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Dame mit Falzarego-Kapelle im Faller-Modellbau-Katalog 1961 (Bild: Faller-Katalog 1961)

märklinMODERNE startet in München

Die mR-Wanderausstellung „märklinMODERNE“ zeigt zum ersten Mal, wie modern die vermeintlich spießigen Modelleisenbahner wirklich waren: Im Hobbykeller des Wirtschaftswunders gehörten Flugdach, Glaskuppel und Rasterfassade wie selbstverständlich zum Miniatur-Stadtbild. Vom 14. Dezember 2018 bis 4. Februar 2019 macht märklinMODERNE Station im ArchitekturSalon (ait) München (Hotterstraße 12, 80331 München). Präsentiert werden ausgewählte Modellbausätze, die in großformatigen Fotografien von Hagen Stier ihren architektonischen Vorbildern gegenübergestellt werden. Modellbahnanlagen bringen Bewegung in moderne Stadtlandschaften – und ein eigens für die Ausstellung produzierter Film von Otto Schweitzer und C. Julius Reinsberg ist auch zu sehen.

Zur Eröffnung am 13. Dezember 2018 sprechen um 19.30 Uhr die Kuratoren Dr. Karin Berkemann und Daniel Bartetzko. Im Rahmen des Ausstellungsaufbaus ruft ait Münchener Architekten, Modellbahn-Sammler und Liebhaber dazu auf, vom 10. bis 12. Dezember 2018 eine zusätzliche Modelleisenbahn fertigzustellen, die vom Rosenheimer Eisenbahnclub zur Verfügung gestellt wird. Jeder, der einen oder mehrere Bausätze mitbringt, erhält eine kleine Überraschung. Selbstverständlich werden alle Bausätze nach Ausstellungsende  zurückgegeben. märklinMODERNE ist Teil der Langen Nacht der Architektur am 18. Januar 2019 (Sonderöffnungszeiten bis Mitternacht). Anmeldungen zu den Veranstaltungen werden erbeten unter: muenchen@ait-architektursalon.de. (kb, 7.12.18)

Dame mit Falzarego-Kapelle (Bild: Faller-Modellbaukatalog 1961)

Die Ausstellung von moderneREGIONAL wurde gefördert von der Wüstenrot Stiftung. Sie wurde erstmals gezeigt in Frankfurt und Stuttgart mit den Ausstellungspartner Deutsches Architekturmuseum und Architekturgalerie am Weißenhof.

Katalog und Film zur Ausstellung sind erhältlich im mR-Onlineshop.

Hagen von Ortloff (Bild: Liesel, CC BY SA 4.0, 2010)

Hagen von Ortloff kommt nach Stuttgart

Ja, die märklinMODERNE-Vernissage in Stuttgart am 11. Juli liegt kurz vor einem WM-Halbfinalspiel. Aber, Sie können beides haben: Um 19 Uhr geht es los mit der Ausstellungseröffnung in der architekturgalerie am weißenhof (der Auftakt findet statt in der Alten Aula im Altbau der Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: Am Weißenhof 1, Stuttgart). Es spricht Hagen von Ortloff, lange Jahre Moderator der SWR-Kultsendung „Eisenbahn-Romantik“. Zudem arbeitete er als Sportjournalist. Für alle Fans des „rollenden Materials“ bieten wir ab 20 Uhr im Hinterzimmer einen kleinen Fußball-Bildschirm. In den Vorderzimmern können Sie ungestört durch die Ausstellung stöbern. (db/kb, 9.7.18)

 

Begleitprogramm

11. Juli 2018, ab 19 Uhr: Vernissage, Auftakt in der Alten Aula im Altbau der Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (Am Weißenhof 1, Stuttgart).

22. Juli 2018, 14.30 bis 17.30 Uhr: „Basteln mit Bartetzko“ in der architekturgalerie am weißenhof in Stuttgart zum Sommerfest am Killesberg.

11. August 2018, 16 bis 17 Uhr: Filmpremiere von „märklinMODERNE“, von Otto Schweitzer und C. Julius Reinsberg im Deutschen Filmmuseum (Schaumainkai 41, Frankfurt).

7. September 2018: Tagesfahrt zur Wiege des Modellbaus, Gütenbach im Schwarzwald, Voranmeldung (bis 10. August): k.berkemann@moderne-regional.de, Unkostenbeitrag 60 € (ab Frankfurt)/50 € (ab Stuttgart).

