Schlagwort: Modellbahn

Dame mit Falzarego-Kapelle im Faller-Modellbau-Katalog 1961 (Bild: Faller-Katalog 1961)

märklinMODERNE startet in München

Die mR-Wanderausstellung „märklinMODERNE“ zeigt zum ersten Mal, wie modern die vermeintlich spießigen Modelleisenbahner wirklich waren: Im Hobbykeller des Wirtschaftswunders gehörten Flugdach, Glaskuppel und Rasterfassade wie selbstverständlich zum Miniatur-Stadtbild. Vom 14. Dezember 2018 bis 4. Februar 2019 macht märklinMODERNE Station im ArchitekturSalon (ait) München (Hotterstraße 12, 80331 München). Präsentiert werden ausgewählte Modellbausätze, die in großformatigen Fotografien von Hagen Stier ihren architektonischen Vorbildern gegenübergestellt werden. Modellbahnanlagen bringen Bewegung in moderne Stadtlandschaften – und ein eigens für die Ausstellung produzierter Film von Otto Schweitzer und C. Julius Reinsberg ist auch zu sehen.

Zur Eröffnung am 13. Dezember 2018 sprechen um 19.30 Uhr die Kuratoren Dr. Karin Berkemann und Daniel Bartetzko. Im Rahmen des Ausstellungsaufbaus ruft ait Münchener Architekten, Modellbahn-Sammler und Liebhaber dazu auf, vom 10. bis 12. Dezember 2018 eine zusätzliche Modelleisenbahn fertigzustellen, die vom Rosenheimer Eisenbahnclub zur Verfügung gestellt wird. Jeder, der einen oder mehrere Bausätze mitbringt, erhält eine kleine Überraschung. Selbstverständlich werden alle Bausätze nach Ausstellungsende  zurückgegeben. märklinMODERNE ist Teil der Langen Nacht der Architektur am 18. Januar 2019 (Sonderöffnungszeiten bis Mitternacht). Anmeldungen zu den Veranstaltungen werden erbeten unter: muenchen@ait-architektursalon.de. (kb, 7.12.18)

Dame mit Falzarego-Kapelle (Bild: Faller-Modellbaukatalog 1961)

Die Ausstellung von moderneREGIONAL wurde gefördert von der Wüstenrot Stiftung. Sie wurde erstmals gezeigt in Frankfurt und Stuttgart mit den Ausstellungspartner Deutsches Architekturmuseum und Architekturgalerie am Weißenhof.

Katalog und Film zur Ausstellung sind erhältlich im mR-Onlineshop.

Bernd Bartetzko mit Modellbahn (Bild: privat, 1958)

Das neue mR-Heft ist online!

Wie war das damals an Weihnachten? Stand da auch die Modellbahn neben dem Baum oder haben Sie lieber nach der Bescherung im stillen Kämmerlein an Ihrer Miniaturwelt gebastelt? Vielleicht gehören Sie ja sogar zu den Glücklichen, deren Anlage das ganze Jahr aufgebaut in Keller oder Kinderzimmer stand! Wir haben Sie nach Ihren Modellbau-Erinnerungen gefragt: Kindheits- und Jugendbilder mit der Miniatur-Eisenbahn und den dazugehörigen Bausätzen.

Die schönsten Einsendungen zeigen wir in unserem neuen mR-Heft „Modell Moderne – Wir haben alle mal klein angefangen“ (Redaktion: D. Bartetzko/K. Berkemann) online – und noch bis zum 7. September 2018 analog im Rahmen unserer Ausstellung „märklinMODERNE“ im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt. Zum vertiefenden Weiterblättern empfehlen wir den dazugehörigen Katalog, erschienen im Jovis Verlag. (db/kb, 14.5.18)

Zum Heft geht es hier!

Titelmotiv: Bernd Bartetzko mit Modellbahn (Bild: privat, 1958)

Hamburg, Deutschlandhaus (Bild: Wolfgang Meinhart, CC BY SA 3.0)

Eine „kleine“ Hoffnung für das Deutschlandhaus?

