Möbel

Wohnen mit Chrom

Fauteuil Gispen 407 (W. H. Gispen, 1933) (Bild: Marc Chang Sing Pang)
Fauteuil Gispen 407 (W. H. Gispen, 1933) (Bild: Marc Chang Sing Pang)

Wenn nach einem ein Sandwich oder ein Möbelstück benannt wird, hat man es geschafft. Willem Hendrik Gispen oder Mies van der Rohe haben es geschafft. Ihre Freischwinger inszenieren das moderne Sitzen mit Polsterflächen zwischen viel Chrom. Verchromte Stahlmöbel gehörten zur frühen Moderne dazu wie Flachdach und Neonröhre. In München will nun die Tagung „Wohnen mit Chrom“ am 21. November 2014 den Besonderheiten dieses Materials nachgehen.

Als 3. Forschungsgespräch des DFG-Projekts „Kommentiertes Werkverzeichnis der Möbel und Möbelentwürfe Ludwig Mies van der Rohes“ widmen sich im Münchener Zentralinstitut für Kunstgeschichte (Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München, Raum 242, 2. OG) sprechen Kunsthistoriker, Restauratoren und Hersteller über Fragen der Produktion, Rezeption und Konservierung der glänzenden Möbeloberflächen. Die Themen reichen von der Rolle der „Neuzeitliche Stahlmöbel“ in der Zwischenkriegszeit bis zur Herstellungs- und Bedeutungsgeschichte von Chrom. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, das ausführliche Programm ist online abrufbar. (kb, 16.11.14)

Das Prinzip Kramer

Das Prinzip Kramer (Bild: MAK Frankfurt)
Das Prinzip Kramer (Bild: MAK Frankfurt)

Es ist gar nicht so lange her, dass man in Frankfurt solche Stücke im Sperrmüll fand. Viele Institute der Universität waren Einrichtungssystemen ausgestattet, die der Architekt Ferdinand Kramer (1898-1985) in den Nachkriegsjahrzehnten entworfen hatte. Heute werden seine modernen Kreationen für ihre Klarheit und Wandelbarkeit geschätzt. Und haben es endlich ins Museum geschafft: Bis zum 7. September 2014 zeigt das Museum Angewandte Kunst (MAK) in Frankfurt am Main die Ausstellung „Das Prinzip Kramer. Design für den variablen Gebrauch“. Im Anschluss lohnt noch ein Blick in die kleine Präsentation „Das Frankfurter Zimmer“, ebenfalls im MAK.