22. September 2018, 20 bis 21 Uhr: Lesung „Der Superbastler“ – Lebenshilfe aus Modellbau-Magazinen der Wirtschaftswunderzeit in „Buch & Spiel“ in St. Stefan (Rotenwaldstraße 98, Stuttgart), einer profanierten brutalischen Kirche von 1976.

Hagen von Ortloff (Bild: Liesel, CC BY SA 4.0)

Rudolf Evert baut 1962 die brandneue "Villa im Tessin" (Foto: privat)

Gesucht: Heimliche Häuschenbauer

Wie war das damals an Weihnachten? Stand da auch die Modellbahn neben dem Baum oder haben Sie lieber nach der Bescherung  im stillen Kämmerlein an Ihrer Miniaturwelt gebastelt? Vielleicht gehören Sie ja sogar zu den Glücklichen, deren Anlage das ganze Jahr aufgebaut in Keller oder Kinderzimmer stand! Wir sind neugierig – und vielleicht kehren bei Ihnen ja einige schöne Erinnerungen zurück …

Für unser kommendes Themenheft und für unsere Ausstellung  „märklinMODERNE“ sind wir auf der Suche nach Ihren Kindheits- und Jugendbildern mit der Spielzeug-Eisenbahn und den dazugehörigen Modellbausätzen. Keine Sorge, auch andere Marken wie Fleischmann, Trix oder Rokal (falls die noch jemand kennt!) bzw. Faller, Vollmer, Kibri oder Vero sind willkommen. Die schönsten Einsendungen (digitalisiert oder per Post; bis 3. Mai 2018) werden nicht nur online bei mR gezeigt, sondern auch in der Ausstellung, die am 19. Mai in Frankfurt im Deutschen Architekturmuseum startet. Ihr Bild drei Monate lang direkt neben dem späteren Architekturkritiker Falk Jaeger und seiner Jugend-Modellbahnanlage – das wäre doch was! Einlieferungen per Post bitte an: moderneREGIONAL c/o Karin Berkemann, Frankenallee 134, 60326 Frankfurt. Digitale und eingescannte Fotos an: k.berkemann@moderne-regional.de (db, 16.4.18)

 Die brandneue Villa im Tessin im Bau (Foto: um 1962, privat)

Klaus Staeck im Interview für die Ausstellung "märklinMODERNE" (Bild: Screenshot aus dem Film zur Ausstellung, Regie: Otto Schweitzer)

Klaus Staeck feiert einen runden Geburtstag

„Heute noch – ich bin sehr viel mit der Bahn unterwegs – gibt es immer mindestens einen der kommt und sagt: ‚Sind Sie nicht der mit der Villa im Tessin?'“ So erzählte Klaus Staeck im Interview für die Ausstellung „märklinMODERNE“ (Vernissage am 18. Mai im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt). International bekannt wurde der 1938 geborene Grafikdesigner, der Ausbildung nach ernsthafter Jurist, als politischer Plakatkünstler. 1972 gestaltete er ein damals aufsehenerregendes Plakat zur Bundestagswahl : „Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen“. Die darunter abgebildete Villa erscheint vielen Modellbahnern wohlbekannt, erinnert sie doch an den Faller-Bausatz „Villa im Tessin“.

Dabei zeigt das Motiv eigentlich ein Stuttgarter Wohnhaus (Chen Kuen Lee, 1961), dessen Foto auch noch um ein Stockwerk eingekürzt wurde, um Platz für den Text zu schaffen. Staeck ging es weniger um den Plastikbausatz (das sei ihm erst später aufgegangen), als vielmehr um das italiensehnsüchtige Neureichentum der Nachkriegsjahrzehnte. Bis heute mischt er sich kunstvoll und leidenschaftlich in den politischen Diskurs ein. Der langjährige Präsident der Akademie der Künste und bekennende Bahnfahrer feiert heute seine 80. Geburtstag – wir gratulieren! (kb, 28.2.18)

Klaus Staeck – vor seinem berühmten Plakat, mit dem Faller-Modell „Villa im Tessin“ – im Interview für „märklinMODERNE“ (Screenshot aus dem Film zur Ausstellung, Regie: Otto Schweitzer)

Frankfurt am Main, St. Ignatius, Filmaufnahmen des hr (Bild: Karin Berkemann)

