Hambacher Architekturgespräche

Hambacher Architekturgespräche

Ludwigshafen, BASF-Hochhaus (Bild: Rudolf Stricker)
2014 abgerissen: das sog. BASF-Hochhaus in Ludwigshafen (Bild: Rudolf Stricker)

Der Abbruch des BASF-Hochhauses in Ludwigshafen ist nur eines von vielen Beispielen: Auch in Rheinland-Pfalz fallen prominente Bauzeugnisse der Nachkriegsmoderne. Am 9. Juni stehen die diesjährigen Hambacher Architekturgespräche (Hambacher Schloss, Festsaal, 67434 Neustadt an der Weinstraße) zwischen 18 und 20 Uhr unter dem Motto „Nachkriegsmoderne – ungeliebt und unterschätzt?“. Die Architektenkammer Rheinland-Pfalz will über die baulichen Qualitäten, aber auch über die anstehenden Veränderungen ins Gespräch kommen: Die Sanierung nach „Abnutzung“, die Alterung damals innovativer Baustoffe oder die energetischen „Ertüchtigung“ fordern Eigentümer, Architekten und Denkmalpfleger heraus.

Denkmäler, das wird in solchen Diskussionen klar, sind eben nicht nur die romanischen Dome in Speyer, Mainz und Worms oder die Burgen und Schlösser. Doch haben es gerade die jungen Denkmäler, von denen wir noch viel wissen, oft schwer. Es diskutieren der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur, Rainer Nagel, Dr. Olaf Gisbertz, TU Braunschweig, und Architekt Helmut Riemann, Lübeck, sowie Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE und Kammerpräsident Gerold Reker unter Moderation von Dr. Karin Berkemann. Um Anmeldung wird gebeten: Frau Seitz-Wollowski, 06131/9960-23, seitz-wollowski@akrp.de. (db, 11.5.15)

Albert Speer wird 80

Albert Speer wird 80

Prof. Albert Speer (Bild: Jens Braune)
Albert Speer (Bild: Jens Braune)

Sie müssen nicht nachrechen, wir meinen den Sohn. Es geht um den Frankfurter Architekten und Städteplaner Albert Speer (junior). Geboren wurde er in Berlin am 29. Juli 1934 als Sohn des Architekten und NS-Reichsministers für Bewaffnung und Munition Albert Speer (senior) (1905-81). Zunächst entschied er sich für eine Schreinerlehre, bevor er in München Architektur studierte. Mit dem Jahr 1964 wurde seine Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit bekannt: Speer gewann den ersten Preis für den Ludwigshafener Stadtteil Pfingstweide und gründete sein eigenes Architekturbüro.

In der Folge spezialisierte sich Speer auf Projekte des Städtebaus: die Diplomatenstadt in Riad (1980), den Leitplan für die Frankfurter Innenstadt (1985), die Expo 2000, die Bewerbung um die Fußball WM 2022 in Katar (2010) – und gleich mehrere neue Städte in China. Zuletzt gründete Speer 2007 ein zweites Büro in Shanghai. Rund 25 Jahre lehrte er als Professor für Stadt- und Regionalplanung in Kaiserslautern. Speer wurde u. a. mit dem Großen Preis des DAI und der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. (kb, 29.7.14)