrlichkeiten zur „Vervollständigung“ der Sammlungsbestände.

Auf dem Programm stehen: 29. April, G. Sievernich (Berlin), „1918“; 13. Mai, N. Doll (Berlin), „Zwischen Kunstschutz und Forschung“; 20. Mai, B. Störtkuhl (Oldenburg), „Entdeckungen und Vereinnahmungen einer ‚terra incognita“; 27. Mai, S. Trinks (Berlin), „Adolph Goldschmidt und die europäische Kunstgeschichte; 3. Juni, P. Winter (Berlin), „Direktoren der Königlichen Museen zu Berlin während des Krieges“; 10. Juni, M. Diers (Berlin/Hamburg), „Warburg, der Weltkrieg und die Wende in der Wissenschaft“; 17. Juni, P. Schneider (Berlin), „Fritz Saxl in den Jahren zwischen 1914 und 1920“; 24. Juni, I. Scheuermann (Dortmund), „Paul Clemen und die deutsche Denkmalpflege im Ersten Weltkrieg; 1. Juli, T. Rudert (Dresden), „Der Dresdner Galeriedirektor Hans Posse“; 8. Juli, A. Dorgerloh (Berlin), „Reims und Die Kathedrale des 20. Jahrhunderts“; 15. Juli, H. Bredekamp (Berlin), „Die Beschießung der Kathedrale von Reims“. (kb, 26.4.15)

„Die Tage woher wir kommen“

Berlin, Ernst Bloch auf 15. Schriftstellerkongress (Bild: Bundesarchiv Bild-Nr.183-35545-0009, Bild: Krueger)
Schriftsteller und Philosophen wie Ernst Bloch sinnierten im 20. über das 19. Jahrhundert (Bild: Bundesarchiv Bild 183-35545-0009, Bild: Krueger)

Mit dem Ersten Weltkrieg, spätestens mit der Machtüberlassung an die Nationalsozialisten wurde das 20. Jahrhundert erwachsen – und schaute zurück auf die eigene Kindheit. Das 19. Jahrhundert interessierte nun Größen aus den verschiedenen Disziplinen – vom Philosophen Ernst Bloch über den Architekturhistoriker Sigfried Giedion, den Politikwissenschaftler Dolf Sternberger und den Theologen Ernst Troeltsch bis zum Soziologen Norbert Elias und zum (Kunst-)Historiker Benedetto Croce. Der Blick auf das 19. sollte die Krisen im 20. Jahrhundert erklären.

Diesem Thema widmet sich die Konferenz „Die Tage woher wir kommen? Das 19. im 20. Jahrhundert“, die vom 12. auf den 13. Dezember 2014 an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz stattfinden wird. Es handelt sich zugleich um die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 19. Jahrhunderts. Vorschläge (ca. 300 Wörter, für einen etwa 20-minütigen Vortrag, inkl. CV, Reisekosten werden übernommen) aus allen kulturwissenschaftlichen Disziplinen können bis zum 15. September 2014 gesendet werden an: Prof. Dr. Gregor Wedekind, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft, Jakob-Welder-Weg 12, 55128 Mainz, gregor.wedekind@uni-mainz.de. (kgb, 18.7.14)


Daniel Bartetzko (Bild: K. Berkemann)Daniel Bartetzko, * 1969, Germanist M. A., Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Kulturanthropologie in Frankfurt/Main, 1998-2007 freier Journalist im Bereich Feuilleton u. a. für die Frankfurter Rundschau, heute Redakteur bei Oldtimer Markt und Oldtimer Praxis, Schwerpunkte: moderne Architektur, Oldtimer, Design.

d.bartetzko@moderne-regional.de

Heftredaktionen: Im Hotel (18/1, mit K. Berkemann); Verdämmt (17/2), Pretty Ugly (16/1), „Ein Bild von einem Waschbeton“ (Fotospezial 15, mit K. Berkemann), Fußläufig (15/2, mit S. Necker), Gestrandete Wale (14/2, mit J. Reinsberg), Sport und Spektakel (14/1, mit K. Berkemann); Beiträge: Wien, Hotel Wien (18/1), Brücken-Raststätte „Dammer Berge“ (17/3), Interview mit M. Pfeil (17/2), Zweimal Bürofassade (17/2), Flaminio Bertoni (16/3), Interview mit U. Schüler-Witte (16/1), Interview mit P. Cachola Schmal (14/2), Interview mit H. E. Haverkampf (15/2), Der Hockenheimring (14/1), regelmäßig aktuelle Meldungen und Newsletter.

Dr. Karin Berkemann (Bild: privat) Dr. Karin Berkemann, * 1972, Dipl.-Theol., Kunsthist. M. A., Fortbildung “Architekt in der Denkmalpflege”, seit 2002 freie Kirchbau-Projekte, 2008-10 wiss. Volontärin/Angestellte beim Landesamt für Denkmalpflege Hessen, seit 2013 Kustodin am G.-Dalman-Institut mit Lehrauftrag „Kulturlandschaft Palästina“ an der Uni Greifswald sowie freie Bauforscherin, Schwerpunkt: öffentliche Bauten.

k.berkemann@moderne-regional.de

Programmierung/Satz: seit Heft 2014/1; Heftredaktionen: „Geht aufs Haus!“ (18/4),Modell Moderne (18/2, mit D. Bartetzko), Im Hotel (18/1, mit D. Bartetzko), Mettigel (17/3), Spacedesign (16/3), Haus mit Turm (15/4), Untergründig (15/3, mit M. Bredenbeck), „Ein Bild von einem Waschbeton“ (Fotospezial 15, mit D. Bartetzko), Gibt es nicht! (15/1 mit U. Knufinke), Rauf und runter (14/3), Sport und Spektakel (14/1 mit D. Bartetzko); Beiträge: Autobahnkapelle Hamm (19/1), Der Entenflötenkessel (18/4), Sacre brut (18/3), In Plastik sind sie alle gleich (18/2, mit D. Bartetzko), Interview mit K. Raschzok (18/2), Jerusalem, Beit Belgiyah (18/1), Interview mit M. Escherich (17/3), Bau mir den Weltraum! (16/3), Interview „Planetenviertel“ Garbsen (16/3), Unter der Laterne (16/1), Interview mit R. Curti und M. Krause (15/4), Meine Kirchen (15/4), Palästina vor 1914 (15/1), Interview mit F. Grundmann (14/3)Das Kulturhaus Zinnowitz (14/2), Das Kurbad Köningstein (14/1), Interview mit Dieter Rams (14/1), regelmäßig aktuelle Meldungen und Newsletter.

Der Wert der Kunst

Der Wert der Kunst (Bild: D. Bartetzko)
Der Wert der Kunst (Bild: D. Bartetzko)

Spätestens seit dem „Fall Gurlitt“ diskutiert die breite Öffentlichkeit über Fälschung und Original, Gewinn und Verlust in der Kunst. Das Thema „Der Wert der Kunst“ stellen der Verband Deutscher Kunsthistoriker und das Institut für Kunstgeschichte Mainz in den Mittelpunkt des Kunsthistorikertags 2015. Daher werden nun interessierte Kollegen eingeladen, ihr Exposé (1–2 Seiten) für Einzelvorträge in den verschiedenen Sektionen – darunter das 40-jährige Jubiläum des Europäischen Denkmalschutzjahrs 1975 – bis zum 14. Mai 2014 einzusenden an: Verband Deutscher Kunsthistoriker e. V. , Haus der Kultur, Weberstraße 59a, 53113 Bonn, info@kunsthistoriker.org.