2 x Presse und 1 Gewinner

Dieser Tage hat es der Brutalismus – im Umfeld der Frankfurter Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum (DAM) Frankfurt – vielfach in die Medien geschafft, die sonst eher freudig über den Abriss eines der „Betonmonster“ berichten. Auch ein hr-Team ging in Frankfurt auf Beton-Spurensuche: mit Oliver Elser (DAM) und Karin Berkemann (moderneREGIONAL). Und, um die Pressestimmen der letzten Tage voll zu machen, trat Julius Reinsberg mit seinem neuen Themenheft „Nehmen Sie Platz!“ ans Mikro des Deutschlandfunks und berichtete über „Architekturen des Sitzen“ im allgemeinen und das Bonner Loch im besonderen.

Zuletzt noch eine gute Nachricht rund um die entstehende Ausstellung „märklinMODERNE“. Besonders gut ist sie für Martin Dathe-Schäfer, der unser Projekt im Crowdfunding unterstützt hat. In der Verlosung unter allen Teilnehmern hat er den ausgelobten Faller-Adventskalender gewonnen. Dieser geht ihm in den kommenden Tagen per Post zu. Herzlichen Glückwunsch – und viele anregende Modellbahnstunden damit! (db/kb/jr, 19.11.17)

Frankfurt am Main, St. Ignatius, Filmaufnahmen des hr (Bild: Karin Berkemann)

Bremen, Freimarkt (Foto: Hagen Stier)

Geschenkt! Endspurt bei märklinMODERNE

Weihnachten kommt wie immer früher als gedacht. Aber dies Jahr könnt Ihr Euch rechtzeitig mit Geschenken versorgen. Denn auch unserer Crowdfunding-Aktion „märklinMODERNE“ geht in den Endspurt. Noch rund eine Woche ist Zeit, Teil von „märklinMODERNE“ zu werden. Am 31. Oktober wird um 23.59 Uhr der Zugang geschlossen und die Kasse gestürzt. (Wenn unser Funding-Ziel von 5.500 Euro erreicht bzw. überboten wurde, werden Eure Spenden abgebucht. Wenn nicht, dann nicht. Also kein Risiko für Euch.) Hier wären also unsere ultimativen Geschenkvorschläge, mit denen Ihr gleichzeitig die Welt im Kleinen retten könnt. Und eine Verlosung unter allen Unterstützern gibt es auch noch!

Das signierte Modell der „Villa im Tessin“, die Film-DVD, limitierte Fotokunst von Hagen Stier, einen Restaurantgutschein, eine exklusive Exkursion zur Wiege des Modellbaus, u. v. m. hier: https://www.startnext.com/maerklinmoderne. Für alle Fast-Dankeschön-Erwerber, Grundsätzlich-wirklich-sehr-Geneigten und Last-Minute-Unterstützer ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt. Unter allen Unterstützern verlosen wir am Ende einen Faller-Adventskalender! (db/kb/jr, 21.10.17)

Titelmotiv: Bremen, Freimarkt (Foto: Hagen Stier)

Faller-Bausatz "Villa im Tessin" (Bild: faller.de)

moderneREGIONAL baut eine Villa im Tessin

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten Edwin und Hermann Faller in Gütenbach ein Produkt, das bald in keinem Hobbykeller fehlen durfte: „Häuschen“-Bausätze für die Modelleisenbahn. Im Schweiz-Urlaub waren die Brüder von einem futuristischen Bungalow derart begeistert, dass sie sich daheim im Schwarzwald ein ähnliches Haus errichten ließen. 1961 nahmen sie dann den Bausatz „Villa im Tessin“ in ihr Programm auf, der zum Klassiker werden sollte. Im Wahljahr 1972 überschrieb der Plakatkünstler Klaus Staeck das Foto eines Appartementhauses mit: „Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen“. Damit spiegelt ein kleines Stück Plastik mehrere Jahrzehnte bundesdeutscher (Architektur-)Geschichte.

