Stadtlandschaften „authentisieren“

Stadtlandschaften „authentisieren“

Wann ist ein Stadtraum authentisch? Ein Workshop in Erkner beschäftigt sich mit dieser Frage (Bild: Mylius, GFDL 1.2)
Wie „echt“ ist ein Stadtraum (hier der Frankfurter Römerberg, der seit den Kriegszerstörungen stufenweise „rekonstruiert“ wird)? Ein Workshop in Erkner beschäftigt sich grundlegend mit dieser Frage (Bild: Mylius, GFDL 1.2)

Am Freitag, den 3. Juli 2015 lädt das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung zum Workshop „Authentisierung von Stadtlandschaften II“ ins brandenburgische Erkner. „Authentizität“ als Eigenschaft des vermeintlich Echten, Wahren von Dingen oder Personen beschäftigt seit einiger Zeit verstärkt die Forschung. In der Themenlinie „Historische Überlieferungsräume“ des Forschungsverbunds „Historische Authentizität“ wird u. a. untersucht, welche Bestandteile von Städten und Landschaften als historisch „echte“ Orte dargestellt werden.

Die Tagung fragt, mit welchen Begriffen und Strategien dies historisch geschah und geschieht, und welche Akteure, Diskussionen und Schübe von „Authentisierung“ sich identifizieren lassen. Der Workshop führt eine Konferenz vom 22./23. Juni 2014 fort und legt nun seinen Schwerpunkt auf transnationale Perspektiven und Formen der „Authentisierungen“. Damit kommt auch in den Blick, wie die Nachkriegsmoderne mit der „Echtheit“ umging und wie wir heute die historisch werdenden Zeugnisse Nachkriegsmoderne wahrnehmen. Zu den Referenten zählen unter anderem Torsten Meyer (Zürich), Andreas Fülberth (Leipzig) und Olaf Gisbertz (Braunschweig). Anmeldungen werden noch bis zum 29. Juni entgegengenommen unter: Petra Geral, petra.geral@irs-net.de, Tel 03362 793-142, www.irs-net.de/Authentisierung. (db, 29.6.15)

+++ ACHTUNG: AM 29. JUNI 215 IST ANMELDESCHLUSS! +++

Das ISA in den Wendejahren

Das ISA in den Wendejahren

Baupolitik und Planung im Umbruch (Bild: Leibniz-Gesellschaft)
Baupolitik und Planung im Umbruch (Bild: Leibniz-Gemeinschaft)

Das ISA (Institut für Städtebau und Architektur) war Teil der Bauakademie – der wichtigsten Behörde, Forschungseinrichtung und Gelehrtengesellschaft, mit welcher die DDR in diesem Gebiet aufwarten konnte. 1962 gegründet, beaufsichtigte das ISA alle Generalbebauungspläne, Neubaugebiete und städtebaulichen Wettbewerbe. Darüber hinaus beteiligte es sich an der (internationalen) Forschung und bot in den 1980er Jahren einen Ort für Reformdiskussionen.

Am 12. Dezember 2014 richtet die Leibniz-Gemeinschaft in Berlin die Tagung „Baupolitik und Planung im Umbruch: Das ISA der Bauakademie der DDR 1985-1995“ aus. Die Konferenz beleuchtet die Rolle des ISA im innerdeutschen und internationalen Fachdiskurs und in den Umbruchsjahren um 1989. Darüber hinaus wird nach dem bleibenden Beitrag des ISA gefragt. Es wird eine Tagungsgebühr von 5 Euro erhoben. Um Anmeldung wird bis zum 5. Dezember 2014 gebeten unter: Petra Geral, geral@irs-net.de, 03362/793142 oder unter www.irs-net.de/ISA-Tagung. (kb, 25.11.14)