Es wäre ein Lichtblick für Hamburgs gebeutelte Baukultur: Seit dem letzten Jahr verdichten sich die Nachrichten, dass das 1928/29 nach Plänen von Block und Hochfeld errichtete Deutschlandhaus am Gänsemarkt dem Abriss geweiht ist. Die ABG-Holdinggruppe, die das Gebäude 2014 kaufte, kündigte an, „es in wenigen Jahren durch einen attraktiven Neubau zu ersetzen“. Auf dem Filetgrundstück könnte ein Gebäudekomplex mit 39.000 Qua­dratmetern Bruttogeschossfläche entstehen – für Wohnungen, Büros und den Einzelhandel. Das Deutschlandhaus erfuhr durch Heinz Schudnagies Ende der 1970er eine vielfach kritisierte Überformung, die letzte große Sanierung fand 2006 statt.

Dieser Baubestand käme, so ist jüngst in Modellbahnerkreisen zu hören, dem wachsenden Hamburger Miniatur Wunderland zu pass. Bei jährlich über einer Millionen Besucher, davon rund ein Viertel ausländische Gäste, benötigt man drängend neue Fläche für die detailgetreue Modellbahnlandschaft. Es stehen zwei Konzepte für das Deutschlandhaus im Raum. Zum einen scheinen die technikbegeisterten Betreiber von einem Transfer ausgewählter Modellfahrzeuge via Drohne zwischen Gänsemarkt und Hafencity zu träumen. Zum anderen wird eine Translozierung des gesamten Gebäudes in die Nachbarschaft des bestehenden Miniatur Wunderlands erwogen. Ob sich einer dieser futuristischen Pläne umsetzen lässt, steht noch in den Sternen, doch könnte das Deutschlandhaus von beiden publikumsträchtigen Varianten mehr als profitieren. (db, 1.4.18)

Hamburg, Deutschlandhaus (Bild: Wolfgang Meinhart, CC BY SA 3.0)

Klaus Raschzok mit seiner Modelleisenbahn (Foto: Andreas Beyer)

„Im Kopf weiterspielen“

Zu Hause beim Theologie-Professor Klaus Raschzok (18/2)

Als wir im fränkischen Neuendettelsau durch die Wohnungstür treten, ist der Fotograf zuerst etwas enttäuscht. Er hatte auf eine richtige Modellbahnplatte gehofft – mit Bergen und Gleisen und Zügen. Stattdessen hat Klaus Raschzok, Jahrgang 1954, seine Sammel-Leidenschaft über alle Zimmer verteilt. Auf Holzregalen und in Vitrinen warten ausreichend Loks, Bahnhöfe und Häuser, um mehr als eine Anlage zusammenzustellen. Sein Beruf als Universitätsprofessor lasse ihm leider zu wenig Zeit, erklärt Raschzok. „Ich komme meist nur dazu, die Dinge anzuschauen oder anzufassen. Aber ich habe in meiner Kindheit so viel ‚Bauerfahrung‘ gesammelt, dass ich im Kopf weiterspielen, weiterbauen kann.“

moderneREGIONAL: Herr Prof. Raschzok, es ist in Ihrer Wohnung nicht zu übersehen: Sie sind Modellbahnsammler.

Klaus Raschzok: Um genau zu sein: Ich bin ein Modellbahndilettant. Ein Spiel-Sammler, kein System-Sammler. Ich greife einfach aus Freude zu Modelleisenbahndingen, die Spielspuren zeigen. Diese V200-Lok hier von Märklin beispielsweise hat überall Farbabriebe. Man sieht, die ist mehrfach abgestürzt, die hat ein Kind in der Hand gehabt. Denn die Modelleisenbahn erzählt Geschichten, die Spuren hinterlassen, die sich in meiner Fantasie wieder zu Geschichten entfalten. Da ist eine kindliche Faszination im Kopf, in der Fingerkuppe, auch in der Nase da. Ich behaupte, ich kann eine Märklin-Eisenbahn von einer Trix oder Fleischmann am Geruch unterscheiden. Das ist ein Kindheitseindruck: Sie machen so eine Verpackung auf und das riecht nach Märklin.

mR: Mit dieser gut riechenden V200-Lok hat also alles begonnen?