Die Wanderausstellung „märklinMODERNE“ zeigt an diesem und anderen Beispielen, wie die „große“ Architektur den Weg in den Modellbau fand – und umgekehrt. Im Sommer 2018 starten wir im Deutschen Architekturmuseum (DAM) Frankfurt und in der Architekturgalerie am Weißenhof Stuttgart. Für den „Film zur Ausstellung“ reist Otto Schweitzer von Berlin bis ins Tessin, zu Modellbaufreunden wie dem Architekturkritiker Falk Jaeger und dem Plakatkünstler Klaus Staeck. So werden nicht nur die (Modell-)Häuser, sondern auch die mit ihnen verbundenen Menschen und ihre Geschichten sichtbar. Um den Film finanzieren zu können, brauchen wir eure Unterstützung: Besucht unsere Crowdfunding-Aktion mit attraktiven „Dankeschöns“ und werdet Teil von „märklinMODERNE“: www.startnext.com/maerklinmoderne/. (db/kb/jr, 15.9.17)

"märklinMODERNE" in den Tagesthemen (Bild: youtube-Still)

Pressestimmen zu märklinMODERNE

Im Hobbykeller zeigten sich die Deutschen erstaunlich modern – auf den Modelleisenbahnanlagen des Wirtschaftswunders standen Neu und Alt, Hochhaus und Fachwerkhaus, friedlich nebeneinander. Das Projekt „märklinMODERNE“ zeigt erstmals, wie architekturbegeistert die vermeintlich spießigen Modelleisenbahner wirklich waren. Die Wanderausstellung Online-Magazins moderneREGIONAL – mit Fotografien von Hagen Stier und Andreas Beyer; mit einem Film von Otto Schweitzer und C. Julius Reinsberg; mit Interviews mit Falk Jäger, Leopold Messmer, Klaus Raschzok, Klaus Staeck und Matthias Viessmann; mit Beiträgen von Dina Dorothea Falbe, Oliver Elser, Teresa Fankhänel, Christian Holl, Ralf Liptau, Matthias Ludwig, Verena Pfeiffer-Kloss und Jörg Schilling – wurde erstmals präsentiert mit den Ausstellungspartnern Deutsches Architekturmuseum Frankfurt und architekturkturgalerie am weißenhof Stuttgart, wurde gefördert von der Wüstenrot Stiftung.

„Beim Blick auf die Miniaturbauten aus den Wirtschaftswunderjahren in Westdeutschland sowie auf die DDR-Gebäude zur selben Zeit wird Überraschendes deutlich: Es ging damals hochmodern zu.“ (ARD Tagesthemen)

„Die Architektur der Wirtschaftswunderzeit – also Flachdächer, Flugdächer, Schmetterlingsdächer, Hochhäuser mit Rasterfassaden, futuristische Tankstellen – alles ist da. Nur ein bisschen versponnener, sehr viel handlicher als in Wirklichkeit.“ (Bayern 2)

Pressebilder zur Verwendung im Rahmen der Berichterstattung über die Ausstellung und unter Nennun des Bildnachweises finden Sie hier.

 

TV-Berichte


 

Radio-Interviews

KIP-Radio, 2. September 2018:

Deutschlandfunk, Corso, 21. Mai 2018:

hr2, 18. Mai 2018:

Deutschlandfunk, Kompressor, 18. Mai 2018:

Bayern2, 17. Mai 2018 (ab Minute 16:49)

SR2, 16. Mai 2018

 

Print- und Online-Berichte

urbantick, 27. August 2018

Baunetz, 2. August 2018

VDI-Nachrichten, 2. August 2018

Stuttgarter Nachrichten/Stuttgarter Zeitung, 1. August 2018

paysages, 8. Juli 2018

Spiegel-Online, 2. Juli 2018

Floornature, 15. Juni 2018

Rheinpfalz, 26. Mai 2018

Süddeutsche Zeitung, 25. Mai 2018

Mannheimer Morgen, 23. Mai 2018

Sachsenhäuser Wochenblatt, 23. Mai 2018

Frankfurter Neue Presse, 18. Mai 2018

Frankfurt Live, 18. Mai 2018

Frankfurter Neue Presse, 17. Mai 2018

Frankfurter Allgemeine Zeitung/Rhein-Main-Zeitung, 17. Mai 2018

Baunetz, 17. Mai 2018

RTLonline, 17. Mai 2018

Salzburger Nachrichten, 7. Mai 2018

Form, 30. Mai 2018

Deutsche Bauzeitung, 16. Januar 2018

des Weiteren: Neuen Osnabrücker Zeitung, 31. Mai 2018; Öffentlicher Anzeiger, 19. Mai 2019; Allgemeine Zeitung, 19. Mai 2018 u. v. m.

