Herzlichen Glückwunsch, Herr Marg!

Herzlichen Glückwunsch, Herr Marg!

Berlin, Flughafen Tegel (Bild: Avda, CC BY-SA 4.0)
Aus der Zeit, als Flughäfen noch eröffnet wurden: Berlin Tegel (Bild: Avda, CC BY SA 4.0)

Er ist das m in gmp: Volkwin Marg gehört zu einem der wohl einflussreichsten deutschen Architekturbüros der letzten Jahrzehnte. Geboren wurde er 1936 in Königsberg, verbrachte die Kindheit in Danzig und gelangte nach Kriegsende über Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern nach Westberlin. Während seines Studiums an der TU Braunschweig lernte er seinen späteren Büropartner Meinhard von Gerkan kennen, mit dem er sich 1964/65 selbständig machen sollte.

Gut 50 Jahre später kann „Gerkan Marg und Partner“ (gmp) auf eine respektable Zahl von Großprojekten zurückblicken: vom Flughafen Berlin-Tegel (1975) über den Berliner Hauptbahnhof (1995) bis zum Umbau des Berliner Olympiastadions (2004), hinzu kommen internationale Vorhaben bis hin nach China. Volkwin Marg selbst, der für all diese Büroerfolge mitverantwortlich zeichnet, stand lange dem Bund Deutscher Architekten (BDA) vor, lehrte in Aachen, wirkt im Beirat der Bundestiftung Baukultur und erhielt den Ehrendoktor der HafenCity Universität Hamburg. Für Hamburg-Begeisterte erwarb Marg seinen größten Verdienst jedoch im Jahr 1976: Damals begründete er mit anderen Hanseaten den Museumshafen Övelgönne. Am 15. Oktober diesen Jahres feierte Marg seinen 80. Geburtstag – mR gratuliert! (kb, 19.10.16)

Meinhard von Gerkan-Biografie

Meinhard von Gerkan ist einer der gefragtesten und erfolgreichsten deutschen Architekten der Gegenwart. Als Mitgründer des Architekturbüros gmp – von Gerkan, Marg und Partner – hat er in den vergangenen 50 Jahren weltweit ein Werk geschaffen, das durchgehend architektonische Vielfalt und Qualität eint.

Kaum eine Bauaufgabe, derer er sich in diesem halben Jahrhundert nicht angenommen hätte: Gerkans Schaffen umfasst Megaprojekte ebenso wie kleine Bauten. Dabei widmet er sich der Lösung architektonischer Detailfragen mit derselben Intensität und Leidenschaft wie der Gestaltung urbaner Räume oder ganzer Städte wie Lingang bei Schanghai in China. Passend zum 50-jährigen Büro-Jubiläum und zum 80. Geburtstag von Gerkans im Januar 2015 ist nun eine Biografie erschienen, die in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten entstand. Sie zeichnet in zwei Bänden anhand zahlreicher persönlicher Begegnungen mit Menschen und Orten, aber auch mithilfe ausgewählter Bauten die Bandbreite seines Werks nach und präsentiert damit 50 Jahre gmp-Architektur für Deutschland und die Welt: von der Stadthalle Bielefeld (1990) zum Chinesischen Nationalmuseum in Peking (2011), vom Berliner Flughafen Tegel (1974) zum Berliner Flughafen BER (irgendwann).  (db, 19.6.15)

Tietz, Jürgen, Meinhard von Gerkan – Vielfalt in der Einheit / Biografie in Bauten 1965–2015. Die autorisierte Biografie, Berlin 2015, 992 Seiten, ca. 800 Farb- und S/W-Abbildungen im Schuber, Jovis-Verlag, ISBN 978-3-86859-374-7.

Tegel: Dieser Berliner Flughafen nach Gerkan-Entwurf ist fertig geworden (Bild: MB-one, CC BY-SA 3.0)

Meinhard von Gerkan zum 80.

Berlin, Flughafen Tegel (Bild: Avda, CC BY-SA 4.0)
Berlin, Flughafen Tegel (Bild: Avda, CC BY-SA 4.0)

Endlich ein Grund, etwas Gutes über den Berliner Flughafen zu sagen. Tegel zählt zu den Hauptwerken des Architekten Meinhard von Gerkan (* 1903 in Riga), der in diesen Tagen 80 Jahre alt wurde. Sein junges Büro Gerkan, Marg und Partner (gmp) erstellte die Flughafenanlage in einer Zeitspanne, die uns heute neidisch werden lässt: von 1965 und 1975. Weitere prominente Bauaufgaben reichten vom Flughafen Stuttgart über den Berliner Hauptbahnhof bis zur Neuen Messe Leipzig.

Um die Jahrtausendwende wagte sich Gerkan an Großprojekte im südostasiatischen Raum, darunter die chinesische Planstadt Lingang New City. Neben Hamburg und Berlin verfügt gmp heute über Büros in Aachen, Frankfurt am Main, Peking, Shanghai, Shenzhen, Hanoi, Neu-Delhi, Moskau und Rio de Janeiro. Aufgewachsen in Hamburg, studierte Gerkan in Braunschweig u. a. bei Friedrich Wilhelm Kraemer, dessen Nachfolge er 1974 an der TU übernehmen sollte. Es folgten Auszeichnungen wie der Große Preis des Bundes Deutscher Architekten. Nicht zuletzt verlieh man Gerkan – u. a. für den Expo-Pavillon – den theologischen Ehrendoktor. Und er übernahm den Auftrag für den neuen Berliner Flughafen, der Tegel ablösen soll(te). Aber lassen wir das Thema. (kb, 17.1.15)