K. R.: Der Anfang reicht noch weiter zurück, er liegt bei meinem Großvater, der Schreiner war. Als ich ein Kindergartenkind von drei, vier Jahren war, hat er mir eine Holzeisenbahn gebaut. Meine erste richtige Märklin-Modelleisenbahn habe ich mit zehn Jahren von meinem Vater geschenkt bekommen – als Belohnung für das erste Probe-Vierteljahr im Gymnasium. Zu Weihnachten erstand mein Vater, der einfacher Postbeamter war, von einem Kollegen eine gebrauchte Märklin-Eisenbahn. Weil der Sohn des Kollegen sich mit 16 Jahren lieber ein Rennrad vom Erlös wünschte. Und dieser Kollege hat meinem Vater versprochen, mich bis Weihnachten in die Kunst des Modelleisenbahnbaus einzuführen. Wir fingen damit an, Gleisbildpläne zu zeichnen. Er hat mir die Installation der Schienen gezeigt und mich in die Grundlagen der Elektrotechnik der Märklin-Modelleisenbahnen eingewiesen. Und bis Weihnachten stand eine eigene tischgroße Platte für mich zu Hause. Ich hatte also einen Mentor, der mir eine unglaubliche Liebe zu den Dingen vermittelt hat. Das war sozusagen im Kaufpreis, im Gegenwert eines Rennrads, inbegriffen.

mR: Was hat Sie an der Modelleisenbahn begeistert?

K. R.: Dass ich die Dinge hier so zusammenstellen konnte, wie sie in Wirklichkeit oft nicht möglich waren. Wir sind in sehr beengten Wohnverhältnissen aufgewachsen. Aber auf der Modellbahnplatte hatte ich ein Dorf mit Wohnhäusern, wie man sie in meiner Kindheit gebaut hat. Wie sie die Eltern meiner Freunde bauen konnten. Und wie ich es immer bedauert habe, dass meine Eltern das eben nicht konnten. So baute ich mir selbst ein kleines modernes Dorf, in dem ich mich wohl gefühlt hätte. Es war wirkliche Lebenskunst, dass mein Vater mir diese Modelleisenbahn besorgt hat. Er schenkte mir damit – in der wohnlichen Enge meiner Kindheit – große Weite, ein Fenster zur Welt.

mR: Was war Ihr erstes Modell?

K. R.: Diese kleine Fünfziger-Jahre-Kirche von Faller, die ich hier mitgebracht habe. Sie erinnerte mich an die Kirche im Dorf meiner Großeltern. Sie war ein Stück Heimeligkeit, ein Stück Idylle. Das Modell war ein Volltreffer von Faller, weil es eine emotionale Qualität hat. Wenn sie stilrein wäre, hätte sie sich wahrscheinlich gar nicht so gut verkauft. Da ist zwar Modernes dabei. Aber es ist eine Standardkirche, wie sie sich damals jede Gemeinde vom örtlichen Architekt hätte bauen lassen können. Diese Modell-Kirche war bei meinem Mentor, beim Arbeitskollegen meines Vaters, nicht vorgesehen. Die habe ich von meinem eigenen Geld ergänzt. Nichts ahnend, dass sich meine Berufsentscheidung, Pfarrer zu werden und evangelische Theologie zu lehren, irgendwie auf geheimnisvolle Weise in diesem Stück abgezeichnet hat.

mR: Welchen Menschen begegnen Sie auf den Modellbahnbörsen?

K. R.: Der typische Modellbahner ist leider in meinem Alter, 60, 65, oder älter. Aber noch viel spannender finde ich die Menschen, die mit gebrauchten Modellbahnen handeln. In Berlin habe ich beispielsweise den Herrn Herziger. Ein sehr vornehmer jüdischer Mitbürger, der seine Kundschaft immer erst abtastet, ob sie auch den hintergründigen jüdischen Humor nehmen kann. Dann wird er zum Geschichtenerzähler, spannt einen Bogen vom Stetl seines Vaters, der als Einziger den Holocaust überlebt hat, bis zu ihm, dem in Berlin der Nachkriegszeit geborenen Juden und begeisterten Modelleisenbahner.

mR: Es gibt eine jüdische Seite der Modellbahngeschichte?