 

#märklinMODERNE

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Hagen Stier, "Villa im Tessin", Ambrì/Gütenbach 2017 (limitierte Fotoedition)

märklinMODERNE-Countdown: Halbzeit!

Noch 22 Tage läuft der Countdown für unsere Crowdfunding-Aktion „märklinMODERNE – der Film zur Ausstellung“: Rund die Hälfte der Zeit ist rum, rund die Hälfte des Geldes (1. Fundingziel) ist drin. Deshalb haben wir vor allem ein herzliches „Danke“ zu sagen für die vielen Helfer und Unterstützer, für die lieben Nachrichten und Benefizaktionen. Die Meilensteine der letzten beiden Wochen haben wir für Euch hier zusammengestellt. Und, nur zur Erinnerung: Um den Film auch wirklich umsetzen zu können, brauchen wir natürlich mindestens noch die andere Hälfte des Geldes! Ihr bekommt dafür sehr gutes Karma und sehr attraktive „Dankeschöns“

 

Signierte Baukunst

Einen guten Architekten erkennt man an der markanten Unterschrift. Demnach hat der Baumeister Leopold Messmer nichts zu befürchten. Nicht nur sehr geduldig, sondern auch äußerst kundig signierte der 89-Jährige heute alle 25 Bausätze der „Villa im Tessin“, die uns zuvor von der Firma Faller gespendet worden waren. Messmer hatte die Villa, nach einem Schweizer Vorbild der Brüder Guscetti, 1961/63 im Schwarzwald errichtet und parallel die Entwicklung des Modellbausatzes begleitet. Nach der Signierstunde – die Unterschrift kam direkt auf den Karton – hat uns die Firma Faller alle 25 Bausätze noch einmal original-verschweißt (wie geil ist das denn!). Unser beliebtestes „Dankeschön“!

 

Limitierte Fotokunst

Bei unserer gemeinsamen Tour durch Schwarzwald und Tessin durften wir ihn schon bei der Arbeit bewundern: Wenn es um ein gutes Motiv geht, dann scheut der Hamburger Architekturfotograf Hagen Stier keine Mühen – notfalls auch mit der Trittleiter hinter dem ganz hohen Stativ. Für unsere Crowdfunding-Aktion unterstützt er uns exklusiv mit einem besonderen Kunstgriff: zwei Villen zum Preis von einer. Er hat zwei Motive – einmal das Tessiner Vorbild (Br. Guscetti, 1958), einmal den Gütenbacher Nachfolger (L. Messmer, 1961/63) – in einem Lichtbild zusammengefasst. Und das gibt es bei uns signiert und limitiert als hochwertigen Druck als neues „Dankeschön“.

 

Essen und Schrauben

Gleich zweimal wurden wir von ganz unerwartet schöner Seite unterstützt: Da sind einmal die netten Leute vom Freiburger Turmcafé, die uns nicht nur klaglos alles (wirklich alles von oben bis unten) für unsere Ausstellung haben fotografieren lassen. Wir haben hier nicht nur lecker Essen bekommen. Sie haben uns auch einen Essensgutschein im Wert von 50 Euro als „Dankeschön“ anvertraut. Und da wären die Oldtimerschrauber, die mit den Modelleisenbahnern etwas gemeinsam haben: Es muss gut aussehen und am besten auch noch gut rollen. So unterstützte uns an diesem Wochenende eine wackere Truppe Oldtimerfreunde: Trotz reichlich Wind und Sch*wetter hatten sie auf der Verterama-Messe in Mannheim einen kleinen Benefizstand für unsere Crowdfunding-Aktion „märklinMODERNE“ aufgeschlagen. Der Erlös ging direkt als Spende in unsere Aktion. Weiter so! Auch kleine Beträge helfen (große natürlich auch)! (db/kb, 8.10.17)

Titelmotiv: Hagen Stier, Ambrì/Gütenbach 2017 (limitierte Fotoedition)

 

Drei Klicks und fertig

Auf vielfachen Wunsch hier unser kurzer Wegweiser zum Erwerb der Dankeschöns. Das Ganze ist nicht kompliziert und für Dich ohne finanzielles Risiko. Die Kollegen des – leider gescheiterten – Crowdfunding-Projekts „Rettet die älteste Videothek der Welt“ haben es in einem feinen kurzen Erklärvideo zusammengestellt. So geht das auch bei uns:

