bauhaus REGIONAL

„Das Bauhaus in der Provinz“ – unter diesem Titel widmet sich am 2. und 3. November 2017 ein Symposium in Oldenburg dem Bauhaus außerhalb von Weimar, Dessau und Berlin. Die Tagung fragt nach der Wirkung der legendären Kunstschule auf die Region Oldenburg, verfolgt die Biografien einzelner Bauhäusler im Exil und diskutiert die Rezeption der Avantgardeschule nach 1945. Anmelden kann man sich unter: 0441/2207344 oder info@landesmuseum-ol.de.

Die Tagung ist Teil des Forschungsprojekts „Das Bauhaus in Oldenburg. Avantgarde in der Provinz“. Es untersucht Kooperations- und Berührungspunkte des Landesmuseums Oldenburg und des Bauhaus sowie das Wirken von vier Bauhäuslern aus Oldenburg und Ostfriesland. Mit Walter Müller-Wulckow, dem Gründungsdirektor des Museums, verfügte das Bauhaus über einen Fürsprecher, der nicht nur seine Ideen in der niedersächsischen Provinz bekannt machte, sondern auch junge Talente aus der Region zu einem Studium an der Kunstschule motivierte. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden der Öffentlichkeit zum Bauhausjubiläum 2019 in einer Ausstellung und einer begleitenden Publikation präsentiert. (jr, 24.9.17)

Bauhaus, Oldenburg … ähm, natürlich: Dessau (Bild: PD)

Die wilden 70er in Oldenburg

Die wilden 70er in Oldenburg

Der Weltraum-Look war in der 70ern der letzte Schrei (Bild: Landesmusem Oldenburg, Sven Adelaide)
Der Weltraum-Look war in der 70ern der letzte Schrei (Bild: Landesmuseum Oldenburg, Sven Adelaide)

Eine Sonderausstellung des Landesmuseums in Oldenburg nimmt die bunten Jahre in den Blick: „Demo, Derrick, Discofieber“ widmet sich den Jahren 1970 bis 1980 in der Bundesrepublik. Der Fokus ist breit gewählt – neben Politik, Kunst und Popkultur stehen auch Design, Alltagsgeschichte und Mode auf dem Programm. Die Schau ist bis zum 20. März 2016 im Oldenburger Schloss (Schlossplatz 1, 26122 Oldenburg) zu sehen.

Das breite thematische Spektrum wird mit einer entsprechenden Vielfalt an Exponaten abgedeckt. Viele davon stammen von privaten Leihgebern. Das Oldenburger Schloss wurde für die Ausstellung zur Seventies-Wunderkammer umfunktioniert und zeigt unter anderem zeittypische Kleidung, Hausrat, Technik, Spielzeug und Plakate. Den Auftakt bildet ein raumgroßer Setzkasten mit Design-Ikonen der Siebziger. Ein „Catwalk“ widmet sich der schrillen Mode des Jahrzehnts: Hot-Pants, Plateauschuhe, Hippie-Kleider und Folkloregewänder. Erinnerungen wird bei manchem auch das stilechte Jugendzimmer wecken, das mit Mustertapete und Flokati-Teppich aufwartet. Als besondere Highlights erwarten den Besucher Requisiten aus dem Bond-Film „Moonraker“ und Designobjekte des legendären Luigi Colani. (jr, 30.11.15)