Blühende Landschaften

Blühende Landschaften

Wien, Wohnpark Alt Erlaa (Bild: Thomas Ledl, CC BY-SA 4.0)
Wien, Wohnpark Alt Erlaa (Bild: Thomas Ledl, CC BY-SA 4.0)

Für zahlreiche städtebauliche Konzepte des 20. Jahrhunderts war neben Architektur und Verkehrsplanung die Gestaltung der natürlichen Umwelt von elementarer Bedeutung. Landschaften und Grünflächen sollten zu einem Teil der modernen Metropolen werden, das vertraten die Verfechter der Gartenstadtbewegung ebenso wie der aufgelockerte Städtebau der Nachkriegszeit. Diesem Themenkomplex widmet sich die 14. Karlsruher Tagung „Das architektonische Erbe“ am 24. Februar 2017 unter dem Titel „Landschaft. Die Konzepte der Moderne und die aktuelle Praxis“. Zentral ist dabei die Frage, welche Chancen es bietet, Landschaft und Bebauung zusammenzudenken.

Neben historischen städtebaulichen Utopien stehen auch aktuelle Planungsansätze und Fragestellungen auf der Agenda der Fachtagung, etwa, inwiefern Ökologie auch in Zukunft im urbanen Raum planbar ist. Die Tagung endet in einer Kurzexkursion nach Frankfurt am Main, wo unter anderem der Ostpark, das Museumsufer und der Westhafen als konkrete Fallbeispiele auf dem Programm stehen. Anmelden kann man sich hier. (jr, 1.2.17)

New Landscapes of Design 1960-80

Zwischen 1960 und 1980 wurde in Ost- und Westeuropa so viel gebaut wie nie zuvor. Architektur sollte effizient und utopisch sein, bis die Jahre 1968 und 1973 – mit ihren aufbrechenden sozialen und wirtschaftlichen Krisen – das vorherrschende Konzept von Moderne umwarfen. In diesen prägenden Jahren weiteten viele Gestalter ihr Verständnis von Bauen: An die Stelle eines „Mehr an Masse“ sollte die Vernetzung von Bau und Umwelt, von Architektur und Landschaft treten. Nach der erfolgreichen internationalen Tagung “ Re-humanizing Architecture. New Forms of Community, 1950-1970″ lädt die ETH Zürich am 28. und 29. November 2014 zu einem zweiten Symposion mit dem Titel „Re-scaling the Environment. New Landscapes of Design 1960-1980“ ein.

In der Reihe „East West Central“ sollen nun die Architektur- und Raumplanung der 1960er und 1970er Jahre in Ost- und Westeuropa vergleichen werden. Fächerübergreifend öffnet sich die Tagung auch für Themen wie Kybernetik, Wirtschaftsplanung und Soziologie. Anhand von Fallbeispielen soll untersucht werden, wie die verschiedenen Ländern und in den beiden großen politischen Blöcken mit dem Verhältnis von Architektur und Landschaft umgingen. Besonders interessiert dabei, wie sich damals Baukünstler in Ost und West untereinander austauschten und vernetzten. (kb, 2.9.14)

Schon in den frühen 1960er Jahre wollte das „Atelier 5“ mit der Siedlung Halen bei Bern modernes Wohnen und Natur verbinden (Bild: Ginkgo2g)