Kaufhof Landau soll fallen

Die Lösung klingt ein wenig nach Immobilienkonzepten der 1990er: Verkaufen, abreißen, neu bauen, wieder einmieten. So, oder so ähnlich, könnte es für den Kaufhof in Landau aussehen. Das Warenhaus zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt wurde 1964 eröffnet. In dieser städtebaulich prominenten Lage staffeln sich scharfgeschnittene Quader empor zu einem markten Eckgebäude. Die Glasfassaden folgen dem fortschrittsverheißenden internationalen Stil.

Am 9. August erläuterte der Projektentwickler ehret + klein , der das Kaufhofgebäude zusammen mit dem Nachbargrundstück erst im Januar 2018 erworben hat, seine Pläne für das Areal. Für Ende diesen Monats ist ein Workshop mit Bürgerbeteiligung vorgesehen, im Anschluss bis Februar 2019 ein Architektenwettbewerb mit fünf Büros. 2023 sollen Abriss und Neubau abgeschlossen sein – rechtzeitig zum 2024 anstehenden 750-jährigen Stadtjubiläum. Die Projektentwickler hoffen, dass auch der Kaufhof, dessen Mietvertrag noch bis 2021 besteht, zu den Nutzern des Neubaus zählen wird. (kb, 13.8.18)

Landau, Kaufhof (Bild: Postkarte, Cramers Kunstanstalt, 1965)

Im Generalstabsgebäude Landau

Im Generalstabsgebäude Landau

Landau, Generalstabsgebäude (Foto: Thomas Holch)
Soll zu Wohnungen umgenutzt werden: das  Generalstabsgebäude Landau (Foto: T. Holch)

Das Generalstabsgebäude in Landau, ein in den frühen 1950er Jahren entstandener Verwaltungsbau der französischen Besatzungsarmee am Rande des Stadtentwicklungsgeländes der Landesgartenschau 2015, wird gerade zu Wohnungen umgebaut. Unter dem neuen Namen „Philosphengärten“ möchte Thorsten Holch, Investor und selbst Architekt, hochwertigen Wohnungsbau in die inzwischen denkmalgeschützte Substanz einbinden. Großzügige Balkone für moderne Wohnansprüche und der Erhalt einer Verwaltungsarchitektur der Nachkriegszeit – geht das zusammen? Tiefgarage, Energieeffizienz, Aufzug und lichte Wohnungen unter dem Dach – das alles gilt es, im Einklang mit den denkmalpflegerischen Anforderungen umzusetzen.

Unmittelbar vor der Fertigstellung macht die Reihe „Ortsgespräche“ zu ihrer fünften Ausgabe am 30. September 2016 um 17 Uhr in Landau Station. Diesmal stehen Rundgang und Diskussionsrunde im Zeichen von Konversion, Nachkriegsmoderne und moderner Wohnnutzung. Die Denkmalpflege und Architekten stellen das Projekt vor, es folgt die vom renommierten Architekturkritiker Dr. Wolfgang Bachmann moderierte Gesprächsrunde Mit der Landeskonservatorin Dr. Roswitha Kaiser, dem Landauer Oberbürgermeister Thomas Hirsch sowie dem Architekten und Investor Thorsten Holch. Die Reihe „Ortsgespräche“ wird von der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und der Generaldirektion Kulturelles Erbe gemeinsam durchgeführt. Kurzentschlossene können sich noch bis zum 27. September anmelden unter Fax (06131/2016-222) und Mail (anmeldung@gdke.rlp.de). (kb, 22.9.16)