  • Drei Klicks und fertig: Du klickst auf Dein gewünschtes Dankeschön, dann auf den grünen Button „Auswählen“, weiter wie beim Online-Shoppen (den Betrag für „Unterstütze Startnext“ kannst Du regulieren, auch auf 0), ganz unten den Button „Jetzt zahlungspflichtig unterstützen“ – fertig!
  • Für Dich ohne finanzielles Risiko: Deine Spende wird erst/nur abgebucht, wenn das Projekt am Ende (31. Oktober) erfolgreich ist.
  • Wenn das Projekt am Ende (31. Oktober) nicht erfolgreich sein sollte: Dann kostet es Dich nix. Deine Spende wird dann nicht abgebucht. (Solltest Du „Vorkasse“ als Bezahlmethode gewählt haben, bekommst Du dann Dein Geld direkt über die Plattform Startnext zurück.)
  • Wenn das Projekt am Ende (31. Oktober) erfolgreich ist: Dann hörst Du von uns, Deine Spende wird über Startnext abgebucht und wir schicken Dir Dein Dankeschön.
  • Da geht noch was: Alle Infos zum Nachlesen, alle Dankeschöns zum Mitmachen und Weiterempfehlen …

Bahnhof Goch (Bild: historische Postkarte)

Margarine-Bahnhof Goch

Als die Moderne langsam am Horizont aufzog, florierte die Wirtschaft im niederrheinischen Goch. Da war die Ölmühle van den Bosch – und das Margarinewerk Jurgens & Prinzen, eben jene Fabrik, die auch das Markenprodukt „Rama“ aus der Taufe hob. So war es fast zwingend, dass vor Ort schon ab 1863 ein Bahnhof und ab 1884 ein Güterbahnhof zur Verfügung standen. 1957 schließlich trat ein schnittiger Neubau an die Stelle des kriegszerstörten Empfangsgebäudes – und besagte Kultmargarine hatte sich, wenn auch unter neuem Firmennamen, längst tief ins kollektive Werbegedächtnis eingebrannt.

 

Wie wird man zur Marke?

In Goch klemmte der lokale Architekt Toni Hermanns einen Glaskeil mit Flugdach zwischen zwei dynamische aufstrebende Wandscheiben und rahmte ihn mit zwei niedrigeren Pavillonbauten. Im rechten Flügel wurde zudem eine Gaststätte untergebracht. Damit glückte ein „eckiger Nierentisch“, eine überzeugende Mischung aus bundesdeutscher Bodenhaftung und wirtschafswunderlicher Zukunftsfreude. Ein ähnlicher Kunstgriff gelang in diesen Jahren auch dem Rama-Werbemädchen, das mit Strohhut und sittsamer Zopffrisur ein gerüttelt Maß traditioneller Werte an den modernen Frühstückstisch brachte.

 

Modern und lichtdurchflutet

„Moderner Bahnhof mit lichtdurchfluteter Empfangshalle.“ So vielversprechend bewarb die Firma Faller 1966 ihr brandneues Modell „Bahnhof Neustadt“, das sich an Goch orientierte. Der Bausatz wurde 2016 als „Klassiker“ neu aufgelegt. Auch sein Vorbild hat es längst in die Reihe der zeitlosen Schönheiten geschafft: Der Bahnhof Goch steht unter Denkmalschutz. Doch mehr wollen wir jetzt gar nicht verraten – der kleine und der große Bahnhof werden im kommenden Sommer Teil unserer Ausstellung „märklinMODERNE“ im Deutschen Architekturmuseum (DAM) Frankfurt und in der Stuttgarter Weißenhofgalerie. Wer selbst Teil des Projekts sein will, ist herzlich eingeladen, sich an unserem Crowdfunding zu beteiligen: www.startnext.com/maerklinmoderne. (kb/db, 27.9.17)

Titelmotiv: Bahnhof Goch (Bild: historische Postkarte)

Freiburg, Turmrestaurant (Bild: historische Abbildung, nach 1951)

Autohaus in Aspik

Besonders wertvolle Stücke kommen in die Vitrine, so viel weiß jeder noch von der Oma mit den Untersetzern und Zierdeckchen. Wenn das einem Stück Architekturmoderne passiert, kann es manchmal ganz andere Gründe haben. In Freiburg hat man ein denkmalgeschütztes Ensemble (nun ja, das spektakulärste Sechzehntel davon) hinter Glas gestellt. Das ehemalige Autohaus „Breisgau“ aus dem Jahr 1951 wurde bis 2012 auf seinen dekorativsten Teil reduziert: das zweigeschossige verglaste Turmrestaurant mit der eleganten Wendeltreppe und dem weit ausgreifenden Vordach.