K. R.: Darauf hat mich mein Herr Herziger dezent aufmerksam gemacht hat: Der Siegeszug der Firma Märklin setzte ein, als die jüdischen Modellbahnhersteller aus Nürnberg enteignet wurden. Bis 1934 war die Firma Josef Kraus Weltmarktführer, dann wurde der Inhaber enteignet. Seine Spuren verlieren sich in Theresienstadt oder Auschwitz. Und Märklin wurde der große Gewinner. Heute kostet ein unbespielter Märklin-Waggon unter Sammlern das Zehnfach von einem vergleichbaren Waggon dieser jüdischen Firma.

mR: Ersteigern Sie solche Stücke auch im Internet?

K. R.: Ich habe mir über die Jahre hinweg immer wieder die Freude gegönnt, Stücke gebraucht zu erwerben, die für mich in der Kindheit unerschwinglich waren. Dafür gehe ich in einen Laden und entdecke Dinge, die es dort in den letzten Jahren nicht gab. Mein Herr Herziger sagt dann immer: „Herr Prof. Raschzok, schauen Sie mal, das habe ich extra für Sie zurückbehalten.“ Das ist doch viel schöner, als es schnell bei ebay zu ersteigern.

mR: Sie haben zwei erwachsene Söhne von 32 und 34 Jahren. Haben sie Ihre Modellbahn-Begeisterung geerbt?

K. R.: In jedem Haus, in dem sie seit ihrer Kindheit gewohnt haben, hatte ich eine Modelleisenbahn aufgebaut und betrieben. Beide Söhne sind beruflich so stark eingebunden, dass sie das Modellbahnfieber noch nicht erfasst hat. Aber in ihrer Erinnerung ist Modellbahn etwas, was Vater und Söhne miteinander verbindet. Ich weiß noch, als unser Jüngster schon kurz vor 30 war, hat er sich gewünscht, dass wir einen Tag vor Weihnachten wieder im Keller weiterbauen an unserer gemeinsamen Modelleisenbahnanlage.

mR: Wollen Sie die Anlage hier in Ihrer neuen Wohnung wieder aufbauen?

K. R.: Wir haben uns für meinen bevorstehenden Ruhestand so eingerichtet, dass Platz für eine Anlage besteht. Die ist natürlich noch nicht gebaut. Aber da ist der Traum, die unvollendete Anlage fortzusetzen. Ich habe die Mahnung eines liebenswürdigen Händlers aus Eisenach im Ohr. Mike Wüst verabschiedet mich immer mit dem Satz: „Sie müssen auch damit spielen, mir sind schon viele Kunden zuvor weggestorben.“

Das Gespräch führte Karin Berkemann.

Oliver Elser im modischen Bahnbeamten-Outfit (Bild: privat)

Oliver Elser, * 1972

Das Gefühl für einen fabrlich koordinierten Auftritt war Oliver Elser offensichtlich in die Wiege gelegt: In modischer Karohose und milieugerechter Bahner-Mütze steuerte er seine Lehmann-Groß-Bahn durch das Weihnachtsfest 1974. Unzweifelhaft gehört er seitdem zu „dieser nach vulgärpsychologischen Maßstäben durchaus suspekten Subspezies, die im Hobbykeller ihren Kontrollphantasien am Steuerpult einer Modelleisenbahn nachgeht“, wie er es im Rahmen der Ausstellung „märklinMODERNE“ auf den Punkt brachte.

Neben der Begeisterung für das „rollende Material“ interessiert sich der gelernte Architekt heute vor allem für die bahnbegleitenden Bauten. So kurtierte er 2012 die Ausstellung „Das Architekturmodell – Werkzeug, Fetisch, kleine Utopie“. Und nicht zuletzt kann er als DAM-Kurator aus dem reichen Fundus des dortigen Modell-Archivs der Moderne schöpfen. Doch noch nicht alle Ziele aus Kindheitstagen sind schon erreicht: „Von einer Abknipszange träume ich bis heute!

Rudolf Evert baut 1962 die brandneue "Villa im Tessin" (Foto: privat)

Rudolf Evert, * 1946

Das ist wahre Leidenschaft: Noch im Feiertagsanzug griff Rudolf Evert um 1962 zur Klebstofftube, um am Esstisch den brandneuen Faller-Bausatz „Villa im Tessin“ zusammenzufügen. Diese Begeisterung für die Modelleisenbahn und die dazugehörigen Architekturen begleitete den späteren Anwalt während seiner gesamten Jugendzeit. Der Vater, ein ebenso fleißiger wie begnadeter Hobby-Fotograf, hielt nicht nur die Fernreisen und Silvesterparties der Familie fest. Er dokumentierte auch das Hobby seines Sohns.

Everts Schwester Ursula Eich war es, die einige der kunstvollen Schwarz-Weiß-Fotografien in das WDR-Projekt „Digit“ gab. Hier werden private Aufnahmen der vergangenen Jahrzehnte digitalisiert und als Zeitzeugnisse online zugänglich gemacht. Die analogen Modellbahn- und Modellbau-Relikte lagern nun im Keller von Rudolf Everts Lebensgefährtin und warten auf ihre Wiederentdeckung. Für die Ausstellung „märklinMODERNE“ hat er in den Kisten gegraben und schon einmal den Faller-Geschäftshausblock „Helvetia“ (um 1970 gebaut) hervorgeholt, der gerade instandgesetzt wird.

Amandus Sattler mit fünf Jahren und seiner Schwester vor der heimischen Modellbahn (Bild: privat)

Amandus Sattler, * 1957

Es ist der Klassiker: An Weihnachten stehen die Kinder mit leuchtenden Augen vor der Modellbahnplatte. In diesem Fall, ungewöhnlich für unsere Einsendungen, sind es Junge und Mädchen gleichberechtigt nebeneinander. Der spätere Münchner Architekt Amandus Sattler, hier mit fünf Jahren und seiner Schwester,  wurde damit schon in den frühen 1960ern vor statische Herausforderungen gestellt – die Tischböcke tragen mit Mühe eine Platte, auf der trotz ehrgeiziger Gleisführung und voluminöser Berglandschaft noch viel Freiraum blieb für künftige Bauten.

Mario Lorenz Weihnachten 1974 am Trafo (Foto: privat)

Außer Konkurrenz

Einige Beiträge des Calls kamen aus den eigenen Kreisen, aus dem erweiterten Umfeld von moderneREGIONAL (mR) – oder sie waren zu schön und zu charmant, um sie hier nicht zu zeigen. Mario Lorenz gestaltet für mR die Ausstellung „märklinMODERNE“ mit derselben Souveränität, mit der er Weihnachten 1974 den Trafo nicht aus der Hand gab. Peter Liptau, hier 1985 in seiner überzeugenden Rolle als menschlicher Tunnel, steuert für mR inzwischen die Social-Media-Aktivitäten des Online-Magazins. Aus der Vätergeneration der mR-Herausgeber waren natürlich auch Bernd und Dieter Bartetzko vom Modellbahn-Virus infiziert, wenn auch nicht nachhaltig.

Und nicht zuletzt teilten diese treuen mR-Leser ihre Fotos mit uns: Der Darmstädter Architekt Burkhard Pahl wagte sich in den frühen 1960er Jahren – neben Katalog-Modellen wie dem legendären Faller-Fliegenpilz-Kiosk – schon an eigene Entwürfe, wie sein stilsicheres Lego-Hochhaus beweist. Jürgen Herzog, geboren 1959, schickte ein Foto aus dem Jahr 1980 von seiner kurz darauf abgebauten Anlage der schon lange erloschenen Marke Rokal. Martin Bettenbühl, Jahrgang 1963, richtete die Kamera Weihnachten 1985 auf seine Modellbahnlandschaft. Und Gert Franz, geboren 1964, hatte für uns gleich zwei Aufnahmen aus seiner Märklin-Faller-Vergangenheit zur Hand.