 

Eleganter geht nicht

Eigentlich sollte es ja eine Borgward-Vertretung werden, doch 1951 wurde in Freiburg ein Opel-Autohaus eröffnet. Der lokale Architekten Wilhelm Schelkes hatte einen futuristischen Stahl-Glas-Bau geschaffen, dessen Eleganz er mit amerikanisch anmutendem Fortschrittsoptimismus würzte. Seit 1986 unter Denkmalschutz, blieb das Turmrestaurant als einziger Rest des Autohauses „Breisgau“ stehen. Das übrige Gelände wurde mit Wohnblocks bebaut, dazwischen eingezwängt schirmte man die einstige Raststätte noch mit einer gläsernen Schallschutzwand vom Straßenverkehr ab. Heute dient der gläserne Turm gastronomischen Zwecken, inzwischen schon in den Händen des zweiten Betreibers. Das Vordach erweist sich dabei als durchaus praktisch, als regensicherer Biergarten mit Fünfziger-Flair. Nur das Türmchen ist anspruchsvoller: im Sommer rasch zu warm, im Winter schwer beheizbar und nur über die Außentreppe zu erreichen.

 

Moderne in Bewegung

Eine besondere Form des Nachruhms ist dem Turmrestaurant aber in jedem Fall sicher: Auf einem Familienausflug sahen die Fallers, die im Schwarzwald Bausätze für die Modellbahn produzierten, das futuristische Autohaus – und nahmen es zum Vorbild für eines ihrer erfolgreichsten Produkte. Hier kann der (bei Faller runde) Restaurantaufsatz nicht nur mit verschiedenen Werbeemblemen verziert werden, er verfügt auch noch über Beleuchtung und einen kleinen Drehmotor. Doch mehr wollen wir jetzt gar nicht verraten – das Freiburger Turmrestaurant und sein Modellbauableger werden im kommenden Sommer Teil unserer Ausstellung „märklinMODERNE“ sein. Wer selbst Teil des Projekts sein will, ist herzlich eingeladen, sich an unserem Crowdfunding zu beteiligen: www.startnext.com/maerklinmoderne. (kb/db, 20.9.17)

Wolfgang Voigt spielt Flughafen (Bild: privat)

Wolfgang Voigt, * 1950

Er war zwölf, sein Bruder vierzehn Jahre alt: 1962 radelten sie an vielen Wochenenden zum Hamburger Flughafen. „Dann haben wir ihn zu Hause nachgebaut: Eine Holzplatte wurde mit weißer Pappe bedeckt und in Vorfeld und Bauzone aufgeteilt“, erinnert sich der Architekturhistoriker Wolfgang Voigt. Zwar gab es im Angebot der Firma Siku ein Terminalgebäude, aber: „Ich wollte ja damals schon Architekt werden und so baute ich mit Hilfe der Mauerplatte ‚Backstein‘ von Faller ein Abfertigungsgebäude mit seitlichen Flügelbauten und Kontrollkabine auf dem Dach.“ Hinzu kamen Katalog-Modelle wie der Kiosk B-2123 und die Tankstelle B-217 von Faller. Auf dem Vorfeld war Platz für drei Flieger aus Revell-Bausätzen: eine Vickers Viscount der Lufthansa, eine Lockheed Constellation der US Air Force und ein damals neuartiger Jet, die elegante „Caravelle“ in den Farben der SAS. Und drumherum standen Wiking-Autos.

„Bei den Besuchen am Flughafen wurden aus der Schalterhalle Prospekte und Flugpläne mitgenommen. Besonders nett waren die Leute von der Lufthansa und der KLM. Als die KLM von Propellermaschinen auf Jets umstellte, schenkte sie uns das nicht mehr benötigte Schaufenster-Modell einer Lockheed-Constellation.“ Im Kinderzimmer wurde ein Reisebüro eingerichtet. Wenn die Eltern Besucher hatten, mussten diese zuerst bei den Söhnen eine Flugreise buchen!